th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Covid-19 Unternehmenshilfen – Überblick über finanzielle Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen für die Busbranche

Informationen für die Branche

1. Covid-19 Unternehmenshilfen – Überblick 

2. Instrument „Ausfallsbonus“, Anhebung der Beihilfendeckel

Neben der höchst erfreulichen Tatsache, dass die „Obergrenze beim Fixkostenzuschuss II von 800.000 auf 1,8 Millionen Euro pro Unternehmen“ bzw. der „Verlustersatz von 3 Millionen auf 10 Millionen Euro“ erhöht wurden, wurden am 16.02.2021 neue Wirtschaftshilfen vorgestellt:

2.1. Ausfallsbonus (VS: mind. 40% Umsatzentfall im aktuellen Monat!):

  • Der Ausfallsbonus (15% des Monatsumsatzes, max. 30.000 Euro) ist für alle Branchen geeignet.
  • Zusätzlich zum Ausfallbonus kann auch ein Vorschuss auf den FKZ II (15% des vergleichbaren Monatsumsatzes, max. 30.000 Euro) gestellt werden. Dieser Vorschuss kann optional unabhängig vom Ausfallbonus beantragt werden. Damit verpflichtet sich der Antragsteller bis spätestens 31.12.2021 einen FKZ II Antrag einzubringen. (Anmerkung: Sobald der FKZ II über den Steuerberater eingebracht wurde, kann für den beantragten Zeitraum kein Vorschuss mehr beantragt werden!)
  • Branchen, die bereits einen Umsatzersatz erhalten haben (zB. Reisebusbetrieb, Schifffahrt – soweit Betrieb auch im Nov/Dez 2019 geöffnet wurde), können den Ausfallsbonus ab sofort beginnend mit Jänner 2021 beantragen. Im BMF-Antrag ist dazu im Wesentlichen nur der Monatsumsatz für Jänner 2021 einzutragen (WICHTIG: Ausfüllhilfe des BMF ist dabei zu beachten, falls beispielsweise auch Reiseleistungen gem. § 23 USTG erbracht werden!). In weiterer Folge erfolgt der Antrag monatsweise und ist ab 16. des Folge-Monats (bis zum 15. des drittfolgenden Monats) möglich.

2.2. Verdoppelung des Ausfallsbonus im März + April 2021

Um den Unternehmen im März und April 2021 noch einmal rasch Liquidität zu geben, wird der Ausfallsbonus für diese Monate erhöht:

  • Statt 15 Prozent Ausfallsbonus können 30 Prozent beantragt werden. Gemeinsam mit den 15 Prozent-Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss können somit 45 Prozent des Umsatzrückgangs  beantragt werden.
  • Zudem wird die Obergrenze für den Ausfallsbonus für März und April von 30.000 auf 50.000 Euro angehoben. Damit können bis zu 80.000 Euro an Ausfallsbonus und Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss beantragt werden.
  • Beantragbar ist der erhöhte Bonus für März ab 16. April. 

Die wichtigsten Informationen zum Ausfallsbonus sind hier zu finden:

3. Einmaliger Kurzarbeitsbonus für Busunternehmen im März 2021

  • Wer kann den Kurzarbeitsbonus in Anspruch nehmen? Betriebe, die seit November 2020 durchgehend aufgrund der Schutzmaßnahmenverordnungen des BMSGPK geschlossen waren. Busbetriebe gehören ÖNACE 2008 Klassifikation „49.39-9 Sonstige Personenbeförderung im Landverkehr a.n.g.“.
  • Wie wird der gesamte Kurzarbeitsbonus gegenüber dem AMS geltend gemacht? Dies erfolgt durch eine Anhebung der "Bemessungsgrundlage" (Brutto vor Kurzarbeit) um den Betrag von 950 Euro.
  • Wie hoch ist der Kurzarbeitsbonus? Die Kurzarbeitsbeihilfe erhöht sich durch die Anhebung der „Bemessungsgrundlage“ (Brutto vor Kurzarbeit) bei vollständigem Arbeitszeitausfall im März 2021 um rund 1.100 Euro. Davon entfallen ca. 175 Euro netto auf den Arbeitnehmer, bis zu 825 Euro netto auf den Arbeitgeber (abhängig vom Arbeitszeitausfall) und der Rest auf Steuern und Abgaben für das erhöhte Arbeitnehmer-Entgelt. Der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil kann bei vollständigem Arbeitszeitausfall im März 2021 geringfügig nach oben abweichen, in seltenen Fällen auch geringfügig nach unten.
  • Um wie viel ist das Bruttoentgelt während Kurzarbeit zu erhöhen, um die ca. 175 Euro netto Kurzarbeitsbonus für den Arbeitnehmer sicherzustellen? Aus Vereinfachungsgründen ist das Mindestbruttoentgelt laut Tabelle bis zu einem Bruttoentgelt während Kurzarbeit von unter 1.700 Euro um mindestens 300 Euro brutto zu erhöhen. Ab einem Bruttoentgelt während Kurzarbeit von 1.700 Euro ist das Bruttoentgelt um mindestens 350 Euro zu erhöhen. Der Anteil, der dem Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin zusteht (350 Euro oder 300 Euro brutto), erhöht direkt das Mindestbruttoentgelt (nicht das "Bruttoentgelt vor Kurzarbeit").
  • Berechnungsbeispiel, wie beim Kurzarbeitsbonus vorzugehen ist (Berechnungen stützen sich auf den AMS-Kurzarbeitsbeihilfen-Rechner und den Brutto-Netto Rechner des BMF - für die Richtigkeit der Berechnung übernimmt die BG Bus keine Haftung):
    • Bruttoentgelt vor Kurzarbeit/Monat (ohne Kurzarbeitsbonus, DN 1 Jahr Betriebszugehörigkeit lt. KV Bus 2020) 2.241,21 Euro
    • Das ergibt bei einem 100%igen Arbeitsausfall und dem entsprechenden Mindestbruttoentgelt während Kurzarbeit von 1.743,46 Euro/Monat eine Kurzarbeitsbeihilfe von 2.894 Euro/Monat.
    • Durch eine Erhöhung des Bruttoentgelt vor Kurzarbeit/Monat von 2.241,21 Euro auf 3191,21 Euro (+ 950 Euro) ergibt sich bei einem 100%igen Arbeitsausfall eine um rund 1.150 Euro erhöhte Kurzarbeits-beihilfe von in 4.043 Euro.
    • Lohnverrechnung für März (mit der Weitergabe an den Arbeitnehmer): Das Mindestbruttoentgelt während Kurzarbeit wird um 350 Euro erhöht und beträgt im März (statt 1.743,46 Euro wie in den restlichen Monaten) 2.093,46 Euro (= +350 Euro). Das ergibt ein um rund 171 Euro erhöhtes Nettoentgelt für den Arbeitnehmer im März.

Die wichtigsten Informationen zum „Kurzarbeitsbonus“ sind hier zu finden:

4. Neue Sozialpartnervereinbarungen ab April 2021

Am 1. 4. 2021 startet die Corona-Kurzarbeit bereits in ihre 4. Phase, die bis zum 30. 6. 2021 andauert. Grundsätzlich wird die Corona-Kurzarbeit zu gleichen Bedingungen wie in Phase 3 weitergeführt, wodurch sich nur geringfügige Änderungen der Sozialpartnervereinbarung ergeben. Die Nettoersatzrate bleibt bei 80 bis 90 %; die Arbeitszeit kann im Normalfall auf bis zu 30 % reduziert werden. In Busbetrieben, die leider weiterhin von behördlichen Schließungen betroffen sind, ist auch eine Unterschreitung dieser Mindestarbeitszeit möglich.

Für Kurzarbeitsanträge ab 1. 4. 2021 wurden nun kürzlich die neuen Sozialpartnervereinbarungen (Formularversion 9) veröffentlicht. Für die Phase 4 sind ausschließlich diese neuen Formulare (Sozialpartnervereinbarung Einzelvereinbarung bzw Sozialpartnervereinbarung BV) zu verwenden.

5. Neuregelung der Corona-Kurzarbeit ab 1. Juli 2021

  • Auf der WKÖ Website sind alle Informationen zu den wichtigsten Bestimmungen für Unternehmen betreffend Corona-Kurzarbeit verfügbar.
  • Die Phase 4 der Corona-Kurzarbeit läuft mit Ende Juni 2021 aus. Um die weiter von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen besonders treffsicher zu unterstützen, haben sich Sozialpartner und Bundesregierung auf folgende Neuregelung der Corona-Kurzarbeit geeinigt. Die Kurzarbeit steht zukünftig in 2 Varianten zur Verfügung: Corona-Kurzarbeit ab 1. Juli 2021 im Überblick - news.wko.at
Stand: