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Das Berufsbild

Alle Informationen die Sie benötigen

 

BERUFSBILD
Friseur/in und Perückenmacher/in (Stylist/in)
 

Auszüge aus der Ausbildungsverordnung / 3 Jahre Lehrzeit

Pos

1. Lehrjahr

2. Lehrjahr

3. Lehrjahr

1

Einführung in die innerbetriebliche Struktur und Organisation

-

-

2

Kenntnis der Werkstoffe, Hilfsmittel und der Waren des Fachbereiches sowie ihrer Eigenschaften, Wirkungsweise und Verwendungsmöglichkeiten sowie deren fachgerechte Entsorgung; Grundkenntnisse über die fachbezogene Biologie, Chemie und Physik

3

Handhaben, Instandhalten, Lagerung der zu verwendenden Werkzeuge und Apparate

4

Desinfektion der zu verwendenden Werkzeuge und Apparate

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5

Berufsbezogene Kommunikation, Kundenumgang, Beratungs- und Verkaufsgespräche

Berufsbezogene Kommunikation, fachkundige, persönlichkeitsbezogene Beratungs- und Verkaufsgespräche

6

Kenntnis der Haare, der Haut und Nägel, deren Struktur und Funktion; Erkennen der wichtigen Hauttypen wie normale, trockene, fettige und Mischhaut

Kenntnis der Haar-, Haut- und Nagelkrankheiten; Kenntnis von deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

7

Haut- und Haardiagnose, Kopfmassage

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8

Kenntnis und Fertigkeiten zur Reinigung der Haut und Haare

Kenntnis und Fertigkeiten zur Pflege der Haare

9

Grundkenntnisse und Vorübungen des Haarschneidens in verschiedenen Techniken

Kenntnis und Fertigkeiten des Haarschneidens in verschiedenen Techniken auch unter Verwendung eines Übungskopfes

Kenntnis und Fertigkeiten in Modehaarschnitten in verschiedenen Techniken, Durchführung am Kunden

10

Grundkenntnisse des Rasierens, der damit verbundenen Gesichtspflege sowie Handhabung des Rasiermessers

Kenntnis und Fertigkeiten des Rasierens, der Gesichtspflege und des Bartschneidens

Kenntnis und Fertigkeiten des Bartfärbens

11

Durchführen von Lockerungsmassagen als Vorbereitungsarbeit auf die dekorative Kosmetik (Schminken) und Rasieren

Auflegen von heißen und kalten Kompressen und Packungen als Vorbereitungsarbeit auf das Schminken und Rasieren

12

Kenntnis und Fertigkeiten des Fixierens, Wickelübungen für Dauerwelle auch unter Verwendung eines Übungskopfes

Herstellen von Dauerwellen mit verschiedenen Wickeltechniken

Herstellung von Dauerwellen mit verschiedenen Wickeltechniken am Kunden

13

Kenntnis über die verschiedenen Einlege- und Föntechniken, wie zB handgelegte Wasserwelle, Papilloten, Wickler usw. und Bürstentechniken

Durchführung der verschiedenen Einlege- und Föntechniken am Übungskopf und am Kunden

Durchführung der verschiedenen Einlege- und Föntechniken am Kunden

14

Gestalten von einfachen Frisuren auch unter Verwendung eines Übungskopfes

Gestalten von modischen Frisuren auch unter Verwendung eines Übungskopfes

Gestalten von Frisuren auch unter Verwendung von Haarersatzteilen und Haarschmuck am Kunden

15

Kenntnis der verschiedenen Techniken des Ausfrisierens (Frisurenfinish)

Durchführen des Frisurenfinish unter Berücksichtigung der der jeweiligen Mode entsprechenden Techniken und Produkten auch unter Verwendung eines Übungskopfes

Durchführen des Frisurenfinish unter Berücksichtigung der jeweiligen Mode entsprechenden Techniken und Produkten am Kunden

16

Grundkenntnisse der Farblehre und deren optische Wirkung auch in bezug auf Haarfarben

Kenntnis der Farblehre und Fertigkeiten, die zu einer Farbveränderung der Haare führen

Durchführen von Tönungen und Färbungen am Kunden

17

Kenntnis und Fertigkeiten des Augenbrauen- und Wimpernfärbens

Kenntnis und Fertigkeiten des Augenbrauen- und Wimpernfärbens sowie Formen der Augenbrauen

Herstellen von Make-up

18

Kenntnis und Fertigkeiten der Nagelpflege

Durchführen der Nagelpflege inklusive Entfernen und Auftragen von Nagellack

19

-

Kenntnis des Tressierens, Knüpfens, Kordelns, Nähens und Tambourierens

Tressieren, Knüpfen, Kordeln, Nähen und Tambourieren

20

-

Kenntnis des Reinigens, Pflegens und Frisierens von Perücken und Haarersatzteilen

Reinigen, Pflegen und Frisieren von Perücken und Haarersatzteilen sowie Anfertigen von Haarersatzteilen

21

-

Kenntnis des Maskenbildens und Erstellen von Masken unter Verwendung von branchenüblichen Materialien

22

Kenntnis der einschlägigen Sicherheitsvorschriften sowie der sonstigen in Betracht kommenden Vorschriften zum Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Umwelt; Kenntnis über berufsbedingte gesundheitliche Belastungen und Möglichkeiten ihrer Einschränkung und Verhinderung

23

Kenntnis über Erste Hilfe bei kleinen Brand- und Schnittverletzungen

24

Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden Verpflichtungen (§§ 9 und 10 BAG)

25

Grundkenntnisse der aushangpflichtigen arbeitsrechtlichen Vorschriften

 

Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sind dem Lehrling spätestens in dem jeweils angegebenen Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, daß sie nach einer Einführung erweitert und vertieft und schließlich in der betrieblichen Praxis zur Anwendung gebracht werden.


VERHÄLTNISZAHLEN

Die Verhältniszahlen regeln:

1. Wieviele fachlich einschlägig ausgebildete Personen für eine bestimmte Anzahl von Lehrlingen notwendig sind.

Als fachlich einschlägig ausgebildet gelten neben dem Lehrberechtigten (Betriebsinhaber; bei Gesellschaften der Geschäftsführer) jene, die die Lehrabschlußprüfung oder eine entsprechend lange Schulausbildung absolviert haben bzw. auch Personen, die eine längere einschlägige berufliche Praxis nachweisen können.

Aus der folgenden Tabelle ist ersichtlich, wieviel fachlich einschlägig ausgebildete Personen mindestens pro Lehrling im Betrieb beschäftigt sein müssen:

1                     fachlich einschlägig ausgebildete Person                     2 Lehrlinge
2                     fachlich einschlägig ausgebildete Personen                 2 Lehrlinge
3                     fachlich einschlägig ausgebildete Personen                 3 Lehrlinge
4                     fachlich einschlägig ausgebildete Personen                 4 Lehrlinge
ab 5                fachlich einschlägig ausgebildeten Personen auf je 3 weitere fachlich                              einschlägig ausgebildete Personen 1 weiterer Lehrling

Auf die Verhältniszahlen sind nicht anzurechnen:
* Lehrlinge in den letzten 4 Monaten ihrer Lehrzeit
* Lehrlinge, denen aufgrund einer vorhergehenden Schulausbildung mindestens 2    Lehrjahre ersetzt wurden
* fachlich einschlägig ausgebildete Personen, die nur vorübergehend oder aushilfsweise    im Betrieb beschäftigt sind

2. Wieviele Ausbilder für eine bestimmte Anzahl von Lehrlingen im Betrieb zu beschäftigen sind

Ausbilder ist jede fachlich einschlägig ausgebildete Person mit Ausbilderprüfung.

Ausbilder, die nicht ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut sind:
* auf je 2 Lehrlinge zumindest 1 Ausbilder

Ausbilder, die ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut sind:
* auf je 3 Lehrlinge zumindest 1 Ausbilder

Es ist also bei der Aufnahme eines Lehrlings sowohl auf die vorgeschriebene Anzahl von fachlich einschlägig ausgebildeten Personen, als auch auf die entsprechende Anzahl von Ausbildern zu achten.

ANRECHNUNG VON SCHULBESUCHEN

Der Besuch einer Schule, die eine dem Lehrberuf entsprechende fachliche Ausbildung bietet, kann zu einer Anrechnung auf die Lehrzeit führen. Auskünfte über das jeweilige Ausmaß des Lehrzeitersatzes erteilt die Lehrlingsstelle.

Die Ausbildung von Lehrlingen

Für die Ausbildung von Lehrlingen gelten die Bestimmungen des Berufsausbildungsgesetzes (BAG) und die Ausbildungsvorschriften (Berufsbild) für den Lehrberuf Friseur und Perückenmacher.

Beachten Sie bitte folgende Bestimmung:

Gem. § 2 (6) BAG ist die Ausbildung von Lehrlingen nur zulässig, wenn der Betrieb so eingerichtet ist, und so geführt wird, daß den Lehrlingen die für die praktische Erlernung des Berufes nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden können.

Da es sich beim Lehrberuf Friseur und Perückenmacher um einen Vollberuf handelt, der sämtliche Sparten des Gewerbes umfaßt, dürfen nur Betriebe, die sowohl das Herren- als auch das Damenfach ausüben, Lehrlinge ausbilden.

Spezialbetriebe, die nur für eine Sparte eingerichtet sind, sind von der Lehrlingsausbildung ausgeschlossen.

Beachten Sie daher bei der Einrichtung Ihres Betriebes die obgenannten Regelungen.


Weitere Auskünfte erteilt die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Wien, Rudolf Sallinger-Platz 1, 1030 Wien.

Prüfungsordnung
für den Lehrberuf Friseur/-in und Perückenmacher/-in (Stylist/-in)
laut BGBl.Nr. 636/1996

Gliederung der Lehrabschlußprüfung

§ 6. (1) Die Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Friseur/-in und Perückenmacher/-in (Stylist/-in) gliedert sich in eine praktische und in eine theoretische Prüfung.

(2) Die praktische Prüfung umfaßt die Gegenstände
a) Prüfarbeit,
b) Fachgespräch.

(3) Die theoretische Prüfung umfaßt die Gegenstände
a) Fachkunde,
b) Fachzeichnen,
c) Wirtschaftsrechnen.

(4) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Prüfungskandidat das Erreichen des Lehrzieles der letzten Klasse der fachlichen Berufsschule für den Lehrberuf Friseur/-in und Perückenmacher/-in (Stylist/-in) oder den Ersatz der gesamten Lehrzeit auf Grund schulmäßiger Ausbildung gemäß einer Verordnung auf Grund des § 28 des Berufsausbildungsgesetzes nachgewiesen hat.

Praktische Prüfung Prüfarbeit

§ 7.1) Die Prüfarbeit hat nach Angabe der Prüfungskommission folgende Aufgaben zu umfassen:

1. Damenbedienen:
Dauerwelle mit zehn Probewicklern am Übungskopf, handgelegte Wasserwelle und Papilloten am Übungskopf, eingelegte modische Tagesfrisur am Modell, während des Trocknens komplette Nagelpflege an einer Hand und Lackieren. Die ausfrisierte Tagesfrisur umarbeiten in eine Abendfrisur, wobei Haarschmuck und Haarersatz erwünscht ist. Modischer Damenhaarschnitt mit Fönfrisur, wobei auf sichtbare Föntechnik Wert gelegt wird.

2. Schönheitspflege:
Augenbrauen- und Wimpernfärben, Formen der Augenbrauen, Beurteilen der Haut, Tages-Makeup mit vorheriger Gesichtsreinigung.

3. Herrenbedienen:
Komplettes Herrenservice bestehend aus Kompressen, Rasieren, Haarschneiden mit Kopfwäsche, Kopf- und Gesichtsmassage, Fönwelle.

4. Haararbeiten:
Tresse 3 cm einfach-deutsche Tresse, 2 cm englische Tresse, Knüpfprobe 3 Quadratzentimeter einfache Knüpfknoten auf Steiftüll.

(2) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlußprüfung und die Anforderungen der Berufspraxis jedem Prüfling eine Prüfarbeit zu stellen, die in der Regel in sechs Arbeitsstunden durchgeführt werden kann.

(3) Für die Bewertung sind folgende Kriterien maßgebend:
1. Richtigkeit der Beurteilung der Haare,
2. richtiges Handhaben und Anwenden der Instrumente und Apparate,
3. Sorgfalt und Arbeitsausführung.

(4) Die Prüfung im Gegenstand "Prüfarbeit" ist nach sieben Arbeitsstunden zu beenden.

Fachgespräch

§ 8. (1) Das Fachgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen.

(2) Das Fachgespräch hat sich aus der praktischen Tätigkeit heraus zu entwickeln. Hiebei ist unter Verwendung von Fachausdrücken das praktische Wissen des Prüflings festzustellen.

(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Hiebei sind Prüfstücke, Modelle, Schautafeln, Demonstrationsobjekte und Werkzeuge heranzuziehen. Fragen über Schutzmaßnahmen und Unfallverhütung sowie über einschlägige Hygienevorschriften sind mit einzubeziehen.

(4) Die Dauer der Prüfung im Gegenstand "Fachgespräch" soll je Prüfling 20 Minuten nicht übersteigen. Eine Verlängerung kann im Einzelfall erfolgen, wenn der Prüfungskommission eine zweifelsfreie Beurteilung des Prüflings sonst nicht möglich erscheint.

Theoretische Prüfung
Allgemeine Bestimmungen

§ 9. (1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann für eine größere Anzahl von Prüflingen gemeinsam durchgeführt werden, wenn dies ohne Beeinträchtigung des Prüfungsablaufes möglich ist.

(2) Die theoretische Prüfung ist grundsätzlich vor der praktischen Prüfung abzuhalten.

(3) Die Aufgaben haben nach Umfang und Niveau dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen.

(4) Die schriftlichen Arbeiten des Prüfungskandidaten sind entsprechend zu kennzeichnen.

Fachkunde

§ 10. (1) Die Fachkunde hat die stichwortartige Beantwortung je einer Frage aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen: 1. Werkstoffe und Hilfsmittel, 2. Werkzeuge und Geräte, 3. Aufbau der Haut, des Haares und des Nagels, Kenntnis der Haar-, Haut- und Nagelkrankheiten, 4. einschlägige Farblehre.

(2) Die Fachkunde kann auch in programmierter Form mit Fragebogen geprüft werden. In diesem Fall sind aus jedem Bereich zehn Aufgaben zu stellen.

(3) Die Aufgaben sind so zu stellen, daß sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können.

(4) Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

Fachzeichnen

§ 11. (1) Das Fachzeichnen hat nach Angabe die Darstellung von Kopfformen und Frisuren zu umfassen.

(2) Die Aufgaben sind so zu stellen, daß sie in der Regel in 75 Minuten durchgeführt werden können.

(3) Das Fachzeichnen ist nach 90 Minuten zu beenden.

Wirtschaftsrechnen

§ 12. (1) Das "Wirtschaftsrechnen" hat zwei einfache Kalkulationsbeispiele zu umfassen.

(2) Die Aufgaben sind so zu stellen, daß sie in der Regel in 30 Minuten durchgeführt werden können.

(3) Die Prüfung ist nach 40 Minuten zu beenden.

Wiederholungsprüfung

§ 13. (1) Die Lehrabschlußprüfung kann wiederholt werden.

(2) Wenn bis zu drei Gegenstände mit "nichtgenügend" bewertet wurden, ist die Wiederholungsprüfung auf die mit "nichtgenügend" bewerteten Gegenstände zu beschränken. Die Prüfungskommission hat in diesem Fall unter Berücksichtigung der festgestellten Mängel an Fertigkeiten und Kenntnissen festzulegen, wann innerhalb des Zeitraumes von drei bis sechs Monaten nach der nichtbestandenen Lehrabschlußprüfung frühestens die Wiederholungsprüfung abgelegt werden kann.

(3) Wenn mehr als drei Gegenstände mit "nichtgenügend" bewertet wurden, ist die gesamte Prüfung zu wiederholen. In diesem Fall kann die Wiederholungsprüfung frühestens sechs Monate nach der nichtbestandenen Lehrabschlußprüfung abgelegt werden.

Anwenden der allgemeinen
Lehrabschlußprüfungsordnung

§ 14. (1) Im übrigen ist auf die Durchführung der Lehrabschlußprüfung und der Zusatzprüfung im Lehrberuf Friseur und Perückenmacher (Stylist) die Allgemeine Lehrabschlußprüfungsordnung, BGBI. Nr. 670/1995, anzuwenden.

 

Kollektivvertragliche Mindestmonatslöhne im Friseurberuf

 

 

 

M E I S T E R P R Ü F U N G

FRISEURE und PERÜCKENMACHER

 

Vorbereitungskurse für den fachlichen Teil der Meisterprüfung und für die Unternehmerprüfung (Ausbilderprüfung) werden im WIFI (Tel. 47677) angeboten.

Die Anmeldung zur Meisterprüfung erfolgt in der:

Landesinnung der Friseure

 

(eventuell vorher telefonisch besprechen).

 

Die Zulassung zur Meisterprüfung erfolgt, nach erfolgter Prüfung der eingereichten Unterlagen, durch die:

Meisterprüfungsstelle

1030 Wien, Rudolf Sallinger Platz 1