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Coronavirus - detaillierte Informationen für Hoteliers

Ausreiseverbote, Stornierung von Hotelzimmern

Für einen raschen und kompakten Überblick informieren Sie sich bitte auf unserer FAQ Seite die laufend upgedated wird: Coronavirus - Informationen für die Hotellerie

1. Stornierungen von Hotelzimmern

1.1. Reisende die von einem Ausreiseverbot betroffen sind

  • Sind die AGBHs vereinbart worden, so sehen diese vor, dass ein Gast keine Entgeltzahlungspflicht hat, wenn sämtliche Anreisemöglichkeiten durch unvorhersehbare außergewöhnliche Umstände unmöglich geworden sind (=Ausreiseverbot für Gruppenreisende) und die Anreisemöglichkeit nicht innerhalb von drei Tagen wiederauflebt.
  • Sind mit dem Reiseveranstalter eigene AGBs vereinbart worden, so sind die Regelungen dieser Verträge einschlägig.
  • Sind im Beherbergungsvertrag keine vertragliche Vereinbarung für den Fall des Eintretens höherer Gewalt getroffen wurden, hat der Hotelier keinen Anspruch auf das Beherbergungsentgelt oder Stornogebühren.
    Hier kommt die gesetzlich geregelte Mietzinsbefreiung für außerordentliche Zufälle zur Anwendung. Diese Mietzinsbefreiung gilt dann, wenn die Unbenutzbarkeit auf Umständen beruht, die außerhalb des Mietobjekts liegen.
  • Da es bei einem Ausreiseverbot auch keine alternativen Anreisemöglichkeiten gibt und es höchst unwahrscheinlich ist, dass die Anreise zu einem späteren Zeitpunkt – innerhalb des Zeitraums der Zimmerbuchung – wieder möglich wird, wird eine dauernde Unmöglichkeit der gesamten Leistung vorliegen.

1.2. Reisende denen eine Anreise möglich ist

Ist dem Individualreisenden eine Anreise möglich, so hat bei Stornierung durch den Gast dieser auch die vereinbarten Stornogebühren zu leisten. Auch für den Fall der Stornierung durch den Gast aufgrund einer Erkrankung hat der Gast die vereinbarten Stornogebühren zu leisten.

Die Beweisbarkeit einer Anreisemöglichkeit sowie die Einbringlichkeit der Stornogebühren vermag aber in der Praxis problematisch werden.

2. Auflösung des Beherbergungsvertrages durch den Hotelier

2.1. Reisende die von einem Ausreiseverbot betroffen sind

  • Nach den AGBHs kann der Hotelier den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist auflösen, wenn die Vertragserfüllung durch ein als höhere Gewalt zu wertendes Ereignis unmöglich wird. Nach Meinung des Fachverbandes Hotellerie ist das Ausreiseverbot für Gruppenreisende als solches Ereignis höherer Gewalt zu bewerten.
    Bei Vertragsauflösung durch den Hotelier besteht gegenüber dem Gast kein Anspruch auf das Beherbergungsentgelt oder Stornogebühren.
  • Sind eigene AGBs vereinbart worden, so sind diese vertraglichen Regelungen heranzuziehen.
  • Wurde im Beherbergungsvertrag keine vertragliche Vereinbarung für den Fall des Eintretens höherer Gewalt getroffen wurden, hat der Hotelier keinen Anspruch auf das Beherbergungsentgelt oder Stornogebühren.
    Hier kommt die gesetzlich geregelte Mietzinsbefreiung für außerordentliche Zufälle zur Anwendung. Diese Mietzinsbefreiung gilt dann, wenn die Unbenutzbarkeit auf Umständen beruht, die außerhalb des Mietobjekts liegen.

2.2. Gäste die aufgrund einer Erkrankung nicht anreisen

  • Laut den Bestimmungen der AGBHs ist der Hotelier berechtigt, den Beherbergungsvertrag mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund aufzulösen, insbesondere wenn der Vertragspartner von einer ansteckenden Krankheit oder einer Krankheit, die über die Beherbergungsdauer hinausgeht, befallen wird oder sonst pflegedürftig wird.
    In einem solchen Fall kann der Hotelier den erkrankten Gast nicht weiter beherbergen und muss den Krankheitsfall dem Gesundheitsministerium melden. Ohne das Vorliegen eines ärztlichen Attestes, wird von der Ablehnung eines Hotelgastes abgeraten.
  • Sind eigene AGBs vereinbart worden, so sind diese vertraglichen Regelungen heranzuziehen.

Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der Autoren oder des Fachverbandes Hotellerie ist ausgeschlossen.