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Translation – Transkreation. Vom Über-Setzen zum Über-Texten

Rückblick vom 19.6.2017: Vortrag von Mag. Nina Sattler-Hovdar, Autorin des Buches „Translation – Transkreation“

Am 19.06.2017 hielt Frau Mag. Nina Sattler-Hovdar in der Wirtschaftskammer Wien einen Vortrag zum Thema „Transkreation – Translation. Vom Über-Setzen zum Über-Texten.“, der den TeilnehmerInnen einen Überblick zu dieser Sonderform des Übersetzens verschaffen sollte und gleichzeitig auch eine Vorschau auf den im November stattfindenden 2-tägigen Workshop bot. Wie bereits der Vortragstitel andeutet, handelt es sich bei der Transkreation um eine Kombination aus zwei Dienstleistungen: Dem Übersetzen – als Sprachmittlung – und dem Texten – als kreative Tätigkeit. Ein wesentlicher Unterschied zum „klassischen“ Übersetzen besteht darin, dass Transkreationen vor allem anhand ihrer Wirkung beurteilt werden und sich oftmals sehr weit vom Ausgangstext entfernen können, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Textsorten, die dabei in das Feld der Transkreation fallen, sind vielfältig und können als „alle imagesensiblen Texte“ zusammengefasst werden.

Texte, die verführen müssen

So genannte „ÜbertexterInnen“ müssen es also schaffen, im Zieltext dieselbe rationale und emotionale Attraktivität zu kreieren, die auch der Ausgangstext vermittelt. Dabei ist es besonders wichtig, sich vom Original zu lösen, da an erster Stelle nicht unbedingt der Inhalt, sondern die Botschaft transportiert werden muss. Als wichtigste Grundlage für das Über-Texten dient ein ausführliches Briefing, das allerdings oft erst nach Unterbreitung eines konkreten Fragenkataloges zur Verfügung gestellt wird. Dabei gilt: Je besser das Briefing, desto besser die Transkreation! Da Transkreation für viele KundInnen nach wie vor ein Fremdwort ist, sollte ihnen diese erweiterte Dienstleistung zunächst genauer erklärt werden. Sowohl bei der Preisgestaltung als auch bei der Zeitkalkulation sollte berücksichtigt werden, dass ein Transkreationsauftrag den Zeitaufwand und die Expertise eines Übersetzers und Texters umfasst. Auch die Lieferung einer Transkreation unterscheidet sich von der einer Übersetzung: Geliefert werden meist 2-3 Alternativen, die anhand von Rückübersetzungen und Anmerkungen mit Erklärungen genauer erläutert werden. 

Fazit

Besonders im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen gewinnt die Transkreation immer mehr an Bedeutung, um mit kreativen Kampagnen auch auf internationaler Ebene begeistern zu können. Für ÜbersetzerInnen bedeutet dies, dass eine steigende Nachfrage nach dieser Zusatzkompetenz und den damit verbundenen Beratungsleistungen zu erwarten ist.

© Marlene Trendl, BA MA