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Personaldienstleister

Personaldienstleister - Wien

4. Lounge der Personaldienstleister

Zielgruppe Asylwerber: Nutzen für die Wiener Personaldienstleister?

Neue Location, brandaktuelles Thema und eine charmante Premiere: Am 25. Februar 2016 diskutierten Unternehmer, Interessierte und Experten über Nutzen und Gefahren der Flüchtlingswelle für den Wiener Arbeitsmarkt und die Zeitarbeitsbranche. Im Learning Center des modernen Campus der Wirtschaftsuniversität leitete dieses Mal Heidi Blaschek als Gastgeberin die Diskussion. Mit Dr. Helmut Mahringer (WIFO), Mag. Winfried Göschl und Gerald Walouschek (beide AMS Wien) standen wieder fachkundige Experten bei der Personaldienstleister-Lounge parat.

Zu Beginn begrüßte Ausschussmitglied Heidi Blaschek im Namen der Berufsgruppe der Personaldienstleister die Experten und Gäste und überbrachte Grüße vom kurzfristig verhinderten Fachgruppenobmann KommR Gerhard Flenreiss.

Das stellt eine Chance und bei der aktuell hohen Arbeitslosigkeit zugleich auch eine Herausforderung dar

Den inhaltlichen Input lieferte Dr. Helmut Mahringer, der eingangs die für den Arbeitsmarktzugang relevanten Unterschiede beim Asyl-Status erläuterte. Während Asylwerber nur temporär in ganz wenigen Berufsfeldern tätig werden können¸ haben erst anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtige freien Zugang zum Arbeitsmarkt – und erscheinen in der AMS-Statistik. „Aufgrund des großen Arbeitsmarktes und der vorhandenen Community kommen Flüchtlinge in die Bundeshauptstadt. Von den knapp über 17.000 als arbeitslos gemeldeten Flüchtlingen entfielen 2015 beinahe 15.000 auf Wien. Das stellt eine Chance und bei der aktuell hohen Arbeitslosigkeit zugleich auch eine Herausforderung dar“, hielt der WIFO-Experte fest und ergänzte eine Empfehlung: “Bei den Großteils jungen Flüchtlingen ist es sinnvoll, jetzt frühzeitig Investitionen in Spracherwerb und in Österreich nachgefragte Qualifikationen zu setzen, um mittel- und langfristig eine gute Integration - auch in den Arbeitsmarkt - zu erleichtern.“

Copyright © Foto Weinwrum

Arbeitsfähig und arbeitswillig?

Daran anknüpfend verwies Mag. Winfried Göschl von der Landesgeschäftsstelle des AMS Wien auf die lange Dauer der Asylverfahren und plädierte – mit Verweis auf den vom AMS durchgeführten Kompetenz-Check – für frühzeitige Integrationsmaßnahmen. „Die Unterschiede unter den Flüchtlingen sind riesig. Auf jeden Fall müssen wir möglichst frühzeitig mit der Vermittlung von Grundqualifikationen beginnen, was derzeit für das AMS rechtlich nur äußerst eingeschränkt möglich ist. Vor allem müssen wir diejenigen mit vorhandenem Ausbildungsniveau und in der Regel sehr hoher Arbeitsmotivation vor allzu langer Inaktivität bewahren. Dann sind das auch Arbeitskräfte, die für Sie als Personaldienstleister interessant sind“, so Göschl.

Förderungen aufgewertet

In dieser Frage lohnt für Gerald Walouschek (Geschäftsstellenleiter AMS Schönbrunner Straße) der Blick über die Grenze. „Der deutsche Ansatz ist sehr klug, da schon bei Asylwerbern Basisqualifikationen wie Spracherwerb gefördert werden“, meint Walouschek und betonte aber für Wien eine positive Nachricht: „Die öffentlichen Förderungen für den Arbeitsmarkt wurden in den letzten Wochen extrem aufgewertet. So wurden z.B. die Eingliederungsbeihilfen von den engen Kriterien befreit und können für fast alle betroffenen Personengruppen herangezogen werden – das sind z.B. für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtige 50% der Bemessungsgrundlage für fünf Monate."

Mit diesen positiven Nachrichten und noch vielen angeregten persönlichen Gesprächen ging die Personaldienstleister-Lounge in den informellen Teil über. Buffet, Getränke und die elegante Atmosphäre der Location boten die ideale Gelegenheit zum Networking und persönlichem Austausch.


Fotogalerie der 4. Lounge der Wiener Personaldienstleister