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Informationen für Neugründer

Film- und Musikwirtschaft

Folgende wichtige Informationen wollen wir Ihnen hier geben:

Der Gegenstand Ihres Unternehmens

Im Zuständigkeitsbereich der Fachvertretung der für Film- und Musikwirtschaft gibt es zahlreiche unterschiedliche Gewerbearten, welche alle in die Kategorie der freien Gewerbe fallen.


Diese sind insbesondere die Folgenden:

  • Filmproduktion 
  • Filmverleih und –vertrieb
  • Technischer Transfer (Entwickeln, Kopieren und Überspielen) und Synchronisation audiovisueller Produktionen, Überspielen auf Trägermaterial jeder Art sowie Be- und Nachbearbeitung und digitale Bild- und Tongestaltung für Bewegtbild
  • Betrieb eines Filmstudios
  • Erzeugung von Filmmaterial
  • Ton- und Musikproduktion
  • Verwertung von Immaterialgüterrechten (hinsichtlich Filmrechte)
  • Erzeugung, Vervielfältigung und Pressung von Ton- und Bildträgern (Presswerken)


Es ist zu beachten, dass nicht in allen Fällen einer Ausübung mehrerer im Notizblatt angeführter Tätigkeiten jeweils eine eigene Gewerbeberechtigung erforderlich ist, da manche Tätigkeiten einen Ausfluss einer anderen Tätigkeit darstellen. So kann beispielsweise ein Filmproduzent (Filmproduktion einschließlich der Herstellung von Multimedia-Produkten) auch den Schnitt von Filmen in Zusammenhang mit der eigenen Herstellung vornehmen (Be- und Nachbearbeitung sowie elektronische Vervielfältigung und Bearbeitung audiovisueller Produktionen). Eine Gewerbeberechtigung für den Filmschnitt kann unabhängig von einer Gewerbeberechtigung für die Filmproduktion gelöst werden. Falls Sie Fragen in Zusammenhang mit der Zuordnung Ihrer Tätigkeit zur richtigen Gewerbeberechtigung haben wenden Sie sich bitte direkt an die Fachvertretung Wien.  

Gewerbeberechtigung

Um eines der oben genannten Gewerbe ausüben zu dürfen, bedarf es einer Gewerbeberechtigung. Alle Gewerbe, die in der Fachorganisation der Film- und Musikwirtschaft erfasst sind, sind freie Gewerbe, d.h. dass zur Erlangung eines Gewerbescheins keine besonderen Voraussetzungen oder Befähigungsnachweise über besondere Kenntnisse zu erfüllen sind.

Wer die allgemeinen Voraussetzungen zur Ausübung eines Gewerbes erfüllt (Eigenberechtigung - Vollendung des 18. Lebensjahres, Vorliegen keiner gesetzlichen Ausschließungsgründe wie z.B. Finanzstrafdelikte, Vorliegen eines Aufenthaltstitels zur Ausübung des Gewerbes - für Nicht-EWR/EU-Bürger ) braucht lediglich die Ausübung des Gewerbes bei der Bezirksverwaltungsbehörde des Standortes anzumelden.
In Wien und anderen Städten mit eigenem Statut sind die Magistrate die Gewerbebehörden.

Im Bereich der Wirtschaftskammer Wien können Sie die Anmeldung Ihres Gewerbes über den First-Start-Shop an den Standorten Stubenring 8-10, 1010 Wien (Tel.: 514 50 – DW 1050 oder 1002) durchführen lassen. Dieses Service können sie Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr und am Freitag, 8 bis 15 Uhr ohne Voranmeldung (daher bitte kurze Wartezeiten einkalkulieren) in Anspruch nehmen.

Die kostenlose Hilfe unmittelbar vor der Gründung umfasst folgende Serviceleistungen:

  • An den oben angeführten Standorten ist die Gewerbeanmeldung Online möglich. Bitte nehmen Sie dazu Ihren Reisepass mit.

  • Sie erhalten den unterschriftsreifen Ausdruck aller Formulare zur Gewerbeanmeldung

  • Im Falle der NEUGRÜNDUNG bzw. ÜBERNAHME nach dem Neugründungsförderungsgesetz (NEUFÖG) erhalten Sie eine Bestätigungen, die Ihnen bei vielen Behörden einen Großteil der Gebühren erspart; nähere Informationen hierzu erhalten Sie unter folgenden Links:

Die Wahl der Rechtsform

Sie müssen sich entscheiden, in welcher Rechtsform Sie ihr Gewerbe ausüben wollen. Grundsätzlich kann man zwischen

  • Einzelunternehmen und
  • Gesellschaften

unterscheiden. Gesellschaften zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass es mindestens zwei Gesellschafter gibt - Ausnahmen sind jedoch möglich.

Bei den Gesellschaften wird zwischen

  • Personengesellschaften und
  • Kapitalgesellschaften

unterschieden.

Überblick zu den bestehenden Gesellschaftsformen in Österreich

Im Normalfall ist für den Fall einer erstmaligen Gründung die Rechtsform das "Einzelunternehmen", da in diesen Fällen nur eine Einnahmen-Ausgaben Rechnung zu erfolgen hat.

Nähere Informationen zu Einzelunternehmen

Bei Personengesellschaften unterscheidet man v.a. zwischen

Bei Kapitalgesellschaften wird u.a. zwischen

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  • und Aktiengesellschaft

unterschieden.

Bitte beachten Sie bei allen Rechtsformen insbesondere die neuen Vorschriften zum Auftreten im Geschäftsverkehr (Firmawortlaut).

Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer

Mit dem Besitz eines Gewerbescheines ist die gesetzlich festgelegte Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer Österreich verbunden. Die Mitgliedschaft endet erst mit Löschung der Gewerbeberechtigung, z.B. durch Zurücklegung bei der Gewerbebehörde. Durch eine Ruhendmeldung endet die Mitgliedschaft zur Wirtschaftskammer nicht, es besteht weiterhin Grundumlagenpflicht, jedoch bei längerer Dauer der Ruhendmeldung in reduziertem Rahmen.

Mitglieder der Wirtschaftskammer sind zur Zahlung der Kammerumlage 1, im Falle der Beschäftigung von Dienstnehmern der Kammerumlage 2 sowie einer Grundumlage verpflichtet. Die von allen Mitgliedern entrichteten Grundumlagen sind die wesentliche finanzielle Basis für die Arbeit der Fachvertretungen und Fachverbände. Die Höhe der Umlage, sowie die Höhe des Mindestbeitrages ist davon abhängig, in welchem Bundesland ein Unternehmen betrieben wird.
In Wien beträgt die Grundumlage in der Fachvertretung der Film- und Musikwirtschaft derzeit (2015) 4,525 der kommunalsteuerpflichtigen Lohn- und Gehaltssumme des Vorjahres bzw. mindestens jedoch € 159,- pro Jahr (z.B. wenn man keine Angestellten hat).

Nähere Informationen zu Kammerumlage 1, Kammerumlage 2 und Grundumlage

Bei Vorhandensein mehrerer Berechtigungen in verschiedenen Bereichen können auch mehrere Mitgliedschaften in verschiedenen Fachorganisationen entstehen (so kann es zu einer Grundumlagenpflicht in mehreren Fachgruppen kommen)

Durch Ihre Mitgliedschaft haben Sie die Möglichkeit, verschiedenste Serviceleistungen wie Vermittlung von Informationen sowohl rechtlicher als auch branchenspezifischer Art, Teilnahme an fachspezifischen Veranstaltungen, Auskünfte über Kollektivverträge und Arbeitsrecht, Neugründerberatungen, Informationen hinsichtlich Events und Preisverleihungen u.v.m. in Anspruch zu nehmen. Auch für die Gewährung von speziellen Förderungen ist oft die Mitgliedschaft Voraussetzung.

Sozialversicherung

Von der Pflichtversicherung in der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft werden Gewerbetreibende und Gewerbegesellschafter umfasst. Der Versicherungsschutz dieser Gruppen umfasst die GSVG-Pensionsversicherung, die GSVG-Krankenversicherung und die ASVG-Unfallversicherung.

Nähere Informationen zu Pflichtversicherung im Rahmen der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft  

Eine Übersicht über die Höhe der Beiträge finden Sie unter Neugründer.

 

Ist bereits eine Versicherungspflicht nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) gegeben, so gelten Sonderregelungen. Informationen zu Fragen der Mehrfachversicherung

Steuern

Egal, welche Rechtsform Sie wählen oder was Sie vorher gemacht haben – Sie müssen in jedem Fall Steuern zahlen. Einen guten Überblick verschafft Ihnen der "Steuerleitfaden für neu gegründete Unternehmen“ des Bundesministeriums für Finanzen.
Wichtig ist, dass Sie innerhalb eines Monats ab Beginn der Tätigkeit dem Finanzamt das Eröffnen des Gewerbebetriebes sowie den Standort bekannt geben. Gleichzeitig suchen Sie um die Zuteilung einer Steuernummer bzw. UIDNummer an.  

Weitergehende Versicherungen

Über welche zusätzlichen Versicherungen Sie nachdenken sollten (beispielhafte Aufzählung!):

Berufsunfähigkeitsversicherung

Für den Fall, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr arbeiten können, ist es günstig, diese private Versicherungsart abzuschließen. Sie ist steuerlich voll abzugsfähig.

Aus der gesetzlichen Versicherungspflicht gibt es folgende Möglichkeiten:
Vorzeitige Alterspension wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Sie erhalten eine Erwerbsunfähigkeitspension.

Voraussetzungen:

Sie haben in den letzten 10 Jahren mindestens 5 Jahre in die Pensionsversicherung eingezahlt.

  • Kein Mindestalter vorgesehen.
  • Unter 50 Jahren gibt es keinen Berufsschutz, d.h. Sie müssen jeden Beruf annehmen, den Sie ausüben können, unabhängig von Ihrer Qualifikation.
  • Ab 50 Jahren gibt es einen "teilweisen Berufsschutz".
  • Ab 58 Jahren einen "verbesserten Berufsschutz".

Nähere Informationen zur Erwerbsunfähigkeitspension finden Sie unter folgendem LINK.

Betriebs-Unterbrechungsversicherung

Laufende Kosten und entgangener Gewinn werden bei Schaden durch Feuer, Einbruch/Diebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel ersetzt.

Einbruch-Diebstahl-Versicherung

Kommt für Verlust, Zerstörung, Beschädigung von versicherten Sachen durch Diebstahl, Raub oder Vandalismus nach Einbruch auf.

Elektronikversicherung

Ersetzt Schäden an EDV- und Videoanlagen etc. bei unsachgemäßem Gebrauch, Vorsatz Dritter, Kurzschluss, Überspannung, Feuchtigkeit, Sabotage.

Glasversicherung

Kommt für Schaden bei Kunstwerken in Vitrinen, bei Glasplatten, bei Schaufenstern auf.

Haftpflichtversicherung

Für Fehler in Ihrem Berufsfeld ist eine eigene Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Rechtsschutzversicherung

Fragen des Urheber-, Auftrags-, Versicherungsrecht,…. etc.

KFZ-Haftpflichtversicherung

Kommt für alle Schäden an Personen, Sachen und Vermögen, die der/die FahrerIn gegenüber Dritten verursacht hat auf. 

Download

Ruhendmeldung/Wiederbetriebmeldung PDF

 

Weitergehende Informationen finden Sie auch im Leitfaden für Gründer und Gründerinnen sowie auf www.gruenderservice.at.