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AMS-Förderung der Weiterbildung der Beschäftigten

Einigung über die ab 2015 geltende neue AMS-Förderung der Weiterbildung der Beschäftigten in Betrieben (kurz „QBN“)

In der Sitzung des AMS–Präsidiums am 1.7.2014 - nach langen Diskussionen - wurde Einigung über die ab 2015 geltende neue AMS-Förderung der Weiterbildung der Beschäftigten in Betrieben (kurz „QBN“) erzielt. 

Diese neue AMS-Förderung zur Weiterbildung der Beschäftigten wird die bisher über den ESF-geförderte Weiterbildungsförderung der Beschäftigten (kurz „QfB“) ab 2015 ersetzen und rein national finanziert werden. Das AMS wird sich aus der ESF-Förderung zurückziehen. 

Im Rahmen des „Betrieblichen Impulsprogramms 2015 - 2017“ wird das AMS – in Fortsetzung der ausgelaufenen Instrumente „Qualifizierungsberatung“ und „Flexibilitätsberatung“ – neben der QBN auch Betriebsberatungsinstrumente anbieten. Die konkrete Ausgestaltung dieser Instrumente ist gerade in Diskussion. Für das gesamte Betriebliche Impulsprogramm (QBN und Beratungsinstrumente) ist ein jährlicher Budgetrahmen von 25 Mio. Euro vorgesehen. Das entspricht in etwa der Höhe, die das AMS auch im Fall der ESF-Förderung zur Verfügung gehabt hätte.

Die Eckpunkte der neuen QBN

Zielgruppen

  • Arbeitnehmer mit höchstens Pflichtschulabschluss
  • Arbeitnehmerinnen mit Lehrabschluss bzw. berufsbildender mittlerer Schule
  • Arbeitnehmer ab 45

Förderhöhe

50 % der Kurskosten

Mindestdauer der Ausbildung

24 Maßnahmenstunden

Personalkosten

sind für Ausbildungen ab der 32. Maßnahmenstunde förderbar.

 

Die Richtlinie gilt ab 1.1.2015 für Qualifizierungen bis 31.12.2017.

Es ist erfreulich, dass Arbeitnehmer ab 45 auch künftig ohne weitere Einschränkungen förderbar sein werden. Die Mindestdauer der Weiterbildungen wurde von 16 auf 24 Stunden hinaufgesetzt, dies stellt einen Kompromiss mit der Arbeitnehmerseite dar. Qualifizierungsverbünde werden auch in Zukunft möglich sein, allerdings wird auch hier die Förderung auf die ob genannten 3 Zielgruppen beschränkt sein.

Die Arbeitnehmerseite bestand darauf, dass das Instrument hinsichtlich ihrer Wirksamkeit umfassend evaluiert wird. Daher gibt es zu den einzelnen Zielgruppen künftig auch Indikatoren, an Hand derer die Wirksamkeit überprüft werden wird, diese werden im Begehren bereits abgefragt werden. Die Indikatoren sind zum Teil sehr allgemein gehalten (Verbesserung von Basiskompetenzen, fachliche Spezialisierung), nur bei den Frauen sind die Indikatoren ziemlich streng, nach langer Diskussionen gibt es nun neben dem Indikator (10 % höhere Entlohnung) auch noch 2 weitere Indikatoren (Wechsel auf einen höherwertigen Arbeitsplatz, Erleichterung des Wiedereinstiegs nach einer familiär bedingten Unterbrechung).

Personalaufstockung und Verlängerung des Fachkräftestipendiums

Im Paket mit der QBN beschloss das AMS-Präsidium weiters 

  • eine Aufstockung des AMS-Personal um 200 Personen:
    Die Aufstockung wird in 3 Schritten realisiert werden (1.9.2014: +100, 1.1.2015: +50, 1.6.2015: +50). Entsprechung der Forderung der Arbeitgeberkurie wurde festgehalten, dass die Aufstockung bei günstiger Arbeitsmarktentwicklung durch die bevorstehenden Pensionierungen kompensiert wird. Die Implementierung einer Kundenkontakthistorie mit systematischem Auslastungscontrolling wird schnellstmöglich realisiert.
  • Die Verlängerung des Fachkräftestipendiums bis 2017, wobei die Berufsliste, in der die förderbaren Ausbildungen enthalten sind, bis Herbst überarbeitet wird.