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Alles Walzer und viel Vergnügen in einer rekordverdächtigen Ballsaison 2015/2016

Spitzenmarken von 500.000 Besucher, Gesamtausgaben von 128 Mio. Euro und durchschnittliche Ausgaben von 255 Euro pro Ballbesucher wieder erreichbar

„Mit großer Vorfreude sehen wir der heurigen Ballsaison entgegen. Trotz der kurzen Faschingszeit sind wieder sehr gute Ergebnisse für Wien zu erwarten. Rund 500.000 Ballgäste werden für einen Umsatz von 128 Mio. Euro sorgen und den besonderen Flair der Bälle in Wien genießen“, ist Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft überzeugt. Für diverse Branchen bedeutet die Ballsaison ein wichtiges Zusatzgeschäft. „Kleidermacher, Friseure, Floristen, aber auch Tanzschulen, Taxibetriebe und Gastronomen profitieren von einer guten Ballsaison. 255 Euro gibt ein Ballgast durchschnittlich aus“, sagt Maria Smodics-Neumann, Spartenobfrau Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Wien. 

Die Saison startet traditionell am 11. November mit dem Eröffnungs-Highlight der Wiener Ballsaison auf dem Graben in der Innenstadt. Die 26 Wiener Tanzschulen laden zum traditionellen und gleichzeitig außergewöhnlichen Tanzereignis in die Wiener City. „Mehrere tausend Menschen verwandeln mit der größten Quadrille der Welt, mit Wiener Walzer und Galopp die Innenstadt in einen beschwingten Tanzpalast unter freiem Himmel“, ist Karin Lemberger, Präsidentin des Verbandes der Tanzlehrer Wien begeistert.

Grießler, Smodics-Neumann und Lemberger präsentierten am 11.11. im Rahmen einer Pressekonferenz die Vorschau auf die Wiener Ballsaison, der eine Studie der KMU Forschung Austria zu Grunde liegt.

Imagebild © WKW Michael Weinwurm
©www.fotoweinwurm.at


v.l.n.r.: Mag.(FH) Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe & Handwerk; KommR Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus & Freizeitwirtschaft; Karin Lemberger, Präsidentin des Verbandes der Tanzlehrer Wien und Ausschussmitglied der Fachgruppe Freizeit und Sportbetriebe

Die traditionelle Ballsaison beginnt wie jedes Jahr am 11. November 2015 und endet am Faschingsdienstag, der 2016 sehr früh auf den 9. Februar fällt. Die Ballsaison endet damit früher als in den Vorjahren. Die Schätzungen der Ballbesucherzahlen zeigen jedoch, dass trotz der erneut kürzeren Ballsaison die 500.000-Besucher-Marke voraussichtlich wieder erreicht wird. 

Der Zuckerbäckerball führt wieder das Ranking der beliebtesten Bälle an, gefolgt von Ärzteball, Kaffeesiederball, Bonbon-Ball oder Blumenball.

Wien als Welthauptstadt der Ballveranstaltungen

Die Wiener sind es, die am häufigsten auf den Bällen der Stadt tanzen. Drei Viertel der Ballgäste kommt direkt aus Wien. Aber immerhin 65.000 Besucher werden aus den Bundesländern und rund 55.000 aus dem Ausland erwartet. Rund ein Fünftel aller Wiener gehen in dieser Saison zu mindestens auf einen Ball. 45 % werden heuer sogar mehr als einen Ball fix besuchen bzw. geben an, jährlich auf ihren Lieblingsball zu gehen. Stammgäste spielen also für die Wiener Ballveranstaltungen eine wichtige Rolle. 29 % der Wiener Ballbesucher lieben die Abwechslung und gehen jedes Jahr auf einen anderen Ball. Rund 23 % der Gäste besuchen Bälle nur alle 2 – 5 Jahre.

Die Bedeutung für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft

Die Ballsaison belebt die eher umsatzschwache Zeit im Jänner und Februar. Die Gastronomie profitiert, denn vor dem Ballbesuch geht man gerne in ein Restaurant essen. Nach dem Ball ist ein Besuch beim Würstelstand ein beliebter Abschluss der Ballnacht.  Und natürlich steigen – vor allem die internationalen Gäste – in der Wiener Hotellerie ab. 

Die Wiener Tanzschulen und Eventveranstalter (kleine und große - allen voran die Wiener Hofburg) sorgen für perfektes Ambiente. Für die Ballabende selbst sind bis zu 1.000 Personen mit Auf- und Abbauarbeiten sowie Catering beschäftigt.

 

Das „Besondere“ der besuchten/beliebtesten Wiener Bälle

Die Wiener Ballbesucher wurden befragt, was die von ihnen besuchten Bälle so besonders macht:

Grafik  Besonderheiten von Bällen
Das "Besondere" der besuchten/beliebtesten Wiener Bälle, in Prozent der Wiener BallbesucherInnen 2015/16


Ausgaben und Umsätze

Die gesamten Ausgaben, die im Rahmen einer Ballveranstaltung direkt am Ball sowie auch in Vorbereitung auf den Ball getätigt werden, belaufen sich für die Saison 2015/16 auf insgesamt etwa 128 Mio. Euro. Damit gibt jeder Ballgast durchschnittlich 255 Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich die Ausgaben damit weiterhin auf einem hohen Niveau.

Während ein durchschnittlicher Wiener Ballgast etwa 250 Euro pro Ball ausgibt, liegen die Ausgaben pro Besucher aus den Bundesländern mit schätzungsweise 265 Euro und jene pro internationalem Ballgast mit 285 Euro etwas höher.

Ausgaben der Wiener Ballbesucher im Detail

In der Erhebung zeigt sich, dass tendenziell die Ausgaben direkt am Ball etwas steigen, während die Ausgaben im Vorfeld des Balles leicht rückläufig sind. Von den durchschnittlichen Ausgaben des Wiener Ballbesuchers von 250 Euro werden 65 Euro für Ballkarten und 70 Euro für Speisen und Getränke direkt am Ball aufgewendet. Unmittelbar vor dem Ballbesuch werden für Taxi (10 Euro), Friseur/Kosmetik (25 Euro) und Abendessen (15 Euro) zusätzliche 50 Euro ins Ballvergnügen investiert. Leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr werden etwa 65 Euro für neue Garderobe, Schuhe, Accessoires ausgegeben.

Motive für den Ballbesuch

„Einen schönen Abend mit dem Partner, der Partnerin verbringen“ ist ungebrochen der wichtigste Grund für einen Ballbesuch. Das Genießen des Ambientes (85 Prozent), das Treffen von Freunden (75 Prozent) sowie der besondere Musikgenuss (70 Prozent) zählen zu weiteren wichtigen Motiven, einen Ball zu besuchen. Die Möglichkeit zu tanzen, ist nur mehr für 55 Prozent ausschlaggebend, gesellschaftliche Verpflichtungen oder das Treffen von Geschäftspartnern spielen demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle.

Werbestrategien der Ballveranstalter

Wie auch in den letzten Jahren sind die Wiener Ballveranstalter mit dem bisherigen Kartenvorverkauf sehr zufrieden. In den meisten Fällen hat dieser bereits begonnen und gestaltet sich ähnlich gut wie in den Vorjahren. Neben den Stammgästen möchten viele Ballveranstalter auch neue Gäste und vermehrt junge Menschen ansprechen. Dies geschieht in den meisten Fällen etwa durch verbilligte Karten. Veranstalter bedienen sich verschiedenster Werbemedien, um auf ihre Veranstaltung aufmerksam zu machen, wobei das Internet eine zentrale Rolle spielt. Neben eigenen Veranstaltungs-Homepages werden Facebook sowie andere soziale Netzwerke besonders häufig genutzt.

Eine wichtige Rolle spielen bei der Bewerbung des Balles auch Mundpropaganda und die Auflistung in einem der offiziellen Ballkalender. 

Viele Ballveranstalter betreiben auch im Ausland Marketing. Kooperationen mit Hotels oder Tourismusbüros stellen eine beliebte Möglichkeit dar, ausländisches Publikum anzusprechen.

„Ob Ballkleid, Lack oder Leder, kommen kann jeder“ – abwechslungsreiches Programm

Das Programm auf den Wiener Bällen wird auch heuer wieder sehr abwechslungsreich. Neben den „Klassikern“, wie Balleröffnung, Mitternachtsquadrille oder Tombola, ist mit neuen Showeinlagen und Künstlern sowie mit viel Action z. B. Graffiti Sprayer, Styling Ecke etc. zu rechnen.

Die Kleiderordnung unterscheidet sich ebenfalls von Ball zu Ball teilweise deutlich. Auf traditionellen Bällen werden eine lange Abendrobe für Damen sowie Smoking oder Frack für männliche Besucher erwartet. Das weitere Spektrum reicht von Cocktailkleidern für Damen und dunklen Anzügen für Männer bis hin zum Motto „ob Ballkleid, Lack oder Leder, kommen kann jeder“. Elegante Kleidung wird dennoch von den meisten Ballveranstaltern erwartet.

Neuheit: Wiener Hip Hop Ball

Zum ersten Mal findet dieses Jahr der Wiener Hip Hop Ball statt. Das „Gerüst“ bleibt jenes eines klassischen Balls (Balleröffnung, Tombola, ein Palais als Veranstaltungsort), jedoch widmen sich Musik und Programm ausschließlich dem Thema Hip Hop. Dies soll zum Mittanzen motivieren und für Abwechslung sorgen. Das i-Tüpfelchen des Balles ist laut Veranstalter die Kleiderordnung. Neben eleganter, klassischer Ballrobe sind Accessoires wie Sneakers oder „Snap Back“ (spezielle Kappen) sehr erwünscht.

Konstant hohe Nachfrage nach Tanzkursen

Die Auslastung der 26 Wiener Tanzschulen ist auch heuer wieder sehr gut. Zu Beginn der Ballsaison ist die Nachfrage nach Tanzkursen am höchsten – vor allem bei Jugendkursen. Zur Vorbereitung auf das Tanzvergnügen werden spezielle Crash Kurse sowie Privat- und Wochenendkurse angeboten. Oftmals werden Kurssysteme modular aufgebaut, sodass ein Kurseinstieg jederzeit möglich ist.

Beliebtester Tanz ist weiterhin der Wiener Walzer, dicht gefolgt von lateinamerikanischen Tänzen, Disco Fox und Boogie - auch die aktuelle Charts Musik spielt bei den Tanzstilen eine zentrale Rolle.

Eigenwerbung und die Steigerung des Bekanntheitsgrades sind für Tanzschulen immer wichtiger. Ball-Eröffnungen, Show-Acts aber auch eigene Bälle oder sogenannte „Kränzchen“, d.h. eigene Tanzveranstaltungen, bieten Gelegenheit dazu.

Die Wiener Friseure können in der Ballsaison verstärkt ihre Kreativität beweisen. Allerdings wollen heuer nicht ganz so viele Ballbesucher extra zum Friseur gehen als in den Jahren zuvor. Dennoch ist die Ballsaison als Extra-Umsatzbringer gerade für Friseure im innerstädtischen Bereich immer noch von wirtschaftlicher Bedeutung. Bei den Trends im Haarbereich herrscht Vielfalt. Für langes Haar gilt auch heuer wieder als „Must-have“ zu jedem Ballkleid eine Hochsteckfrisur. Nach wie vor wird auf Schwerpunkte gesetzt, entweder hoch im Wirbelbereich oder große Dutts im Nacken. Modemutige Fashionistas setzen auf aufwendige Gestaltung: Es wird geflochten, gekordelt, gekreppt und unterschiedliche Strukturen wie glatte Längen und gekreppter Oberkopf werden miteinander kombiniert. Perfektes Handwerk bei Hochsteckfrisuren und überraschend inszenierte Looks lassen jede Frau zur „Königin der Nacht“ werden.

Beim Make-up sind Smokey-Eyes noch immer gefragt - allerdings in Farbe mit Beerentönen oder rauchblau. Vintage liegt weiterhin im Trend: Blasser Teint, schwarzer Lidstrich am Oberlid, betonte Augenbrauen und ein kräftig roter, matter Lippenstift. Wimpernverlängerung und – verdichtung sind in dieser Saison besonders gefragt. Nagelstudios haben während der Ballsaison Hochsaison – immer mehr Frauen lassen ihre Hände professionell maniküren.

Bodenlange und fließende Abendkleider sind das MUST HAVE dieser Saison. Raffinierte Korsagenroben konkurrieren mit rückenfreien Abendkreationen. Exklusive und extravagante Materialien stehen im Rampenlicht. Die Wiener Couturiers präsentieren sich in edlem Look – luxuriöse Seidenstoffe und Stickereien treffen auf Pailletten und Semitransparenz. Neben klassischem Schwarz und dezenten Nudetönen bringen Rot-, Violett- sowie Petroltöne Farbe auf das Tanzparkett. Dazu sorgen superhohe High-Heels in Lack- oder Metallic-Nuancen für Hochgefühle.

Auch die Floristen profitieren von der Ballsaison durch die Beauftragung von Veranstaltern. Absolut im Trend liegen derzeit Blumenkreationen in den klassischen Eissalonfarben aus den 50iger Jahren (getrübtes Rosa und Türkis, Creme, Grau- und Lila).

Für Berufsfotografen ist die Ballsaison ein durchaus wirtschaftlich interessanter Jahresumsatzträger, der teilweise im zweistelligen Prozentbereich liegt. Auch wenn ein „Überhandnehmen“ der Digitalfotografie seitens der Ballgäste gegeben ist, ist aktuell kein Umsatzrückgang bei den Profifotografen in diesem Bereich erkennbar.

Abschaffung der Vergnügungssteuer

Mit dem Verbot des kleinen Glückspiels (seit 1.1.2015) und dem Wegfall der damit verbundenen Steuereinnahmen kommt es zu einem massiven Rückgang des Steueraufkommens. Das gesamte Steueraufkommen der Wiener Vergnügungssteuer wird 2015 geschätzt nur mehr knapp über € 9 Mio. Euro betragen (d.h. ein Rückgang von rund 80% gegenüber 2014).

Für das Jahr 2016 kann mit dem kompletten Wegfall der Steuereinnahmen durch die Geldspielapparate gerechnet werden. Daher wird 2016 das Steueraufkommen der Wiener Vergnügungssteuer auf rund 5 Mio. Euro sinken und auf diesem Niveau bleiben.

„Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft fordert die Abschaffung der Vergnügungssteuer. Die Steuereinnahmen werden durch das Verbot des kleinen Glückspiels schon heuer um ca. 80 % zurückgehen. Im Jahr 2016 wäre sogar ein Rückgang um ca. 90 % (im Vergleich zu 2014) zu erwarten. Diese Steuer macht keinen Sinn mehr.“, ist Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien überzeugt.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wurde bei den verwendeten Begriffen, Bezeichnungen und Funktionstiteln zum Teil auf geschlechtsspezifische Bezeichnungen verzichtet. Selbstverständlich sind immer beide Geschlechter gemeint.

Pressekonferenz "Wien begrüßt den Fasching" © www.fotoweinwurm.at

Tonmitschnitt der Pressekonferenz

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Präsentation

Presseinformation „Wien begrüßt den Fasching“ vom 11.11.2015

Ballkalender 2015/2016

So berichten die Medien:

Wirtschaftsnachrichten vom Dezember 2015

Wienerzeitung Online vom 17.11.2015

Kleine Zeitung Online vom 17.11.2015

Wiener Wirtschaft vom 13.11.2015

WienHeute vom 12.11.2015

Kronen Zeitung vom 12.11.2015

Die Presse vom 12.11.2015

Kurier vom 12.11.2015

Der Standard vom 12.11.2015

tourismuspresse Online vom 12.11.2015

www.traveller-online.at vom 12.11.2015

Mitschnitt 88,6 vom 11.11.2015

www.krone.at/Oesterreich vom 11.11.2015

APA OTS Presseaussendung vom 11.11.2015

Vienna online vom 11.11.2015

Vorarlberg online vom 11.11.2015

Wienerzeitung Online vom 11.11.2015

APA Journal Communities Online vom 11.11.2015

APA Journal Touristik Online vom 11.11.2015

Kleine Zeitung Online vom 11.11.2015

austria.com vom 11.11.2015

österreich.at vom 11.11.2015

Kronen Zeitung vom 10.11.2015