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Was Sie schon immer über Astrologie wissen wollten!

Der Nachbericht zum Tag der Astrologie am 21. März 2016

Wenn die Astrologen tagen, geht’s dem Winter an den Kragen. Wird das vielleicht in 50 oder 100 Jahren als  Bauernweisheit von Generation zu Generation weitergegeben? Schön wär’s, auch wenn wir vorerst noch  nicht in Generationen denken, sondern froh sind, „schon“ 10 Jahre zu wirken.  Am 21. März, pünktlich zum Frühlingsbeginn, veranstalteten wir, die gewerblichen Astrologen, unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftskammer  den Tag der Astrologie. Motto: „Was Sie schon immer über Astrologie wissen wollten“. 

In den ehrwürdigen und wunderschön sanierten Räumlichkeiten des Apothekertraktes in Schloss Schönbrunn fanden sich 220 Interessierte ein – eine symbolträchtige Location - viele  Habsburger Fürsten und Kaiser waren dem Sterndeuten sehr zugetan und zogen Astrologen an ihren Hof. Manche, wie z.B. Kaiser Ferdinand I. (1503-1564), hatten sogar selbst große Kenntnisse in dieser Kunst. Ferdinands Bruder, der große Kaiser Karl V., hielt ebenso viel von Astrologie wie Ferdinands  Sohn Maximilian II.; dessen Sohn Rudolf II. wiederum wurde bekannt als Förderer  des Astronomen und Astrologen Johannes Kepler, dem wir die Rudolfinischen Tafeln verdanken (die damals genauesten Planetenständen) und die Harmonices Mundi, die 5 Bücher über die Harmonik der Welt.

Heute haben wir Astrologen keine fürstlichen Gönner, sondern nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Angesichts medialer Verbreitung von purer Unkenntnis und falschen „Fakten“  suchen wir nach Möglichkeiten, aufzuklären.  Wie machen wir das?

Da rückte zum Beispiel die  Astrologin und TV-Frau Andrea Konrad mit ihrem Team an, um einen  Film für den Wiener Stadtsender OKTO TV (Sendetermin wird bekannt gegeben) zu drehen.

Da erwarteten zwölf Astrologen jeweils 4 Interessierte zu einer Kurzberatung. An Stehpulten unter dem inspirierenden Schönbrunner Gewölbe vertieften sie sich in die Horoskope; zwar  lässt sich in 15 Minuten nicht die Welt erklären, aber doch ein Eindruck gewinnen, nämlich dass seriöse Astrologen weder wahrsagen noch den Interessenten auf etwas festlegen. Worauf es ankommt ist doch, zu zeigen, welche Kräfte derzeit im Leben des Betreffenden wirken und wie er sie für seinen Entwicklungsweg bestmöglich nutzen kann. 

Vortrag von Ursula Szalachy

Und da zeigte die Haupt-Referentin des Abends, Diplom-Astrologin und Lebensberaterin  Ursula Szalachy, dass das, was der Laie für „Astrologie“ hält, nicht  mehr ist als eine fragwürdige Unterhaltung, kurz gesagt, ein schöner Schmäh. Gemeint sind die Zeitungs-Horoskope. -  Sind Sie ein Widder? Oder ein Krebs? Oder eines der 12 Zeichen? Ja schön und gut - das ist „Ihre Sonne“. Aber was ist mit Ihren anderen 9 Planeten? Deren Stellung in den 12 Häusern mit allen Aspekten? Das kann ein Zeitungshoroskop nicht liefern, da es ohne Geburtsdaten auskommen muss.

Szalachy zeigte am Geburtshoroskop von Schauspielerin Angelina Jolie,  wie komplex so ein Geburtshoroskop (Radix) aufgebaut ist. Mit ihrem Krebs-Aszendenten ist Jolies Anlage von Fürsorglichkeit und Hingabe bestimmt, was sie ja mit ihrer stattlichen Kinderzahl auch umsetzt. Der Herrscher Mond, der prominent am MC im Widder steht, zeigt, dass sie mit dieser Anlage öffentlich Bedeutung erlangt, und zwar indem sie eben diese Anlage mit ihrer Zwillinge-Sonne im 11. Haus verwirklicht, also für die Menschheit als Ganzes, und zwar auf intelligente Weise und mit vielen Reisen. Ihre weibliche Schönheit spiegelt sich in der Venus am Aszendenten , doch dass sie kein Püppchen ist, zeigt ihre Rolle als Lara Croft:  der Widder Mond steht in Konjunktion mit Powerplanet Mars und Glücksplanet Jupiter am Karriere-Punkt MC, und das Ganze in Opposition zu Pluto im 3. Haus der Selbstdarstellung.  Gut, dass sie diese geballte Ladung auf künstlerische Art zum Ausdruck bringt. Gut, dass sie die Konstellation auf diese Weise „gesättigt“ hat. Was man verstehen muss:  Planeten sind Symbole, sie stehen für archetypische Eigenschaften. Beispiel: Jeder Mensch hat einen Mars im Horoskop, dessen archetypische Energie gemäß seiner Stellung im persönlichen Horoskop aber sehr individuell zum Ausdruck kommt.

Ein schöner Abend

Regina Binder, Sprecherin der Berufsgruppe der gewerblichen Astrologen und federführend bei der Veranstaltung zeigt sich zufrieden mit dem Abend:  „Ein schöner Abend, der auch Laien ermöglichte sich ein Bild von der Komplexität der Astrologie zu machen;  Unterhaltungsastrologie greift zwar auf eine treffende Persönlichkeitstypologie zurück, aber um eine Persönlichkeit in ihrer Ganzheit zu erfassen, braucht es ein Horoskop das auf Ort, Zeit und Datum aufgebaut ist.“

Astrologie weckt mehr und mehr Interesse  – wir Astrologen wundern uns darüber nicht so sehr, denn seit der spirituelle Planet Neptun im Jahr 2012 in sein eigenes Zeichen Fische gewechselt hat und dort 14 Jahre bleibt, beginnen sich immer mehr Menschen für ein Wissen zu öffnen, das über die Naturwissenschaften hinausgeht - ohne dieses gering zu schätzen. 

Neue Forschungsfelder

Und auch in der Astrologie selbst ist viel Bewegung - neue Forschungsfelder haben sich entwickelt und alte wurden wiederentdeckt. So gibt es  medizinische Astrologie, Finanz- oder Börsenastrologie, Stundenastrologie (konkrete Fragen – konkrete Antworten), Orte-Astrologie oder Astrokartografie, Partnerschaftsastrologie,  usw. – genug Möglichkeiten für den praktizierenden Astrologen, sich zu spezialisieren.

Sogar studieren kann man Astrologie schon wieder:  An der University of Wales, nach Oxford und Cambridge die älteste Universität von Wales und England, kann man ein 2-jähriges Studium in „Cultural Astronomy and Astrology“ machen. „Der Lehrgang  ist einfach einzigartig“, wirbt die Uni auf der Webseite.  Es ist weltweit der einzige  Lehrgang mit Master-Abschluss, in dem die Beziehung des Menschen zum  Himmel im Laufe der Kulturen und ihrer Geschichte erforscht wird.“ Pionierarbeit bedeutet eben manchmal, zu seinen eigenen Wurzeln zurückzukehren.

Einzelne Geistesgrößen haben es immer schon gewusst; so meinte C.G. Jung, Begründer der Analytischen Psychologie: „Ein nicht gedeutetes Horoskop ist wie ein ungeöffneter Brief“.

4.000 Besucher gesamt

Peter Fraiss, Astrologe und Leiter des Sarastro College im 9. Wiener Bezirk ist zu Recht stolz darauf, dass er 2007 den Tag der Astrologie ins Leben gerufen hat,  dass seine Pionierarbeit Früchte trägt: „Es hat mich stolz gemacht, was aus meiner Initiative geworden ist. An die 4.000 Menschen waren bisher Gäste an diesen Tagen der Astrologie. Keine andere Berufsgruppe findet so großes Interesse in der Öffentlichkeit. Der Erfolg der Berufsgruppe spiegelt den Erfolg ihrer Mitglieder.

Es hat mich stolz gemacht, was aus meiner Initiative geworden ist

Er basiert zu Recht auf einer immer mehr in Anspruch genommenen mehrjährigen Ausbildung in psychologisch orientierter Astrologie. Auch dieser Tag der Astrologie zeigte, wie professionelle Astrologie - jenseits aller Unterhaltung - menschliches Verhalten und Erleben hilfreich erklären kann.“

Und der Kabarettist Günter Suda, Autor, Lebens- und Sozialberater und Astrologe, zeigte auf dem Tag der Astrologie, dass der Blick in die Sterne nicht immer dramatisch und bierernst sein muss. Nach der Pause brachte er Wassermänner, Löwen und alle anderen zum Lachen. A propos Löwen: Woran erkennt man die eigentlich? - Dass sie beim ersten Date immer ein interessantes Thema haben: sich! - Zum Ende fand Suda dann auch noch lobende Worte für die Wirtschaftskammer: „Im Altertum herrschte unter den Astrologen eine strenge Auslese: es gab nur gute und tote. Da ist die WKO Gott sei Dank gnädiger !“

Fotos des Tags der Astrologie 2016