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Gäste Registrierung in der Gastronomie

Kontaktpersonen–Nachverfolgung bei Covid-19-(Verdachts-)Fällen
Achtung!

Einige Bundesländer haben eine verpflichtende Gästeregistrierung verordnet:

Für Regionen ohne verpflichtende Registrierung gilt:

Tritt in einem Gastronomiebetrieb ein Covid-19-(Verdachts-)Fall auf, wird empfohlen, dass der Unternehmer oder die Unternehmerin  vorhandene Kontaktdaten aller Personen die in den letzten 48h im Betrieb waren, für die Gesundheitsbehörde bereitstellt. Das beschleunigt das sogenannte Contact-Tracing, die Kontaktpersonen-Nachverfolgung durch die Behörde und unterstützt dabei, dass mögliche weitere Infizierte schnell isoliert werden können und dadurch die Infektionskette durchbrochen wird.

Dafür ist es notwendig, dass Kontaktdaten der Gäste, wie Name, Telefonnummer und E-Mail gesammelt und gespeichert werden.  

Möchte ein Betrieb die Kontaktdaten seiner Gäste  freiwillig sammeln und speichern, um sie im Falle einer notwendigen Kontaktpersonen-Nachverfolgung für die Gesundheitsbehörde bereitstellen zu können, so sind folgende Punkte zu beachten: 

Art der Kontakterfassung 

Die Kontakterfassung kann in Papierform (siehe Muster Kontakterfassung und Datenschutzerklärung) und/oder mit Hilfe einer dafür vorgesehenen App erfolgen (z.B.: QR-Code am Tisch, oÄ).  

Möchte man keine eigene Kontakterfassung im Betrieb durchführen, so sollten die Kunden aber zumindest auf die Verwendung der kostenlosen "Stopp Corona" App des Roten Kreuzes – z.B. durch Mitarbeiter und/oder Aushänge - aufmerksam gemacht werden. 

APPs/Software für die Kontakterfassung

Hinweis: Die angeführten Apps wurden von uns nicht auf Funktionalität oder Datensicherheit geprüft. Bitte prüfen Sie, ob die App, die Sie verwenden möchten, auch Ihren Landesvorgaben entspricht. Wir übernehmen keine Haftung.

LISTE VON ANBIETERN IM PDF-FORMAT

Datenschutz 

Werden Kontaktdaten der Gäste in Papierform oder mittels App gesammelt und gespeichert, so müssen diese über die Datenverarbeitung aufgeklärt werden.

Anzugeben sind:

  • der Verantwortliche: der Unternehmer/die Unternehmerin
  • Empfänger: App-Betreiber als Auftragsverarbeiter (im Falle der App) und Gesundheitsbehörden im Falle einer Infektion von Kunden
  • Beschreibung der Daten: Name, Adresse, Telefonnummer
  • der ausschließliche Zweck: Weitergabe an die Gesundheitsbehörde bei Auftreten eines Covid-19-(Verdachts-) Falles
  • die Rechtsgrundlage: Einwilligung der Kunden in die Kontakterfassung, berechtigtes Interesse
  • die Aufbewahrungsdauer: 28 Tage
  • gegebenenfalls der Datenschutzbeauftragte

Die Datenschutzerklärung kann bei Kontakterfassung in Papierform direkt am Formular angeführt werden. Werden die Daten bspw. bereits auf der Homepage eingefordert, so ist die Datenschutzerklärung auf der Homepage entsprechend anzupassen. Generell empfiehlt sich die Aufnahme der Information in die allgemeine Datenschutzerklärung auf der Homepage. So kann auch im Betrieb bspw. ein QR-Code aufgelegt werden, der zur Datenschutzerklärung auf der Homepage verlinkt (z.B. zusätzlich zu einem Aushang).

Entscheidet man sich für eine App, die die Erfassung von Kontaktpersonen ermöglicht, so hat die Datenschutzerklärung in der App aufzuscheinen bzw. ist dort einzubinden (üblicherweise wird beim Download oder bei Nutzung der App um die Einwilligungserklärung gebeten, wo auch die Datenschutzinformation ausgewiesen wird). Hier empfiehlt es sich aber direkt mit dem Betreiber der App Rücksprache zu halten. 

Tipp!
Ein Muster für eine entsprechende Kontakterfassung inklusive Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Speicherung  

Nach 28 Tagen müssen die Daten unwiderruflich gelöscht werden. Wenn die Daten der Gäste in Papierform eingeholt wurden, empfiehlt sich die Datenvernichtung mit Hilfe eines Reißwolfs.

Sicherheitsmaßnahmen

Die Daten der Gäste dürfen lediglich für den Zweck der Kontaktpersonen-Nachverfolgung durch die Gesundheitsbehörde verwendet werden. Die Verwendung für andere Zwecke, wie z.B. Marketingzwecke, ist nicht gestattet. Der Zugriff darf daher nur bei Auftreten eines Covid-(Verdachts-)Falles zur Nachverfolgung der Kontakte durch die Behörde erfolgen.

Gesammelte analoge Daten müssen an einem sicheren Ort (z.B. abgeschlossener Schrank oder Box, nicht frei zugängliches Büro) aufbewahrt werden und dürfen nicht offen, zum Beispiel beim Eingang des Lokales für alle zugänglich sein. Bei elektronischer Speicherung ist durch technische und organisatorische Maßnahmen ebenso auf eine entsprechende Datensicherheit zu achten.

Haftung

Werden Daten einem Auftragsverarbeiter weitergegeben (zum Beispiel Betreiber einer App), muss sichergestellt sein, dass dieser zuverlässig ist und ein Vertrag geschlossen wurde (siehe auch: Mustervertrag für die Auftragsverarbeitung). Beim reinen Verweis auf die „Stopp-Corona“ App, kann der Betreiber auch nicht verantwortlich gemacht werden.