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Arbeitsrecht & Sozialversicherung

Selbstständig oder doch angestellt? Rechtliche Konsequenzen

Bei einer Veranstaltung der Wiener Fachvertretung sowie des Fachverbands der Film- und Musikindustrie Österreichs Ende April standen Arbeits- und Sozialversicherungsrecht für die Filmwirtschaft im Mittelpunkt. Schwerpunkt war ein Mal mehr die Abgrenzen von echtem Werkvertrag und Scheinselbstständigkeit.

 

Zu Beginn hat der Vorsitzende der Wiener Fachvertretung, Burkhard Ernst, zu einer Gedenkminute für Michael Glawogger aufgerufen. Der Kameramann, Drehbuchautor und Regisseur von Werken wie „Whore’s Glory“ oder „Contact High“ war kurz zuvor in Liberia an Malaria gestorben.

 

Fehler können teuer werden

Günter Steinlechner, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WK Wien, hat sich anschließend  mit den Merkmalen eines Dienstverhältnisses und den Unterschieden zu freiem Dienstvertrag und Werkvertrag erläutert. Naturgemäß ist für Angestellte aufgrund der Lohnnebenkosten deutlich mehr zu bezahlen als für freie Mitarbeiter. Außerdem gilt für freie Dienstnehmer und Werkvertragsnehmer das Arbeitsrecht nicht. Eine Anstellung zu umgehen, kann allerdings sehr teuer werden, wenn Finanzamt oder Gebietskrankenkassen einen derartigen Verstoß bei einer GPLA-Prüfung feststellen.

 

Fachverbandsgeschäftsführer Werner Müller hat sich mit den Kollektivverträgen beschäftigt. Diese gelten zum Beispiel nicht für SchauspielerInnen, StatistInnen, FerialpraktikantInnen, VolontärInnen oder Werkvertragsnehmer. Müller hat unter anderem die Inhalte von Arbeitsverträgen, Arbeitszeit und lohnrechtlichen Bestimmungen, Urlaub, aber auch die sogenannten Werkstattprojekte erläutert.

 

Unterstützung für Newcomer

Die Werkstattprojekte sind auch beim Vortrag von Gerhard Schedl ein großes Thema gewesen. Er ist Vorsitzender der Sektion Film, Foto, Audiovisuelle Kommunikation der Gewerkschaft GdG-KMSfB. Der Gedanke bei Werkstattprojekten: Ein erfahrenes Kreativteam verzichtet bei Nachwuchsfilmen zugunsten der Newcomer auf den vollen Kollektivvertrag. Weiteres hat er einen Überblick über die Geschichte der KVs für Kreative gegeben. Die drei Vorträge können Sie herunterladen. Außerdem sind sie mitgefilmt worden und auf der Fachverbandsseite online.

 

Vortrag Günter Steinlechner

Vortrag Werner Müller

Vortrag Gerhard Schedl


Foto: Sparte Industrie Wien
V. l.: Sparten-GF Florian Robetin, Günter Steinlechner (Abteilung Sozialpolitik WKW), der Wiener Fachvertretungsvorsitzende Burkhard Ernst, Fachverbands-GF Werner Müller und Gewerkschaftsvorsitzender Gerhard Schedl

Foto: Sparte Industrie Wien