th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Tarifordnung Arbeiter

Auszug aus der Tarifordnung
(gültig nur in Wien für Arbeiter im Fotografengewerbe)

Arbeitsversäumnisse

Jeder Arbeiter hat Anspruch auf:

1. einen freien Tag unter Fortzahlung des Lohnes bei:

a) eigener Eheschließung

b) Tod des Ehegatten, eines Elternteiles, eines Schwiegerelternteiles oder Tod von Kindern und Geschwistern zur Teilnahme an der Beerdigung

c) Niederkunft der Ehefrau, am Tage der Entbindung oder am nächstfolgenden Werktag

d) Wohnungswechsel (Umzug) mit eigenem Haushalt und eigener Möbelausstattung

2. Weiterzahlung des Lohnes nur für die notwendig versäumten Arbeitsstunden bis zur Höchstdauer von einem Arbeitstag, wenn er an der Arbeitsleistung verhindert wird durch:

a) Vorladung vor Behörden, falls nicht von diesen der Arbeitsausfall ersetzt wird. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Arbeiter im Strafprozess Beschuldigter oder im Zivilprozess Partei ist.

3. Weiterzahlung des Lohnes nur für die notwendig versäumten Arbeitsstunden bis zur Höchstdauer von 48 Stunden innerhalb eines Kalenderjahres, wenn er an der Arbeitsleistung verhindert wird durch Aufsuchen des Arztes, sofern der Besuch nachweislich während der Arbeitszeit erforderlich ist.

Betriebszugehörigkeit

1. Unter der Dauer der Betriebszugehörigkeit im Sinne dieser Tarifordnung ist die gesamte im Betrieb oder einem anderen Betriebe des gleichen Unternehmens zusammenhängend verbrachte Beschäftigungszeit zu verstehen.

2. Bei Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses wird die frühere Beschäftigungszeit auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit angerechnet, es sei denn, dass die Unterbrechung zusammenhängend mehr als 1 Jahr gedauert hat oder durch die verschuldete fristlose Entlassung oder eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses unter Vertragsbruch oder durch Kündigung seitens des Arbeiters herbeigeführt wurde.

3. Die Zeit der Unterbrechung selbst wird auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit angerechnet, wenn sie 3 Monate in einem Kalenderjahr nicht übersteigt und wenn die Unterbrechung auf betriebliche Gründe oder auf Entlassung, mit Ausnahme der fristlosen Entlassung, zurückzuführen ist.

4. Die im Betrieb verbrachte Zeit als Jugendlicher unter 18 Jahren ist jedoch auf die Zeit der Betriebszugehörigkeit nicht anzurechnen.

Kündigungsfristen

1. Bei Einstellung kann eine Probezeit - jedoch von höchstens 4 Wochen – vereinbart werden. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist – auch vor Fertigstellung einer bereits angefangenen Akkordarbeit – zum Schichtende gelöst werden.

2. Wird das Arbeitsverhältnis über die vereinbarte Probezeit hinaus fortgesetzt, so kann es nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einer Woche zum Wechselschluss gelöst werden.

Die Kündigungsfrist erhöht sich nach einer Betriebszugehörigkeit von:

1 Jahr auf 2 Wochen

5 Jahren auf 3 Wochen

10 Jahren auf 4 Wochen

15 Jahren auf 6 Wochen

zum Wochenschluss.

3. Unberührt bleiben die gesetzlichen Bestimmungen über die fristlose Auflösung des
Arbeitsverhältnisses.

4. Bei Beschäftigten, die nur zur Aushilfe eingestellt sind, wird das Arbeitsverhältnis mit
Ablauf der bei der Einstellung festgelegten oder etwa verlängerten Frist oder mit der
Fertigstellung der für die Aushilfsbeschäftigten vorgesehenen Arbeiten beendet.

Wenn die Aushilfstätigkeit länger als 8 Wochen dauert, so entsteht ein festes
Arbeitsverhältnis.