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Evaluierung psychischer Belastungen bei Seilbahnen

Arbeitgeber müssen Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer sowie psychische Belastungen ermitteln und beurteilen

Arbeitgeber sind verpflichtet, die für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer/Innen bestehenden Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Seit der Novelle zum ASchG 2012 sind Arbeitgeber zusätzlich verpflichtet, auch die arbeitsbedingten psychischen Belastungen zu ermitteln und zu beurteilen. Die gesetzliche Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastungen dient dazu, gesundheitsgefährdende Belastungen durch die Arbeitsbedingungen festzustellen und passende betriebliche Maßnahmen dagegen umzusetzen.


Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Evaluierung, je nach Größe des Betriebes


Variante 1:

Die Beobachtungserhebung ist ein standardisiertes Verfahren, wo ein Psychologe sich den Betrieb anschaut, die Arbeitsbedingungen beobachtet und für jeden Tätigkeitsbereich stichprobenartig Interviews durchführt (Dauer ca. 20 Minuten). Das Beobachtungsverfahren eignet sich für Tätigkeiten, die während aufrechten Betriebs nicht unterbrochen werden können.


Variante 2:

Das ABS Verfahren ist eine Methode, wo man psychische Belastungen am Arbeitsplatz ohne schriftliche Befragungen und Auswertungen systematisch in einer Gruppe erheben und Maßnahmen ableiten kann. Sie ist besonders für kleine Betriebe und Bereiche geeignet, die Gruppeninterviews durchführen wollen.

Es werden Workshops in Gruppen bis zu 20 Mitarbeitern durchgeführt (Dauer 3 - 4 Stunden).

Ablauf:

  1. Bilden einer Steuergruppe mit Führungskräften, Sicherheitsvertrauensperson, Betriebsrat und Sicherheitsfachkraft (wenn vorhanden)
  2. Evaluierungsgruppen bilden nach Arbeitsstätten (Kassa/Büro, Bahnen, Schlepplifte, Beschneiung, Werkstatt, Piste etc.)
  3. Mitarbeiter informieren (Erklärung, dass es um die Erfassung der Arbeitsbedingungen geht, nicht um den einzelnen Mitarbeiter persönlich)
  4. Workshop durchführen (Fragebogen ABS und Moderationsset bei AUVA erhältlich; Liste von Arbeitspsychologen im Downloadbereich)
  5. Umsetzungsbesprechung mit den Führungskräften und Information der Mitarbeiter
  6. Dokumentation (im Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument) und Umsetzung
  7. Wirkungskontrolle (nach ca. 1 Jahr empfohlen)


Angebote in der Fachgruppe erhältlich

In der Fachgruppe der Seilbahnen liegen mehrere Angebote zur Durchführung der Evaluierung psychischer Belastungen auf, die gerne auf Anfrage zugeschickt werden können.

  • Das AMZ-Hall (Arbeitsmedizinisches Zentrum) führt die Evaluierung hauptsächlich mittels Beobachtungsverfahren durch. Ein Skigebiet bis ca. 50 - 60 Mitarbeiter wird erfahrungsgemäß durch einen Psychologen an einem Tag evaluiert (Psychologe geht mit einem Mitarbeiter vor Ort durch den Betrieb und führt stichprobenartig für jeden Tätigkeitsbereich Interviews durch, Dauer 20 Minuten). Evaluierung Hotel (ca. 100 Mitarbeiter) - 1 Tag mit 2 Psychologen. Für jeden Arbeitsplatz gibt es eine Einzelarbeitsplatzanalyse; Überblick und Management Summary; ggf. Vorschlag für Maßnahmenblatt

  • Unterlagen der AUVA mit einer Liste von Arbeitspsychologen können in der Fachgruppe der Seilbahnen angefordert werden. Hier wird meist das ABS Verfahren mit einem Workshop und Fragebogen durchgeführt.

  • Evaluierung durch das Ziviltechnikerbüro Dipl.-Ing. Tobias Fankhauser
    T 05285 63378, E office@zt-fankhauser.at
    Mittels standardisiertem Fragebogen werden die Mitarbeiter aus allen Arbeitsbereichen anonym befragt. Die Auswertung erfolgt durch eine Arbeitspsychologin, die Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges wird gemeinsam mit den Führungskräften erarbeitet.

  • WELLCON - Gesellschaft für Prävention und Arbeitsmedizin
    Kontakt Arbeitspsychologie: Mag. Stefanie Kritzner 
    T 0664 60218622, E s.kritzner@wellcon.at
    Arbeitsplatzbegehungen, moderiertes Gruppeninterview oder schriftliche Ermittlung

  • Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IfGP), ein Tochterunternehmen der VAEB Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH (für Betriebe ab 50 Personen)
    T 050 2350 37900, E kombi.ag@ifgp.at
    Das Institut stellt Ihnen als auswertende Stelle im Rahmen der Standardauswertung die Ergebnisse der MitarbeiterInnenbefragung differenziert nach Geschlecht, Alter und Abteilung sowie im Vergleich mit einem Benchmark in einem schriftlichen Bericht zur Verfügung.

  • Welser Gesundheitsmanagement
    Kontakt: Dr. Corinna Welser
    T 0512 204198, E cw@welser-gesundheitsmanagement.com
    Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement mit einem eigenen Team von Arbeits- und Organisationspsychologen, die sich auf die Durchführung der Evaluierung der psychischen Belastungen spezialisiert haben.


Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Fachgruppe der Seilbahnen
Mag. Viktoria Haberl
T 05 90 90 5-1493
E viktoria.haberl@wktirol.at