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8. Medizinprodukte-Lounge - Rückblick

Das österreichische Gesundheitswesen 2030 - Finanzierung aus einer Hand? Patientenzentriert? Innovationsfreundlich?

Die 8. Medizinprodukte-Lounge gemeinsam mit der Fachvertretung Niederösterreich in der Lounge der Wiener Wirtschaft war ein voller Erfolg.

Vortrag

Herr Dr. Clemens Martin Auer (Sektionschef im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz a.D.) betonte, dass es zum gestellten Themenkomplex verschiedene Faktoren gibt, die das Gesundheitswesen bis 2030 beeinflussen und Perspektiven bieten: 

Der Medizinische Fortschritt wird sich weiter beschleunigen. Große weltumspannende Krankheiten haben in europäischen Ländern vergleichsweise wenig mit guter/sehr guter Gesundheitsversorgung zu tun: An der Zusammensetzung der internationalen Aktienindizes lässt sich zum Beispiel der enorme Einfluss jener multinationaler Konzerne ablesen, die mit ihren Produkten zu einem „ungesunden Leben“ beitragen. Nationale Gesundheitssysteme haben im Vergleich dazu einen verschwindend geringen Einfluss.

Nicht die Alterung und der medizinische Fortschritt werden explodierende Gesundheitskosten bringen, sondern schlechte Regulierung, schlechte Steuerung und mangelnde Transparenz.

2030 kann daher ein gutes Jahr für das Gesundheitswesen werden, aber die Voraussetzung ist, dass die - Governance nicht kaputt gemacht werden. 

Niemand in Österreich wird in seiner Existenz bedroht sein, wenn er krank wird.

Aber wir brauchen neue Strukturen bis 2030:

  • bis 2025: 60% der allgemeinen Medizin werden über 65
  • das System muss vor allem in der Primärversorgung besser werden
  • ohne Vernetzung und Datenaustausch wird eine moderne Diagnostik nicht vorstellbar sein. 

Digitalisierung schafft Transparenz  - hingegen ist mangelnde Transparenz teuer! Digitalisierung im Gesundheitswesen ist daher von öffentlichem Interesse.  Barrieren sind in der mangelhaften digitalen Ausstattung der Gesundheitsdienstanbieter zu sehen. Hier ist ein riesiger Digitalisierungsschub notwendig; ELGA ist nur der Beginn.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es dafür ein öffentliches Investment in dem Bereich geben muss. Neue Investitionsbereiche bis 2030: Diagnostik, Monitoring, Telemedizin
Dr. Auer

Der Vortragende stand am Ende des Vortrags für Fragen zur Verfügung, woraus sich eine lebhafte Diskussion ergab.

© Rudolf Vogt

8. Medizinprodukte-Lounge ©Studio Horak - im blickpunkt 2018