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Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen

Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen - Tirol

Tarife im Schülergelegenheitsverkehr für das Schuljahr 2015/16 um 1% erhöht

Bitte um Rückmeldung, wo mit den aktuellen Tarifen die Kosten für den Schülerbeförderungsverkehr nicht gedeckt werden können

Die Verhandlungen mit dem Bundesministerium für Familie und Jugend (BMFJ) über eine Erhöhung der Tarife im Schülergelegenheitsverkehr haben sich in diesem Jahr extrem schwierig gestaltet. Aus diesem Grund haben Vertreter der Busbranche in einem persönlichen Gespräch mit Frau Bunesministerin Karmasin in aller Deutlichkeit auf die bestehende Grundproblematik hingewiesen:

  • Die Tarifsystematik ist im Prinzip seit 1975 unverändert auf einer Kilometerbasis aufgebaut, die den modernen Grundsätzen einer Kostenrechnung nicht mehr entspricht.
  • Einerseits sind in den letzten 15 Jahren, in denen maximal eine Valorisierung der Tarife auf Basis des VPI erreicht werden konnte, die Personal- und Lohnnebenkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten überproportional gestiegen, andererseits ist es aufgrund der Schulbeginnzeiten und unterschiedlichen Abholzeiten kaum mehr möglich, die Fahrzeuge durch einen kombinierten Einsatz mit anderen Geschäften optimal auszulasten.
  • Im Ergebnis führt dies dazu, dass sowohl im Bus- als auch im PKW-Bereich - trotz Anhebung der Kilometer-Preise - die Erlösentwicklung schon länger nicht mehr der Kostenentwicklung entspricht.
  • Seit 2001 gibt es Bemühungen, die Tarife speziell für Kurzeinsätze (z.B. durch eine Mindestpauschale) zu verbessern. Mittlerweile ist jedoch die Situation eingetreten, dass für alle Verkehre die Kostensteigerung nicht ausreichend durch Tariferhöhungen abgedeckt werden können.


Schülerbeförderung kann oft nur mehr mit finanzieller Beteiligung von Gemeinden aufrechterhalten werden

BM Karmasin hat dafür zwar Verständnis signalisiert, der Darstellung der wirtschaftlichen Lage des Gewerbes wurde jedoch entgegengehalten, dass auch unter den derzeit geltenden Tarifen die flächendeckende Schülerbeförderung im Gelegenheitsverkehr sichergestellt werden kann. Dieser Feststellung wurde seitens der Busbranche entgegen gehalten, dass viele Unternehmen die Schülerbeförderung nurmehr unter der Voraussetzung aufrechterhalten, wenn Gemeinden oder andere Zahler sich an der Finanzierung der Verkehre beteiligen. Nur so ist die Finanzierung der verbleibenden Kosten, die nicht aus den Erlösen des Tarifes abgedeckt werden, möglich. Bleiben diese Zuzahlungen aus, müsste aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Schülerbeförderung sofort eingestellt werden. Recherchen zeigen, dass in vielen Bundesländern derzeit schon Gemeinden im hohen Ausmaß durch Zuzahlungen zur Finanzierung der Schülerbeförderung im Gelegenheitsverkehr beitragen.


Aufgrund strikter Einsparungsvorgaben Erhöhung von nur 1,0%

Letztlich hat das BMJF aber in aller Klarheit darauf hingewiesen, dass aufgrund der angespannten budgetären Situation des Ausgleichfonds für Familienbeihilfen und der strikten Einsparungsvorgaben des BMF für 2016, trotz der VPI-Entwicklung von 1,2% nur eine Erhöhung von 1,0% angeboten werden kann.


Verhandlungen müssen spätestens im Frühjahr 2016 fortgesetzt werden

Unter Abwägung aller Interessen wurde diese Erhöhung nur unter der Voraussetzung zur Kenntnis genommen, dass die Verhandlungen zur Veränderung der Tarifstruktur, aber auch zur Problematik der "Mindesauslastung" von PKWs" (fiktive Umrechnung eines Kleinbusses auf einen PKW, wenn bei Rücktransporten aufgrund unterschiedlicher Schulzeiten die Mindestauslastung nicht mehr erreicht wird) spätestens im Frühjahr 2016 fortgesetzt werden müssen.


Neben der Tariferhöhung um 1% gelten für das Schuljahr 2015/16 folgende Rahmenbedingungen:

  • Die Pro-Kopf-Obergrenze für nichtbehinderte Schüler beträgt unverändert 3.500,- Euro für die Hin- und Rückfahrt (Fahrt in nur eine Richtung = max. die Hälfte davon).
  • Die Vergütung für die Beförderung von 1-4 Schülern, in denen die besondere Notwendigkeit nachgewiesen wird, beträgt 0,85 Euro (inkl. Ust).
  • Die Pro-Kopf-Obergrenze für Behinderte Schüler beträgt unverändert 7.000,- Euro für die Hin- und Rückfahrt (Fahrt in nur eine Richtung = max. die Hälfte davon).


Dringender Aufruf zur Bekanntgabe von Beispielen, wo mit den aktuellen Tarifen die Kosten der Schülerbeförderungsverkehr nicht gedeckt werden können

Nachhaltige strukturelle Änderungen in der Tariftabelle für PKW und Busse können nur dann erreicht werden, wenn die Finanzlandesdirektionen nicht mehr genug Unternehmen finden, um die flächendeckende Schülerbeförderung im Gelegenheitsverkehr sicherzustellen. Bitte überprüfen Sie anhand Ihrer Verkehre, ob mit den aktuellen Tarifen die Kosten Ihrer Schülerbeförderungsverkehre - auch ohne Zuzahlung der Gemeinden - gedeckt werden können! Falls nicht, stellen Sie uns bitte diese Beispiele für die kommenden Verhandlungen zur Verfügung. Auf Basis Ihrer Rückmeldung soll eine betriebswirtschaftliche Beurteilung der konkreten Einsätze vorgenommen werden!


Bitte schicken Sie Ihr Feedback an:
Fachverband für die Beförderungsgewerbe mit PKW bzw. an die Berufsgruppe Bus
1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63, A711
F: 05 90 90 0-283
E: bus@wko.at oder taxi@wko.at


Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Fachgruppe der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen
MMag. Gabriel Klammer
T 05 90 90 5-1254
E gabriel.klammer@wktirol.at