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Covid-19 Unternehmenshilfen – Überblick über finanzielle Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen 

Information für das Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen

1. Covid-19 Unternehmenshilfen – Überblick

2. Instrument „Ausfallsbonus“, Anhebung der Beihilfendeckel

Neben der höchst erfreulichen Tatsache, dass die „Obergrenze beim Fixkostenzuschuss II von 800.000 auf 1,8 Millionen Euro pro Unternehmen“ bzw. der „Verlustersatz von 3 Millionen auf 10 Millionen Euro“ erhöht wurden, bestehen derzeit folgende Wirtschaftshilfen:

2.1. Ausfallsbonus (VS: mind. 40% Umsatzentfall im aktuellen Monat!):

  • Der Ausfallsbonus (15% des Monatsumsatzes, max. 30.000 Euro) ist für alle Branchen geeignet.
  • Zusätzlich zum Ausfallbonus kann auch ein Vorschuss auf den FKZ II (15% des vergleichbaren Monatsumsatzes, max. 30.000 Euro) gestellt werden. Dieser Vorschuss kann optional unabhängig vom Ausfallbonus beantragt werden. Damit verpflichtet sich der Antragsteller bis spätestens 31.12.2021 einen FKZ II Antrag einzubringen. (Anmerkung: Sobald der FKZ II über den Steuerberater eingebracht wurde, kann für den beantragten Zeitraum kein Vorschuss mehr beantragt werden!)
  • Branchen, die bereits einen Umsatzersatz erhalten haben (zB. Reisebusbetrieb, Schifffahrt – soweit Betrieb auch im Nov/Dez 2019 geöffnet wurde), können den Ausfallsbonus ab sofort beginnend mit Jänner 2021 beantragen. Im BMF-Antrag ist dazu im Wesentlichen nur der Monatsumsatz für Jänner 2021 einzutragen (WICHTIG: Ausfüllhilfe des BMF ist dabei zu beachten, falls beispielsweise auch Reiseleistungen gem. § 23 USTG erbracht werden!). In weiterer Folge erfolgt der Antrag monatsweise und ist ab 16. des Folge-Monats (bis zum 15. des drittfolgenden Monats) möglich.
  • Branchen, die bisher keinen Umsatzersatz erhalten haben (das Personenbeförderungsgewerbe mit PKW), können den Ausfallbonus auch RÜCKWIRKEND für November 2020 + Dezember 2020 beantragen. Der Antrag für alle 3 Monate kann seit 16.2.2021 im Finanz-ONLINE gestellt werden.

2.2. Verdoppelung des Ausfallsbonus im März + April 2021

Um den Unternehmen im März und April 2021 noch einmal rasch Liquidität zu geben, wird der Ausfallsbonus für diese Monate erhöht:

  • Statt 15 Prozent Ausfallsbonus können 30 Prozent beantragt werden. Gemeinsam mit den 15 Prozent-Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss können somit 45 Prozent des Umsatzrückgangs  beantragt werden.
  • Zudem wird die Obergrenze für den Ausfallsbonus für März und April von 30.000 auf 50.000 Euro angehoben. Damit können bis zu 80.000 Euro an Ausfallsbonus und Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss beantragt werden.
  • Beantragbar ist der erhöhte Bonus für März ab 16. April. 

Die wichtigsten Informationen zum Ausfallsbonus sind hier zu finden:

2.3.Lockdown-Umsatzersatz II für indirekt erheblich betroffene Unternehmen (VS: 50% Umsatzzusammenhang mit Lockdown-Branche + 40 Umsatzeinbruch)

  • Dieser Umsatzersatz ist nur für jene Branchen geeignet, die mindestens 50% des Umsatzes mit Unternehmen erzielen, die in direkt vom Lockdown betroffenen Branchen tätig sind (= Umsatzzusammenhang) oder mindestens 50% seiner Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen im Auftrag Dritter erzielen. Im Betrachtungszeitraum muss ein mindestens 40%iger Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr (November/Dezember 2019) nachgewiesen werden.

Die wichtigsten Informationen zum „Lockdown-Umsatzersatz“ sind hier zu finden:

NEU: 2.4. Ausweitung des Härtefallfonds von 12 auf insgesamt 15 Betrachtungszeiträume + zusätzlichen Bonus in der Höhe von 100 Euro für jeden geförderten Betrachtungszeitraum

Seit 16. April kann Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds für das 13. "Corona-Monat" (von 16. März bis 15. April) beantragt werden. Informationen, Kriterien und Beantragung sind auf der WKÖ-Website detailliert dargestellt.

3. Neue Sozialpartnervereinbarungen ab April 2021

Am 1. 4. 2021 startet die Corona-Kurzarbeit bereits in ihre 4. Phase, die bis zum 30. 6. 2021 andauert. Grundsätzlich wird die Corona-Kurzarbeit zu gleichen Bedingungen wie in Phase 3 weitergeführt, wodurch sich nur geringfügige Änderungen der Sozialpartnervereinbarung ergeben. Die Nettoersatzrate bleibt bei 80 bis 90 %; die Arbeitszeit kann im Normalfall auf bis zu 30 % reduziert werden.

Für Kurzarbeitsanträge ab 1. 4. 2021 wurden nun kürzlich die neuen Sozialpartnervereinbarungen (Formularversion 9) veröffentlicht. Für die Phase 4 sind ausschließlich diese neuen Formulare (Sozialpartnervereinbarung Einzelvereinbarung bzw Sozialpartnervereinbarung BV) zu verwenden.

Stand: