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Braucht Beratung eine Norm?

„Beratung muss den Menschen erreichen!“ Mit diesem Satz eröffnet Wolfgang Kalb, Unternehmensberater für Organisations- und Personalentwicklung, unser Gespräch. Wir haben uns in einem gemütlichen Kaffee in der Dornbirner Innenstadt getroffen um über die ISO Norm 20700, eine neue internationale Norm für Unternehmensberatungsdienstleistungen, zu sprechen.

Wolfgang Kalb hat vor rund 4 Jahren in die Branche gewechselt. Zuvor war er viele Jahre in Fach- und Führungspositionen in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Organisation in kleinen und mittleren Unternehmen. Er ist durch und durch Praktiker. Es ist ihm wichtig, dass seine Beratungstätigkeit auf Vertrauen und ein gutes Miteinander aufbaut und nicht auf komplizierte, bürokratische Konstrukte. Im ersten Moment ein Gesprächspartner, den man nicht unbedingt mit einer ISO-Norm zusammenbringt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Wolfgang Kalb ist von den Möglichkeiten und den Nutzen, welche die Norm bietet, überzeugt.

Eine „ISO-Norm“ klingt in den Ohren vieler Menschen nach Aufwand und Bürokratie. Trifft das in diesem Fall zu?

Nein eigentlich gar nicht. Die Norm ist als Leitfaden zu verstehen, an den ich mich halten kann. Sie hilft dabei, sich stetig zu verbessern. Gerade kleine Beratungsunternehmen profitieren sicherlich von dieser „Checkliste“. Der Aufwand hält sich aus meiner Sicht in Grenzen, denn viele Punkte sind selbstverständlich und werden schon bisher umgesetzt. Durch die Orientierung an der Norm kann nun die Qualität der Arbeit noch weiter gesteigert und noch besser abgesichert werden. 

Welchen Nutzen bringt die Norm für Berater*innen? Können Sie mir dazu ein ganz konkretes Beispiel nennen?

Die Norm führt durch den Beratungsprozess von A bis Z. Wesentliche Punkte sind zum Beispiel der sorgfältige Abgleich der Erwartungshaltungen im Vorfeld, die gute Dokumentation und die Nähe zum Auftraggeber während des Projekts und der saubere Abschluss einschließlich der Learnings. Die Norm liefert mir zur Vorgehensweise ganz konkret zusätzliche Impulse und Ideen, die ich in meiner Arbeit gleich umsetzen kann. 

Ich persönlich konnte z. B. zur Definition der Erwartungshaltungen und auch zum Projektabschluss wertvolle Inputs mitnehmen. Da diese Punkte ganz wesentlich für den Erfolg einer Beratungsdienstleistung sind, habe ich davon sehr profitiert. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Norm auf unterschiedliche Unternehmensgrößen adaptierbar ist. Dadurch ist sie wirklich für alle anwendbar.

Noch eine abschließende Frage: Warum braucht Beratung überhaupt eine Norm?

Meiner Meinung nach tut eine sichtbare Qualitätssicherung der Beratung gut. Denn um das Image der Branche ist es leider nicht immer zum Besten bestellt. In meiner Zeit als Führungskraft musste auch ich die eine oder andere negative Erfahrung machen. Die Norm steigert das Qualitätsbewusstsein und das führt dazu, dass der Qualitätslevel im Sinne aller weiter steigt.


Die internationale Norm für Unternehmensberatungsdienstleistungen ISO20700 hat als oberstes Ziel, die Transparenz und die Effektivität in den Klientenunternehmen und Unternehmensberatungen zu steigern. Sie versteht sich als praxisnahe Richtlinie, orientiert sich am Ergebnis der Dienstleistung und legt größten Wert darauf, den Klienten-Nutzen der Beratung zu verstehen.

Wolfgang Kalb
© wkv - ubit
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