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Rückblick: Podiumsdiskussion Building Bridges

Zusammenarbeit zwischen Übersetzungsunternehmen und Freiberuflern in Österreich

Wie kann eine gute Zusammenarbeit zwischen großen Übersetzungsagenturen und EinzelunternehmerInnen aussehen? Ist ein TM Eigentum der ÜbersetzerInnen? Wie sieht es mit der Bezahlung aus? Antworten (und ausreichend Gesprächsstoff) lieferte die Podiumsdiskussion Building Bridges.

Am 25.11.2015 luden die Sprachdienstleister der Wirtschaftskammer Wien zu einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema „Zusammenarbeit zwischen Übersetzungsunternehmen und Freiberuflern in Österreich“ ins Gewerbehaus.

Podiumsgäste

  • Miklos Ban, Vorsitzender Proford (Ungarn: Association of Professional Language Service Providers), CEO espell Group
  • Dagmar Sanjath, Generalsekretärin Universitas Austria, Generalsekretärin FIT Europa, Lehrende am Zentrum für Translationswissenschaft Uni Wien
  • Sabine Kern, Geschäftsführerin Interlingua, AAT

Moderatorin: Trisha Kovacic-Young, Berufsgruppensprecherin, Vorsitzende AAT

Nach einem Get-together mit warmem Buffet begann die eigentliche Veranstaltung: Miklos Ban präsentierte die ungarische Association of Professional Language Service Providers Proford, deren Ziel es ist, EinzelunternehmerInnen und Large-Scale Buyers (LSB) zu möglichst zufriedenstellenden und transparenten Konditionen für beide Seiten zusammenzuführen. Ban berichtete von einer anfänglichen Misstrauensphase und der Einstiegsmöglichkeit für die neue Generation, die er mit dieser Zusammenarbeit sieht.

Präsentation folgte Podiumsdiskussion

Seiner etwa einstündigen Präsentation folgte die Podiumsdiskussion zu eben diesem Thema. Trisha Kovacic-Young stellte den Podiumsgästen zu Beginn diverse Fragen, um die Diskussion ins Rollen zu bringen. Das Publikum, das sich bald rege an der Diskussion beteiligte, bestand hauptsächlich aus Freiberuflern, von denen einige der Zusammenarbeit mit großen Übersetzungsagenturen eher skeptisch gegenüberstanden. In diesem Zusammenhang erwähnte Dagmar Sanjath den Leitfaden für Freiberufler für die Zusammenarbeit mit Unternehmen, der vom österreichischen Berufsverband UNIVERSITAS erarbeitet wurde und TranslatorInnen als Hilfestellung dienen soll. Auch das Thema Copyright und Besitzrechte von TMs wurde angeregt diskutiert, wobei hier zwischen der Arbeit von EinzelübersetzerInnen an einem Projekt und der Zusammenarbeit mit anderen ÜbersetzerInnen, KorrekturleserInnen und ProjektmanagerInnen an großen Übersetzungsprojekten unterschieden werden muss. Sabine Kern betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von CAT-Tools in der heutigen Übersetzungsbranche. Auch die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen, beispielsweise mit verpflichtenden Praktika, wie nun im neuen MA des ZTW Wien eingeführt, wurde angesprochen, da diese den Studierenden wertvollen Input liefern können.

Business to Business Entlohnung

Für besonderen Gesprächsstoff sorgte zu Ende der Diskussionsrunde die Frage der Entlohnung von EinzelunternehmerInnen durch große Übersetzungsunternehmen, die nicht mit der Bezahlung durch DirektkundInnen zu vergleichen ist, da den ÜbersetzerInnen bei einer solchen Zusammenarbeit diverse Aufgaben wie die Kundenakquise, die Erstellung von Glossaren und Style Guides und häufig auch das Korrekturlesen abgenommen werden.

An diesem Abend wurden keine allgemeingültigen Lösungen vorgetragen oder erarbeitet, was auch nicht Sinn und Zweck dieser Podiumsdiskussion war, doch mit Sicherheit konnten die
TeilnehmerInnen zahlreiche neue Informationen und Anregungen für eine (mögliche) Zusammenarbeit mit Übersetzungsunternehmen mitnehmen.

Die an die Podiumsdiskussion anschließende Möglichkeit zum Netzwerken und Reflektieren der zuvor angesprochenen Themen rundete diesen interessanten Abend perfekt ab

© Valerie Weber, MA

Building Bridges 2015 © www.davidbohmann.com