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RTR: Neue Richtlinien für den Fernsehfonds Austria

Der nächste Antragstermin für Förderungen des Fernsehfonds Austria ist am 26.1.2016
Stand:

Der nächste Antragstermin für Förderungen des Fernsehfonds Austria wird der 26. Jänner 2016 sein. 
RTR-Geschäftsführer und Chef des Fernsehfonds Austria, Alfred Grinschgl, erläutert im Film, Sound & Media-Interview Details zu den neuen Richtlinien, die mit 1. Oktober 2015 in Kraft treten.

Auf welche Richtlinien dürfen sich Produzenten und Fernsehveranstalter künftig beim Fernsehfonds Austria einstellen?

GRINSCHGL: Wir evaluieren alle paar Jahre unsere Richtlinien, die der Stärkung der Produzentenlandschaft dienen, also der Stärkung der Rechte der Produzenten speziell in der Nachverwertung – Verkäufe ins Ausland und andere Verwertungen. Zugleich nehmen wir Bedacht darauf, dass die Richtlinien weitere besonders wichtige Finanzierungspartner, wie vor allem TV-Anstalten, nicht etwa abschrecken. Das ist immer ein Balance-Akt, die richtigen Maßnahmen zu setzen, aber ich denke wir haben das auch diesmal sehr fair über die Bühne gebracht. Die wesentlichen Neuerungen betreffen zwei wesentliche Punkte: zum einen die Verkürzung der Lizenzzeit für Produktionen, zum anderen die Onlineverwertung.

Wie sehen nun die neuen Lizenzzeiten konkret aus?

GRINSCHGL: Bisher wurden diese so geregelt, dass die TV-Rechte bei Spielfilmen und Dokumentation 7 Jahre lang bei den TV-Anstalten lagen und für Serien 10 Jahre lang. Nun haben wir eine fünfjährige Lizenzzeit vorgeschlagen und werden diese 5 Jahre auch für Produktionen mit eher geringen Finanzierungsanteilen der Fernsehveranstalter vorsehen. Für Produktionen, an denen ein TV-Veranstalter mit mindestens 55 % beteiligt ist oder zwei oder mehrere TV-Veranstalter 60 % des Gesamtproduktionsvolumens übernehmen, gilt wie bisher eine siebenjährige Lizenzperiode für Fernsehfilme und Dokumentationen sowie eine zehnjährige Lizenzzeit für TV-Serien. Die künftige fünfjährige Lizenzzeit gilt daher nicht für alle Filme und Serien, aber ich denke, wir haben hier gewissermaßen für künftige Entwicklungen den Fuß in die Türe gestellt.

Wie sieht die Onlineverwertung aus?

GRINSCHGL: Im Bereich der Onlineverwertung wollten die Produzenten ein exklusives Verwertungsrecht, was bei den TV-Veranstaltern schwer durchzubringen war. So hat man sich nun auf eine Halbierung geeinigt. Das heißt, während der ersten dreieinhalb Jahre - im Falle einer siebenjährigen Lizenzdauer - liegt das Online-Verwertungsrecht sowohl bei den Produzenten als auch bei den TV-Anstalten, danach geht dieses Recht zu hundert Prozent an den Produzenten über. Das ist eine deutliche Erleichterung für die Produzentenseite. Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen und Verbesserungen für die Produzenten wie z. B. die Verkürzung der Ausschnittsrechte von fünf auf drei Minuten. So denke ich, dass wir die Rolle der Produzenten weiter gestärkt haben. Wir versuchen, mit den neuen Richtlinien des Fernsehfonds Austria, einen Beitrag zu leisten, damit die Produzenten einen noch besseren finanziellen Erfolg haben können.

Stichwort Geld: für 2015 ist der Fernsehfonds Austria quasi geleert?

GRINSCHGL: Wir haben heuer mit dem 1. und 2. Antragstermin 13,5 Millionen Euro an Förderungen ausgeschüttet und halten den nächsten Antragstermin am 26. Jänner 2016 ab. Wir werden auch im Jahr 2016 ein Gesamtbudget von 13,5 Millionen Euro für Förderungen zur Verfügung haben. 2015 war jedenfalls ein Jahr mit großen Produktionen (siehe Kasten) und so war es auch nicht ungewöhnlich, dass bereits zur Jahresmitte das gesamte Budget vergeben worden ist.