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Nocker-Schwarzenbacher: Konstruktive Schritte setzen statt Ratschläge über Medien erteilen

WKÖ-Tourismus-Obfrau für gemeinsames Reformpaket von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, um gesamte Branche zu stärken

„Die Tourismus ist ein wichtiger Arbeitgeber und leistet einen wesentlichen Beitrag zur heimischen Volkswirtschaft. Jedes Jahr aufs Neue kurz vor den Kollektivvertragsverhandlungen zu jammern bringt niemanden weiter", kontert Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf aktuelle Kritik der Arbeiterkammer (AK) zum touristischen Arbeitsmarkt. Die neuesten Beschäftigungszahlen von August unterstreichen deutlich die dynamische Entwicklung des touristischen Arbeitsmarktes, so Nocker-Schwarzenbacher. Demnach verzeichnete die Gastronomie und Hotellerie im August 2016 ein Plus von rund 6.200 Beschäftigungsverhältnissen oder 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit in Summe 225.820 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe wurde damit ein neuer Rekordwert erzielt.

„Wir alle im Tourismus - Arbeitgeber wie Arbeitnehmer - durchleben gerade fordernde Zeiten. Belastend ist nicht nur die Marktsituation, der Wettbewerb und damit geringe Preisspielräume für die Branche, sondern auch die massiven Belastungen durch die Politik und Verwaltung“, spricht Nocker-Schwarzenbacher die hohen Lohnnebenkosten, Steuer- und Abgabenerhöhungen und überbordenden bürokratischen Auflagen für die Branche an. „Es ist jetzt an der Zeit, endlich vom Reden zum Handeln zu kommen“, fordert die WKÖ-Tourismus-Obfrau teils überholte Haltungen, die seit Jahren manifestiert sind, zu überdenken und „Bewegung reinzubringen“. „Ich denke hier an etwa Arbeitszeitflexibilisierung, überregionale Arbeitskräftevermittlung, Investitionsanreize und einen Stopp der Belastungswelle durch die öffentliche Hand.“ Es gelte gemeinsam ein umfassendes Reformpaket zu schnüren, anstatt jedes Jahr eine ganze Branche anzuschwärzen, worunter nicht zuletzt auch die Mitarbeiter leiden würden, gibt Nocker-Schwarzenbacher zu bedenken und betont:
„Ich kann nur AK-Präsident Kaskes Aussage unterstreichen:
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite haben im Grunde ein gleiches Anliegen.“

Einem touristischen Arbeitsmarktgipfel steht die Tourismus-Obfrau grundsätzlich positiv gegenüber. Abschließend stellt sie fest: „Wer tatsächlich an gemeinsamen Lösungen interessiert ist, sollte dies auch direkt kommunizieren und nicht erst über die Medien Ratschläge erteilen, um politisches Kleingeld zu machen.“

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich ist die solidarische Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit-und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze (jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft ab (WIFO).