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Astrologische Richtungen

Richtungen in der Astrologie

Astrologie kann von verschiedenen Standpunkten mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und Zielsetzungen betrieben werden. Dementsprechend existieren verschiedene Schulen, Systeme und Richtungen. Die abendländische Astrologie umfasst zumindest drei Kategorien: die klassische, die psychologisch orientierte und die esoterische Astrologie, wobei sich in Österreich der weitaus größte Teil der AstrologInnen der psychologischen Astrologie zurechnet. Wenige KollegInnen arbeiten auch nach den Methoden der indischen oder chinesischen Astrologie.

Wenn Sie Interesse an einem Gespräch mit einer Astrologin/einem Astrologen haben, überlegen Sie, welche astrologische Richtung Ihren Vorstellungen am besten entspricht.


 

Klassische Astrologie

Claudius Ptolemäus
Unter klassischer Astrologie versteht man gemeinhin die traditionelle Lehre, an welche die Astrologie des 19. Jahrhunderts, nach einer Zeit des Niedergangs, wieder anknüpfte.
 
Als klassische Astrologie im engeren Sinne könnte man die hellenistische Astrologie bezeichnen, die zuweilen auch hermetische Astrologie genannt wird. Sie bildet den Ausgangspunkt der gesamten westlichen Astrologie bis zum heutigen Tage, auch wenn die von den Griechen geschriebenen Lehrbücher sich wiederum auf chaldäische und ägyptische Meister berufen. Der bekannteste Vertreter der hellenistischen Astrologie ist Claudius Ptolemäus (2.Jahrh.), der die astrologischen Einflüsse sehr naturwissenschaftlich und kausal erklärte, während die ursprüngliche hellenistische Astrologie von einem harmonischen Eingebettetsein in einer Weltseele ausging.
 
Die klassische Astrologie versteht sich als Schicksalskunde. Sie lässt nicht nur differenzierte Aussagen zu Physiognomie, Konstitution und Charakter des Geborenen zu, sondern auch zu prägenden Entwicklungen und Erfahrungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen wie Partnerschaft, Familie, Beruf, Status, Finanzen, Gesundheit und Lebenserwartung. Da sie dem Schicksal und damit der Determiniertheit des Menschen einen großen Raum zubilligt, hat die Prognose konkreter Ereignisse einen hohen Stellenwert. Mit einer Vielfalt von aufeinander abgestimmten prognostischen Techniken ergründet sie die Zeitpunkte, in denen sich Ereignisse manifestieren.

 

Psychologisch orientierte Astrologie

Die Entwicklung der psychologisch orientierte Astrologie begann in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Während die meisten Berechnungsmethoden den traditionellen Techniken entsprechen, fließen bei der Interpretation des Horoskops wesentliche Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts ein, wobei sich insbesondere die Arbeiten des Arztes und Psychologen C.G. Jung, dem Begründer der Analytischen Psychologie, als wegweisend erwiesen. So geht die psychologisch orientierte Astrologie davon aus, dass im Horoskop eines Menschen sein Wesen und sein Charakter als psychische Grundanlagen zum Ausdruck kommen, die im Lauf des Lebens durch das Bewältigen von Lernaufgaben zu Selbsterkenntnis führen und in Selbstbestimmung gewandelt werden können.
 
Die psychologische Astrologie versteht sich als Menschenkunde. Ihr Ziel ist es, Persönlich­keits­­strukturen wertfrei zu erklären, Potentiale aufzuzeigen, Verhalten zu verstehen, die Wahl­möglich­keiten den Anlagen entsprechend zu erweitern und den Weg zu einem erfüllten Leben zu skizzieren. Sie erhellt den Sinn von Krisen im Rahmen des individuellen Entwicklungsprozesses, ohne Entscheidungen für andere zu treffen.
 
Sie gibt also der Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen Raum, indem sie postuliert, dass Schicksal – innerhalb wohl definierter Grenzen – gestaltbar ist. Daraus folgt, dass für die Prognose die Frage "Was wird zu einem bestimmten Zeitpunkt passieren?“ weit weniger interessiert als die Frage "Wozu ist ein bestimmter Zeitpunkt geeignet?“.

 

Esoterische Astrologie

Der Begriff "Esoterik“ kommt aus dem Griechischen. Er bezeichnet etwas Inneres, zum inneren Kreis Gehörendes, etwas Verborgenes, oder ein geheimes Wissen.
Die esoterische Astrologie ruht auf der Grundannahme, dass die Welt in einem mystischen Prozess entstanden ist und dadurch alles mit allem verbunden ist. Der Mensch entwickelt sich darin in Zyklen von Reinkarnationen vom Grobstofflichen ins Feinstoffliche, um zur Erlösung bzw. Erleuchtung zu gelangen. Das Ziel ist die reine Vergeistigung und damit die Auflösung von Karma, d. h. die Loslösung von Bindungen an das Grobstoffliche.
Die esoterische Astrologie bietet in der Praxis die Möglichkeit, diese Verhaftungen aufzuspüren, Wege aus den Verstrickungen aufzuzeigen und den Grad unserer Spiritualität zu bestimmen. Sie anerkennt nicht nur – sie betont vielmehr die Möglichkeit, das eigene Schicksal selbst zu gestalten.
 
Auf die Frage: "Kann man den Todeszeitpunkt eines Menschen in dessen Horoskop erkennen?“ würde ein esoterischer Astrologe vielleicht antworten: "Ja, aber entscheidend ist doch nur, in welchem Bewusstseinszustand er oder sie stirbt.“
Pionierin der esoterischen Astrologie in der Nachfolge von Helena Blawatsky und der Theosophischen Gesellschaft war Alice Bailey (1880 – 1949), die ihr Werk auf telepathischem Wege von einem tibetischen Meister empfing.

 

Chinesische Astrologie

In der chinesischen Kosmologie besteht das Universum und alles darin aus Yin/Yang und den fünf Elementen, die ständig miteinander in Verbindung stehen, und die einen Zyklus der Geburt bzw. der Zerstörung innehaben. Um das menschliche Schicksal mit dem Universum zu verbinden, haben die Chinesen ein Kalendersystem entwickelt, das nicht nur das Vergehen der Zeit, sondern auch die elementaren Einflüsse zu jedem bestimmten Moment festhält. Der chinesische Kalender zeigt uns im Himmelsstamm und im Erdzweig jeweils zwei Elemente für ein Jahr, Monat, Tag oder Stunde. Dadurch erhält man eine Gruppe von acht Elementen, mit welcher man das Schicksal eines Menschen bestimmen kann (wie z.B. die Persönlichkeit, das Potential, Beziehungen, Geld, Heirat, Gesundheit, die ‚up and down’ Zyklen des Lebens u.s.w.).
Chinesische Astrologen glauben nicht an die absolute Vorbestimmung! Eine Person hat innerhalb eines möglichen Rahmens einen bestimmten Grad an Selbstbestimmung, ihren/seinen Lebensweg zu wählen. Neben dem freien Willen werden aber auch externe Faktoren wie Kulturkreis, finanzielle Lage der Familie und lokale Marktwirtschaft berücksichtigt.
Wichtig zu erwähnen ist, dass Balance die Hauptrolle im chinesischen Denken spielt. Wahre Stärke kommt von Balance oder Ausgewogenheit. So ist auch ein starkes Horoskop jenes, das sowohl in Elementen als auch Zeichen ausgewogen ist.

 

Indische Astrologie

Die indische Astrologie wird auch "Vedische Astrologie“ genannt, weil sie ein Bestandteil der Vedischen Schriften ist, die auf das Jahr 3900 v.Chr. datiert werden. Indische Rishis (Seher) lehrten die kosmische Symbolsprache und gaben genaue Anleitungen und Deutungsregeln. Persische, arabische, indische und griechische Astrologen haben sich über Jahrhunderte gegenseitig ausgetauscht und befruchtet. Die indische Astrologie wurde – im Unterschied zur westlichen Astrologie – in ihrer Ganzheit lebendig erhalten, indem sie bereits mehrere Jahrtausende ein anerkannter und damit auch integrierter Bestandteil der indischen Kultur ist.
Die indische Astrologie versteht sich als universelle Symbolsprache, die der spirituellen Entwicklung und Selbsterkenntnis dient. Es geht um die Wege der Bewusstseinserweiterung, und wie man die vier Lebensziele: Dharma (die Pflichten), Artha (den Lebensunterhalt bestreiten), Kama (Befriedigung der Bedürfnisse) und Moksha (Erlösung, inneren Frieden) erreichen kann.

Ein wesentliches Merkmal der indischen Astrologie ist es, dass den Interpretationen ein Tierkreis zugrunde liegt, der auf den Sternbildern beruht. Der Tierkreis der westlichen Astrologie basiert dagegen auf den sogenannten Tierkreiszeichen. Das kann zur Folge haben, dass sich das nach westlicher Sicht vertraute Sternzeichen von dem in der indischen Astrologie verwendeten Sternbild unterscheidet. In der indischen Astrologie wird zusätzlich zum solaren Tierkreis, der den jährlichen scheinbaren Weg der Sonne durch die 12 Tierkreiszeichen beschreibt, auch der lunare Tierkreis verwendet, der aus 27 Stationen, den sogenannten Nakshatras, besteht und den täglichen Weg des Mondes durch die Fixsternbilder beschreibt.  Der Tierkreis des Mondes ist noch älter als der der Sonne und ist rein indischen Ursprungs. Durch diese weitere Ausdrucksebene ist eine noch tiefere astrologische Interpretation möglich.

Zahlreiche weitere einzigartige Methoden der indischen Astrologie ermöglichen die Zeichen der Zeit zu erkennen und für sich zu nutzen. Die Kraft der Edelsteine, Farben, Verhaltensweisen, bestimmter ritueller Handlungen und das Rezitieren von Mantras (Silben) wird zur persönlichen Harmonisierung eingesetzt. Schließlich ist die indische Astrologie seit jeher mit Ayurveda (Wissen des Lebens) verknüpft.