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Coronavirus - Informationen für die Hotellerie

Serviceplattform openhotels.at und FAQ zu allen Themen für die Hotellerie
Hotels dürfen ab dem 29.05. wieder öffnen. ⇒ Aktuelle Informationen

Serviceplattform openhotels.at

Neue Serviceplattform openhotels.at hilft bei der Suche nach geöffneten Hotels in Österreich - Betriebe, die freie Zimmer zur Verfügung haben, können sich ab sofort registrieren.

  • Beherbergungsbetriebe können sich dort rasch und unkompliziert registrieren, wenn Sie für Schlüsselarbeitskräfte von Unternehmen – z. B. Personenbetreuer, Mitarbeiter aus dem Lebensmittelhandel, Monteure – und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen Zimmer anbieten wollen.
  • Alle Unternehmen die Unterkünfte suche, finden diese gefiltert nach Bundesland und Bezirk.

Alle Informationen zur Registrierung finden sie unter wko.at/offene-hotels.

Bestätigung Schlüsselarbeitskraft: Für unverzichtbare Mitarbeiter empfehlen wir, eine Bestätigung auszustellen, die bei Bedarf der Polizei vorgezeigt werden kann. Die Bestätigung kann in allen Betrieben verwendet werden, die aktuell zulässige Tätigkeiten nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz ausüben. Diese Tätigkeiten können unter den Begriff der „Daseinsvorsorge“ subsumiert werden.

FAQS 

Einschränkungen und Betriebsschließungen

Handlungsempfehlungen

Unterstützungsmaßnahmen

Arbeitsrecht und Mitarbeiter

Storno von Hotelzimmern, Umgang mit Gästen


Einschränkungen und Betriebsschließungen

1. Welche Regelungen/Betretungsverbote gelten für Beherbergungsbetriebe?

Update 28.4.2020:

Die Bundesregierung hat nun die angekündigte Verordnung, wonach die touristische Nutzung von Beherbergungsbetriebe in ganz Österreich ab 4.4.2020 bis 30.4.2020 untersagt ist, erlassen. In der Pressekonferenz vom 28.04.2020 wurde angekündigt, dass das Betretungsverbot bis einschließlich 28.5. verlängert wird. Touristische Nächtigungen können jedoch wieder ab dem 29.5 stattfinden.

Die Verordnung regelt nun klar, dass Beherbergungsbetriebe im genannten Zeitraum nicht „zum Zweck der Erholung und Freizeitgestaltung“ betreten werden dürfen. Ausgenommen von diesem Betretungsverbot sind:

  • Personen, die sich am 4.4.2020 bereits in Beherbergung befinden, für die im Vorfeld vereinbarte Dauer der Beherbergung,
  • zum Zweck der Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen,
  • aus beruflichen Gründen oder
  • zur Stillung eines dringenden Wohnbedürfnisses (z.B. wenn die eigene Wohnung aufgrund eines Wasserrohrbruchs unbewohnbar wird.)
  • zu Ausbildungszwecken gesetzlich anerkannter Einrichtungen,
  • von Kurgästen und Begleitpersonen in einer Kuranstalt, die gemäß § 42a KAKuG, BGBl. Nr. 1/1957, als Beherbergungsbetrieb mit angeschlossenem Ambulatorium gemäß § 2 Abs. 1 Z 5 KAKuG organisiert ist,
  • von Schülern zum Zwecke des Schulbesuchs (Internate, Lehrlingswohnheime).

Auch die Nutzung von Beherbergungsbetrieben zum Zweck des "Home-Office", ist nach der derzeitigen Rechtslage zulässig.

An diese Beherbergungsgäste dürfen auch nach wie vor Speisen verabreicht und Getränke ausgeschenkt werden.

Die Verordnung dient vor allem der Klarstellung, denn auch bisher war die touristische Nutzung von Beherbergungsbetrieben aufgrund der von der Regierung verhängten Ausgangssperren nicht mehr möglich.

Neu ist, dass es nun auch für die Bundesländer Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Wien und das Burgenland ein bundesweit offiziell verordnetes Betretungsverbot der Betriebe, zum oben angeführten Zweck der Erholung und Freizeitgestaltung, gibt.

Damit kommen auch die entsprechenden Strafbestimmungen zur Anwendung: Personen die einen Beherbergungsbetrieb zur Erholung oder zur Freizeitgestaltung betreten sind mit einer Geldstrafe bis 3.600 Euro zu bestrafen, Inhaber von Beherbergungsbetrieben die nicht dafür Sorge tragen, dass das Betretungsverbot eingehalten wird mit einer Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro.

Durch die nun erfolgte Klarstellung des Ministeriums ist auch weiterhin die Nutzung der -  von der Hotellerie der WKO initiiere - Plattform openhotels.at möglich. Betriebe, die freie Zimmer für die oben genannten Personengruppen anbieten wollen, können sich unter diesem Link registrieren: Registrierung. Dort werden Sie dann leicht von Unternehmen gefunden, die Unterkünfte für ihre Mitarbeiter suchen.

2. Welche weiteren Maßnahmen gelten, z.B. für Veranstaltungen?

» Aktuelle Maßnahmen der Bundesregierung


Handlungsempfehlungen 

1. Gibt es Handlungsempfehlungen was ich jetzt zu tun habe, wenn mein Betrieb geschlossen wurde bzw. ich den Betrieb selbst schließen muss?

Alle Empfehlungen - Kontaktaufnahme mit der Hausbank, Stundungsvereinbarungsmöglichkeiten, Kontaktaufnahme mit Lieferanten, Kontaktaufnahme mit Gästen, Marketingmaßnahmen, Mitarbeiter - für Sie auf einen Blick:

Kontaktaufnahme mit der Hausbank: Sicherstellung der Liquidität. Die Hausbank kann über Schließung oder geplante Betriebsmaßnahmen informiert werden und es können Gespräche zur Verschiebung von Ratenzahlungen etc. vereinbart werden.

Stundungsvereinbarungsmöglichkeiten - Steuern, Sozialversicherung:

  • Wir empfehlen Stundungsmöglichkeiten soweit möglich jetzt in Anspruch zu nehmen. Sollte später der Überziehungsrahmen in Anspruch genommen werden müssen fallen Zinsen an, die bei einer zinsfreien Stundung jetzt wegfallen.

  • Steuern: Durch wirtschaftliche Notlage oder Liquiditätsengpässe aufgrund der Covid-19 Krise gibt es jedenfalls die Möglichkeit eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern (ESt, KÖSt) zu beantragen. Als wirtschaftliche Notlage zählen laut Information des BMF auch außergewöhnlich hohe Stornierungen von Hotelreservierungen. Zusätzlich kann beantragt werden, dass die Stundungszinsen auf null herabgesetzt werden. Mehr zur Sonderregelung: WKO.at-SteuerinfoInfo des BMF | direkt zum Antrag
  • Sozialversicherung: Wer vom Coronavirus direkt oder indirekt durch Erkrankung und Quarantäne betroffen ist oder mit massiven Geschäftseinbußen rechnet und dadurch Zahlungsschwierigkeiten hat, wird von der SVS bestmöglich unterstützt. Die SVS bietet allen SVS-Versicherten Stundungen für die Beitragszeiträume Februar, März und April 2020
    • Für Betriebe die von der „Schließungsverordnung“ oder einem Betretungsverbot nach dem Epidemiegesetz betroffen sind erfolgt eine automatische Stundung der Beiträge.
    • Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK um Stundung ansuchen. Der formlose Antrag hat die coronabedingten Probleme zu beinhalten und ist an die jeweilige regionale Servicestelle zu richten.
    • Für die Dauer der Stundungen fallen keine Verzugszinsen an.
    • Die Einbringungsmaßnahmen werden für die Monate Februar, März, April 2020 ausgesetzt (keine Exekutions- und Insolvenzanträge, keine Säumniszuschläge).
      Auch empfehlen wir den Kontakt mit der Gemeinde um Stundungsmöglichkeiten betreffend Gemeindesteuern zu klären (Grundsteuer etc.).
  • AKM-Entgelt

    Für alle gewerblichen Hotel- und Beherbergungsbetriebe, werden von Seiten der AKM die Lizenzverträge, ohne dass eine Meldung des Betriebes an die AKM notwendig ist, automatisch ruhend gestellt (dies entspricht einer Aussetzung des AKM-Lizenzvertrages). Für den Zeitraum der verordneten Schließung (16.03.2020 – 24.04.2020) fällt kein AKM-Entgelt an!

    Dies umfasst auch jene gewerblichen Hotel- und Beherbergungsbetriebe, die zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur (z.B. Beherbergung von Schlüsselarbeitskräften) weiter geöffnet haben.

  • GIS-Gebühren

    Die GIS akzeptiert bei allen Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise schließen müssen/mussten, eine GIS-Abmeldung anhand eines formlosen Schreibens (E-Mail an kundenservice@gis.at) des Betriebes an die GIS oder alternativ eines Anrufs auf der GIS-Service-Hotline unter 0810 00 10 80 mit Nennung der Teilnehmernummer sowie einer kurzen Darstellung der betrieblichen Situation. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Seite des Veranstalterverbands Österreich.

Kontaktaufnahme mit Lieferanten:

  • Zahlungsziele offener Rechnungen überprüfen
  • Überprüfung der Verschiebungsmöglichkeit von Lieferterminen. Denkbar ist, dass nach dem Wiederaufsperren teilweise Lieferungen länger benötigen. Eventuell können frühere Lieferung mit späterer Rechnung vereinbart werden)
  • Überprüfung der Verschieben von vertraglich vereinbarten neuen Anschaffungen

Kontaktaufnahme mit Gästen, auch jenen die für die Zukunft gebucht haben:
Möglichkeiten der Stornierung bzw. Umbuchungen besprechen

Marketingmaßnahmen: Vorerst nur gute Kommunikation auf Webseite, größere Marketingmaßnahmen oder laufende digitale Marketingaktionen aussetzen oder verschieben und wenn die Öffnung wieder absehbar ist, ersparte Beträge in größere Marketingaktionen investieren.

Mitarbeiter:

  • Vereinbaren Sie mit Ihren Mitarbeitern den Abbau von Zeitguthaben und Urlaub. Das verschafft Zeit für die Prüfung von notwendigen weiteren Personalmaßnahmen.
  • Durch die (befristete) Reduktion der Arbeitszeit kann auf einen verringerten Arbeitsbedarf eingegangen werden.
  • Nutzen Sie die Zeit für Weiterbildung durch Vereinbarung einer Bildungskarenz.
  • Vereinbaren Sie unbezahlten Urlaub/Karenz.
  • Vereinbarung von Kurzarbeit: Alle Informationen zum Kurzarbeitsmodell
  • Bei Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verringerung des Personalstandes, prüfen Sie die Möglichkeiten von Aussetzungsverträgen. Durch eine Wiedereinstellungszusage können Sie Arbeitnehmern Perspektive geben und Stammpersonal halten.
  • Prüfung der Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verringerung des Personalstandes. Ein Personalabbau ist nur letztes Mittel.

Überprüfung Mietzinsreduktion bei angemieteten Geschäftsräumlichkeiten:

Basierend auf den geltenden Regelungen (insb. §§ 1096 und 1104 ABGB) ist laut Auskunft der Behörden aufgrund der geltenden Rechtslage davon auszugehen, dass im Falle der aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung voraussichtlich eine Mietzinsminderung bzw. auch der gänzliche Mietzinsentfall für die Dauer der Beschränkung durchsetzbar ist.

Zu beachten ist, dass die gesetzlichen Regelungen nicht zwingend sind und vertraglich geändert werden können. Es ist daher in jedem Einzelfall zu überprüfen, ob und inwieweit hier im jeweiligen Bestandvertrag vom gesetzlichen Modell abgewichen wurde. Ferner bleibt abzuwarten, ob die unabhängigen Gerichte der obigen Rechtsauffassung folgen werden.

Inwieweit der Gesetzgeber weitere zeitlich beschränkte Maßnahmen ergreifen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Cyber-Security

Der Einsatz einer privaten Hardware und Software ist meist mit geringeren Sicherheitsstandards für Unternehmenszwecke verbunden. Cyberkriminelle nutzen nun diese Krisensituation gezielt aus, um daraus Profit zu schlagen: Es wird zum Beispiel häufig versucht, über sogenannte „Phishing E-Mails und dem Einsatz von „Social-Engineering“, an Login-Daten von Unternehmen zu gelangen.
Detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Risiken und Maßnahmen finden Sie unter www.it-safe.at.

Gerade in Zeiten, in denen die Arbeit vermehrt via „Homeoffice“ erledigt wird, ist die IT- Infrastruktur häufig einer besonderen Belastung ausgesetzt. Wir empfehlen wir Ihnen daher, ein besonderes Augenmerk auf das Thema Cyber-Sicherheit zu legen und Ihre MitarbeiterInnen über die Gefahren zu informieren! 

2. Es sind Sofortmaßnahmen zur Unterstützung für touristische Betriebe angekündigt worden. Wo finde ich nähere Informationen?

Alle Informationen zu den beiden Maßnahmen – Haftungen für Überbrückungsfinanzierungen für stark betroffene KMU und der Kostenübernahme für diese Haftungen durch das Tourismusministerium.


Unterstützungsmaßnahmen

1. Das Betreten eines Beherbergungsbetriebe ist untersagt. Gibt es eine Entschädigung?

Es ist zwischen dem Betretungsverbot nach der Covid-19 Verordnung (BGBl II 98/2020) - dieses gilt bundesweit - und der Stilllegung oder Einschränkung eines Betriebes gem. § 20 Epidemiegesetz zu unterscheiden.

Bei einem Betretungsverbot gem. Covid-19 Verordnung liegt keine Stilllegung oder Einschränkung eines Betriebes gem. § 20 Epidemiegesetz vor. Daher gibt es bei einem Betretungsverbot nach der Covid-19-Verordnung auch keinen Anspruch auf Entschädigung gem. § 32 Epidemiegesetz.

Mögliche Unterstützungsmaßnahmen beim österreichweit verordneten Betretungsverbot nach der Covid-19-Verordnung sind:

» Alle Informationen zu diesen Maßnahmen im Überblick

2. Mein Betrieb wurde auf Grundlage des Epidemiegesetz 1950 behördlich geschlossen. Habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Beherbergungsbetriebe in den Bundesländern Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg wurden jeweils durch Verordnungen der Bezirksverwaltungsbehörden nach § 20 Epidemiegesetz 1950 behördlich geschlossen. Mit Ende März wurden diese Verordnungen wieder aufgehoben. Es folgten bundesweite Maßnahmen nach dem COVID-19-Maßnahmengesetz.

Für betroffene Beherbergungsbetriebe besteht nun die Möglichkeit, für den Zeitraum der behördlichen Schließungen, den nachgewiesenen Verdienstentgang geltend zu machen. Ein Antrag ist binnen 6 Wochen ab Aufhebung der verordneten Maßnahmen bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu stellen.

Hinsichtlich der Detailfragen steht Ihnen Ihre Fachgruppe selbstverständlich unterstützend zur Verfügung.

Fristen, Antragsformulare und Kontaktinformationen:

Kärnten
Betroffener Zeitraum: 14.03. bzw. 15.03 -30.03.2020
Antragstellung bis spätestens: 11.05.2020
(Vorläufges) Musterantragsformular

Kontakt der Fachgruppe Kärnten:
Tel.: +43 662 88 88 248
E-Mail: hotellerie@wkk.or.at

Salzburg
Betroffener Zeitraum: 16.03.-27.03.2020
Eventualanträge können auch für den, über den 28.3.2020 hinausgehenden Zeitraum gestellt werden.
Antragstellung bis spätestens: 08.05.2020

Ein Musterantragsformular finden Sie hier:
Muster-Formular
Zusatzinformationen der Fachgruppe

Kontakt der Fachgruppe Salzburg:
Telefon+43 662 88 88 248
E-Mail: hotellerie@wks.at

Tirol
Betroffener Zeitraum: 16.03- 25.03.2020
Antragstellung bis spätestens: 06.05.2020

Musterantragsformular
Beilage 1
Beilage 2

Kontakt der Fachgruppe Tirol:
Telefon:+43 5 90 905 1219
E-Mail: hotelsterne@wktirol.at

Vorarlberg
Betroffener Zeitraum: 16.03-27.03.2020
Antragstellung bis spätestens: 08.05.2020

Ein Musterantragsformular samt Beilagen finden Sie hier:

Antrag auf Entschädigung nach dem Epidemiegesetz
Beilage 1 zum Antrag
Beilage 2 zum Antrag
Nutzerhinweise zum Verfahren und Muster-Antrag

Kontakt der Fachgruppe Vorarlberg:
Telefon: +43 5522 305 92
E-Mail: hotellerie@wkv.at


Arbeitsrecht und Mitarbeiter

1. Wo finde ich alle Informationen zur Kurzarbeit?

Alle Informationen zur Kurzarbeit – Factsheet, Antragsformulare, Sozialpartnervereinbarungen, Berechnungsbeispiele - finden Sie auf unserer Info-Seite.

2. Ein Mitarbeiter vermutet selbst erkrankt zu sein. Wie ist vorzugehen?

Kehrt ein Arbeitnehmer aus einem vom Coronavirus betroffenen Gebiet zurück oder hatte er Kontakt zu einem nachgewiesenermaßen an Covid-19 Erkrankten und zeigt binnen 14 Tagen Symptome wie Fieber, Atembeschwerden, Husten, empfiehlt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES):

  1. zu Hause zu bleiben,
  2. die telefonische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 zur weiteren Vorgangsweise zu kontaktieren und
  3. die zuständige Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat) zu kontaktieren. 

3. Welche Schutzmaßnahmen kann man treffen?

Die AGES empfiehlt - wie bei der saisonalen Grippe - folgende Maßnahmen:

  • Mehrmals tägliches Händewaschen mit Wasser und Seife.
  • Bedecken des Mundes und Nase mit einem Papiertaschentuch bei Husten oder Niesen.
  • Vermeidung von direktem Kontakt zu kranken Menschen.

Hygieneaushang

Download: Hygieneaushang

Weitere Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung:

4. Weitere Arbeitsrechtliche Fragen: Entgeltfortzahlungspflicht für erkrankte Mitarbeiter? Entgeltfortzahlungspflicht unter Quarantäne? 

» Antworten auf die häufigsten Fragen


Storno von Hotelzimmern, Umgang mit Gästen

1. Es wurde nun eine bundesweite Verordnung erlassen, wonach derzeit die touristische Nutzung von Beherbergungsbetrieben in ganz Österreich untersagt ist. Es gibt jedoch Ausnahmeregelungen für jene Gäste, die nicht zum Zweck der Erholung und der Freizeitgestaltung einen Aufenthalt gebucht haben. Wann können nun Stornogebühren verlangt werden?

Laut der Verordnung können Beherbergungsbetriebe nicht „zum Zweck der Erholung und Freizeitgestaltung“ betreten werden. Ausgenommen von diesem Betretungsverbot sind:

  • Personen, die sich am 4.4.2020 bereits in Beherbergung befinden, für die im Vorfeld vereinbarte Dauer der Beherbergung,
  • zum Zweck der Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen,
  • aus beruflichen Gründen oder
  • zur Stillung eines dringenden Wohnbedürfnisses (z.B. wenn die eigene Wohnung aufgrund eines Wasserrohrbruchs unbewohnbar wird)

Gäste die aus oben genannten Gründen einen Aufenthalt gebucht haben

Der Hotelier kann grundsätzlich von diesen Gästen die vereinbarten Stornogebühren verlangen. Allerdings muss immer im Einzelfall überprüft werden, ob die Anreise nicht durch höhere Gewalt (Grenzschließungen, Quarantäne usw.) unmöglich geworden ist.

Gäste die Urlaub gebucht haben (zum Zweck der Erholung und Freizeitgestaltung)

Da der Beherbergungsbetrieb nicht mehr in der Lage ist, die vereinbarten Leistung laut Beherbergungsvertrag zu bieten – was für die Dauer des Betretungsverbots der Fall ist – dann können weder Entgelt noch Stornogebühren vom Gast verlangt werden.

Wir empfehlen Ihnen, sich mit den Gästen aufgrund der derzeitigen Ereignisse in Verbindung zu setzen und die Situation zu schildern. Viele Gäste haben Verständnis und sind gerne bereit Umbuchungen und Gutscheine zu akzeptieren, auch wenn sie dazu nicht verpflichtet sind.

Bei Fragen zu allen Einzelfällen unterstützt Sie Kammer Sie in gewohnter Weise – melden Sie sich einfach per Telefon oder Mail bei Ihrer Fachgruppe oder beim Coronainfopoint wko.at/corona.

2. Es wurde nun eine bundesweite Verordnung erlassen, wonach derzeit die touristische Nutzung von Beherbergungsbetrieben in ganz Österreich untersagt ist. Es gibt jedoch Ausnahmeregelungen für jene Gäste, die nicht zum Zweck der Erholung und der Freizeitgestaltung einen Aufenthalt gebucht haben. Muss ich bereits getätigte Anzahlungen zurücküberweisen?

Auch hier ist, wie in Frage 1 zu unterscheiden, aus welchen Gründen der Beherbergungsvertrag geschlossen wurde. Für Gäste die z.B. aus beruflichen Gründen eine Übernachtung gebucht haben, muss die Anzahlung nicht zurückgezahlt werden.

Für Urlaubsgäste sind Anzahlungen für jenen Zeitraum, in denen der Betrieb aufgrund einer Verordnung nicht betreten werden darf, grundsätzlich zurückzuzahlen.

Wir empfehlen Ihnen, sich mit den Gästen aufgrund der derzeitigen Ereignisse in Verbindung zu setzen und die Situation zu schildern. Viele Gäste haben Verständnis und sind gerne bereit Umbuchungen und Gutscheine zu akzeptieren, auch wenn sie dazu nicht verpflichtet sind.

3. Mein Betrieb ist geöffnet. Inländische Gäste stornieren ihren gebuchten Aufenthalt aufgrund der derzeit geltenden bundesweiten Ausgangsbeschränkung. Kann ich hier Stornogebühren verlangen? 

Die Bundesregierung hat ein Betretungsverbot für öffentliche Orte bis 13.4. ausgesprochen. Aufgrund dieses Betretungsverbotes gibt es eine Einschränkung welche Personen Beherbergungsbetriebe nutzen können. Demnach dürfen Personen nur zu folgendem Zweck öffentliche Orte betreten:

  • Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • zur Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen
  • zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens
  • für berufliche Zwecke
  • öffentliche Orte im Freien dürfen nur alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

Einem Gast der zu Urlaubszwecken anreisen möchte, ist dies somit de facto nicht möglich. Der Hotelier kann grundsätzlich in solchen Fällen keine Stornogebühr verlangen.

Gästen, die aus oben genannten erlaubten Gründen einen Aufenthalt gebucht haben, bspw. aus beruflichen Gründen (Schlüsselarbeitskräfte), ist die Anreise aber grundsätzlich noch möglich.

Bei Fragen zu allen Einzelfällen unterstützt Sie Kammer Sie in gewohnter Weise – melden Sie sich einfach per Telefon oder Mail bei Ihrer Fachgruppe oder beim Coronainfopoint wko.at/corona

4. Expedia weitet "Flex-Policy" für höhere Gewalt aus - Hoteliers werden automatisch in "Stornierungs-Verzicht-Programm" aufgenommen. Wie gehe ich als Hotelier nun vor? 

Expedia gab am 19.3.2020 auf einer seiner Internetseite bekannt, dass die "Flex-Policy" für höhere Gewalt auf alle Buchungen weltweit ausgeweitet wird, die vor dem 19.3.2020 getätigt wurden und ein Aufenthaltsdatum zwischen dem 20.3.2020 und dem 30.4.2020 haben.

Alle Hotels, die nicht aktiv widersprechen, werden automatisch in das sogenannte "Cancellation Waiver Program" aufgenommen. Bei diesem "Stornierungs-Verzicht-Programm" verzichtet die Expedia Group auf Stornierungsgebühren und erstattet Vorauszahlungen von Gästen, die Stornierungen beantragt haben, wenn die Buchung in den genannten Zeitraum fällt.

Hotel-Collect-Buchungen, bestimmte Hotwire-Buchungen und einige Buchungen über Websites von Drittanbietern innerhalb der entsprechenden Zeiträume werden auf Kundenwunsch ebenfalls (kostenfrei!) storniert.

Der Widerspruch hat bis Samstag, 21.3.2020, 6.00 Uhr zu erfolgen. Danach werden Expedias Kunden entsprechend informiert. Da diese extrem kurze Frist bereits verstrichen ist, müssen Hoteliers sich nun aktiv aus dem Programm abmelden – per Opt-out im Expedia Partner Central oder per Mitteilung an den jeweils zuständigen Expedia Market Manager.

Nur wenn sich der Hotelier aktiv aus dem Programm abmeldet, stellt die Expedia Group für Reisende mit nicht erstattungsfähigen Buchungen einen Reisegutschein für ein Jahr in Höhe des Wertes der ursprünglichen Buchung zur Verfügung.

Wenn Sie nicht automatisch in das "Cancellation Waiver Program" aufgenommen werden wollen, empfehlen wir Ihnen schnellstmöglich Kontakt zu Ihrem Expedia Market Managern aufzunehmen und der Aufnahme in das Programm zu widersprechen – am besten schriftlich.

5. Ein Gast, der bereits im Haus ist, hat sich gemeldet und befürchtet krank zu sein. Wie ist vorzugehen?

Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden (Quelle: AGES).

Klagt ein Gast über solche Beschwerden, so ersuchen Sie ihn das Zimmer nicht zu verlassen und kontaktieren Sie die telefonische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 zur weiteren Vorgehensweise (diagnostische Abklärung).

Informieren Sie als Hotelier auch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat).

6. Behinderung der Abreise: Wer trägt die Kosten?

Individualreisende

Wenn Gäste aufgrund von Quarantänemaßnahmen ihren Aufenthalt verlängern müssen, wird seitens des Fachverbandes der Standpunkt vertreten, dass der Hotelier, der einen Aufwand für den Gast tätigt, ein angemessenes Entgelt vom Gast verlangen kann.

Pauschalreise

Im PRG wird für Pauschalreisen, die eine Beförderungsleistung enthalten, ausdrücklich geregelt, dass der Reiseveranstalter die Kosten für die notwendige Unterbringung des Reisenden, nach Möglichkeit in einer gleichwertigen Kategorie, für einen Zeitraum von höchstens drei Nächten zu tragen hat, wenn die vereinbarte Rückbeförderung des Reisenden aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände nicht möglich ist (§11 Abs 7 PRG).

Diese Kostenbeschränkung (gleichwertige Kategorie, höchstens drei Nächte) gilt nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen, für Schwangere und unbegleitete Minderjährige sowie für Personen, die besondere medizinische Betreuung benötigen, sofern der Reiseveranstalter mindestens 48 Stunden vor Beginn der Pauschalreise von den besonderen Bedürfnissen dieser Personen in Kenntnis gesetzt wurde [§ 11 Abs 8 PRG].


Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung der Autoren oder des Fachverbandes Hotellerie ist ausgeschlossen.


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