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Fahrschule Haidian in Peking verdeutlicht Riesenmaßstäbe Chinas

Information des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs

In China umfasst die Ausbildung für die Führerschein Klasse B 62 Unterrichtsstunden (in Österreich vergleichsweise 50 UE). Dabei sind 36 UE Theorie, 26 UE Praxis, zwei Theorieprüfungen und zwei praktische Prüfungen zu absolvieren. Die Fahrschule Haidian in Peking ist die größte in China mit 50.000 Fahrschülern jährlich. Das Ausbildungspersonal umfasst 800 Fahrlehrer und 800 Fahrzeuge und die firmeneigene Ausbildungsfläche 200 ha, das mit einem Kleinbus besichtigt wurde. 50 Shuttle Busse bringen von Treffpunkten in Peking die Schüler in die Fahrschule. Die Dauer der Ausbildung beträgt 2 Monate.

Im Ausbildungsareal im Bezirk Haidian in Nordpeking befinden sich insgesamt 6 Fahrschulen aneinandergereiht, die 150.000 Fahrschüler jährlich ausbilden. Als einzige hat die Fahrschule Haidian einen staatlichem Anteil (30 Prozent). An diesem Großstandort erfolgt keine Ausbildung zu C-Lenkern oder Bus-Fahrern.
Pro Tag können bis zu 800 Prüfungen abgenommen werden. Bei der Prüfung sitzt der Schüler alleine im Auto. Die Prüfungsfahrzeuge verfügen über vier Kameras und Sensoren, die Anweisungen erfolgen elektronisch (Display). Die Prüfer, die von der Behörde entsandt werden und nicht mit dem Kandidaten in Kontakt kommen sollen (dürfen), verfolgen auf einem Computerplatz und auf riesigen elektronischen Leinwänden die Fahrt mit. Ein Teil der Fahrt erfolgt auf (elektronisch überwachten) öffentlichen Straßen mit Mischverkehr (Kontrolle, ob Sperrlinien überfahren werden).

Als besondere Kommentare stachen hervor: E-Learning ist als zusätzliches Instrument gut, das richtige Fahren benötigt jedoch Praxis und wieder Praxis. Simulatoren sind eher am Anfang (Anteil von 10 Prozent) und stehen nicht im Fokus. Der praktische Teil ist unterteilt in 16 UE Fahren am Übungsplatz und 10 UE sog Safety Driving auf Straßen. Für die Berechtigung zur Automatik sind mit 60 UE um 2 UE weniger vorgeschrieben (mit 14 UE verkürztes Übungsplatz-Fahren).

Von 1,3 Mrd. Menschen Bevölkerung besitzen 230 Mio einen Führerschein, dh weniger als ein Viertel der Bevölkerung verfügt über eine Lenkberechtigung. 200 Mio Autos sind in China unterwegs. 30 Mio Führerscheine werden jährlich erworben in 16.000 Fahrschulen erworben (vergleichsweise Deutschland 12.000 Fahrschulen, davon 8.000 Ein-Personen-Fahrschulen). Die jungen Chinesen machen durchwegs alle den Führschein. Man könnte den Führerschein auch ohne Fahrschulbesuch erwerben, viele gehen jedoch in eine Fahrschule. Ein Führerschein kostet etwa 600 Euro in Peking (am Land bis zur Hälfte weniger). Der chinesische Fahrschulverband ist angesiedelt beim Chinesischen Kommunikations- und Transportverband (CCTA).

Anlass 

Die World Transport Convention (WTC 2017) mit dem Schwerpunkt „Grüne und integrierte Entwicklung durch Innovation“ ist eine in Peking tagende weltweit einmalige Expertenplattform und fand (erstmals) von 3.-6. Juni 2017 statt. Als Veranstalter fungiert die Chinesische Akademie für Wissenschaften und Technologie (CAST). Die Organisation erfolgt durch die Chinesische Autobahnen und Transport-Gesellschaft (CHTS) unter Fach-Einbindung des Chinesischen Verkehrsministeriums. Den Ehrenschutz 2017 übernahm der Chinesische Staatsrat (Oberste Entscheidungsebene der chinesischen Zentralregierung). Dr. Stefan Ebner hielt einen Vortrag zur Zukunft des Verkehrs. Ebner ist vom österreichischen Verkehrsministerium nominiert in den Weltstraßenverband PIARC, dessen Arbeitsgruppe zeitgleich tagte. Der Welt-Transport-Kongress verabschiedete zudem eine Deklaration zur Belebung der Seidenstraße „Beld and Road“ (wtc9811.com.cn).