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Österreichische Gefahrgut-Konferenz 2016

Nachbericht zur Veranstaltung 

Die diesjährige Gefahrgut-Konferenz ist nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2014 und 2015 inzwischen zur bedeutendsten Informationsplattform für den multimodalen Transport von gefährlichen Gütern geworden und hatte heuer folgende Schwerpunkte:

Der erste Tag wurde von KommR Alfred Schneckenreither, Fachverbandsobmann der Spediteure in der WKÖ und Dr Heinz Sommerbauer, CEO Austro Control GmbH eröffnet. Dabei wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit der betroffenen Unternehmen mit den Behörden gerade für den multimodalen Verkehr hervorgehoben.

In den anschließenden Vorträgen wurden die nationalen und internationalen Regulative für Gefahrguttransporte in der Luft näher beleuchtet. Die Gefahrgut-Luftfracht ist sowohl für die Akteure (Verpacker, Versender, Spediteure, Frächter und Groundhändler) als auch für das Überwachungspersonal am Flughafen stets eine besondere Herausforderung. Zudem muss auf akut auftretende Probleme (aktuell zB der Transport von Lithiumbatterien) schnell und unmittelbar reagiert werden.

Im Rahmen einer Flughafenführung wurden nicht nur grundlegende Daten zum Flughafen präsentiert, sondern es wurden auch die Wege des Gefahrguts von der Anlieferung und der Kontrolle bis hin zum Verladen ins Flugzeug gezeigt.

Am ersten Abend stand dann ein Erfahrungsaustausch über Tankwagentransporte im Mittelpunkt. Dies wurde aus der Sicht der Tankwagenhersteller und der Tankwagenprüfer diskutiert, wobei auch die Anforderungen hinsichtlich Befüllung und Qualität der Reinigung zur Sprache kamen.

Zum Abschluss konnte in bilateralen Gesprächen der Erfahrungsaustausch, mit Schmankerl und Weinen aus der Region Römerland Carnuntum, fortgeführt werden.

Der zweite Tag wurde von Mag Julian Jäger, Vorstand Flughafen Wien, mit ergänzenden Daten und Fakten zum Flughafen Wien eröffnet, wobei Mag. Jäger auch die künftige Entwicklung des Hubs vorgestellte.

Die Vorträge des zweiten Konferenztages befassten sich in erster Linie mit den neuen Gefahrgutvorschiften für den Landverkehr, insbesondere für den Transport gefährlicher Güter auf der Straße (ADR 2017). In seinem Vortrag über die nationale Umsetzung hob Mag. Krammer, Leiter der Gefahrgutabteilung im BMVIT, den vielfältigen Anpassungsbedarf hervor, da nicht nur die Änderungen der internationalen Vorschriften für alle 5 Verkehrsträger zu beachten wären, sondern auch neue und geänderte europäische Verordnungen und Richtlinien in die geplante GGBG-Novelle Eingang finden müssen.

Anschließend wurde das digitale Service der Wirtschaftskammer Österreich rund um das Thema Transport und Verkehr sowie im Besonderen die Gefahrgut-Website und die OnlineGefahrgutdatenbank vorgestellt.

Als Schnittstellenthematik zwischen Transport und Lagerung von gefährlichen Gütern hat Dr. Struckl vom BMWFW dann die wichtigsten Inhalte zu den Entwürfen der neuen Verordnung für brennbare Flüssigkeiten und der Aerosolpackungslagerungsverordnung (derzeit Druckgaspackungslagerungsverordnung) vorgestellt und betont, dass es zwar noch keine offizielle Begutachtung gibt, aber die wesentlichen Punkte in einer mehr als zweijährigen Diskussion sowohl mit den Landessachverständigen als auch mit den Sozialpartnern und dem Arbeitsinspektorat abgestimmt sind.

Zum Abschluss der Konferenz wurde auf die Besonderheiten des Gefahrgut-Seetransports eingegangen, wobei insbesondere auf die Beachtung des neuen CTU-Code (Vorgaben zur richtigen Verladung und Sicherung von Beförderungseinheiten und Containern) hingewiesen wurde. Die für die Praxis des Transports gefährlicher Güter auf See wichtigste und einschneidende Änderung, nämlich die Angabe der „bestätigten Bruttomasse“ (VGMverified gross mass) vor Verladung auf das Schiff, wurde von DI Schwammenhöfer, Logistikbeauftragter des BMVIT, präsentiert, wobei er auch die Umsetzung in anderen Ländern der EU beleuchtete. Die verpflichtende Angabe der „VGM“ wurde durch das neue SOLAS-Übereinkommen eingeführt und ist bereits seit 1. Juli 2016 zu beachten.

Den fachlichen Rahmen der Konferenz bildeten die Aussteller Alex Breuer GmbH, Allsafe Jungfalk GmbH & Co KG, Billitz GmbH, DEKRA Austria Automotive GmbH, DENIOS GmbH, Ecomed Storck GmbH, Rainer GmbH, Saexinger GmbH, TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH, Verkehrsverlag-Meixner.

Folgende Sponsoren haben die Österreichische Gefahrgut-Konferenz 2016 begleitet: ASA, Flughafen Wien, OMV, Römerland Carnuntum, WKÖ Bundessparte Transport und Verkehr und VÖTS. Mehr als 120 Teilnehmer haben die Bedeutung dieser Konferenz einmal mehr unter Beweis gestellt.

Vorträge und Fotos finden sich auf der Homepage www.gefahrgutkonferenz.at.

Die Österreichische Gefahrgut-Konferenz 2017 wird am 22. November 2017 in Salzburg stattfinden.