th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Formen der Personenbetreuung

Tätigkeitsformen & Organisationsformen von Personenbetreuung

Personenbetreuer können grundsätzlich sowohl selbständig als auch unselbständig tätig sein. In der Praxis hat sich allerdings das Selbständigenmodell durchgesetzt, da es deutliche Vorteile hinsichtlich der Flexibiliät der Betreuungskräfte sowie der Finanzierbarkeit bietet. Denn selbständig tätige Personenbetreuer sind an keine Mindestlohntarife gebunden und haben geringere Sozialversicherungsbeiträge als Unselbständige.

 

24-Stunden-Betreuung

Die 24-Stunden-Betreuung ist ein Angebot für hilfebedürftige Menschen in deren Privathaushalten, die rund um die Uhr Betreuung brauchen, aber dennoch weiterhin im eigenen Zuhause leben wollen.
Mit 1. Juli 2007 traten das Hausbetreuungsgesetz und Änderungen der Gewerbeordnung in Kraft. Damit wurde eine Rechtsgrundlage für die legale 24-Stunden-Betreuung geschaffen.
 

Seither gibt es drei Möglichkeiten der Betreuung in Privathaushalten:
 

  1. Anstellung der Personenbetreuer durch betreute Person
    Die betreute Person oder ein Angehöriger stellt die Betreuungskraft als Arbeitnehmer an (Hausbetreuungsgesetz, Hausangestelltengesetz)
  2. Anstellung der Personenbetreuer bei einem gemeinnützigen Anbieter
    Die betreute Person oder ein Angehöriger beschäftigt eine Betreuungskraft, die bei einem gemeinnützigen Anbieter angestellt ist (Hausbetreuungsgesetz, jeweiliger Kollektivvertrag)
  3. Die Betreuungskraft ist selbständig tätig
    Die Betreuungskraft ist selbständig tätig und verfügt über einen Gewerbeschein für Personenbetreuung (Hausbetreuungsgesetz, Gewerbeordnung)
     

Wodurch unterscheidet sich eine selbständige von einer unselbständigen Tätigkeit?

Die Personenbetreuung kann selbständig und unselbständig durchgeführt werden. Wesentlich ist dabei die konkrete Vertragsgestaltung. Selbständigkeit liegt jedenfalls vor, wenn der Betreuer weder persönlich noch wirtschaftlich von der betreuten Person abhängig ist.

Der Aufgabenbereich ist bei der selbständigen und unselbständigen Ausübung der Tätigkeit als Personenbetreuer ident.
 

Merkmale dafür, dass der Betreuer selbständig ist, sind folgende:
 

  • Der Betreuer kann abgesehen von sachlichen Weisungen (z.B. Weisungsgebundenheit in Hinblick auf den Arbeitsort) weisungsfrei handeln
  • Er kann eine persönliche "Weisung“ der betreuten Person sanktionslos ablehnen. (z.B. Reinigung des Bades erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt als vereinbart)
  • Keine Verpflichtung zur persönlichen Leistungserbringung – Der Betreuer ist generell befugt, sich vertreten zu lassen oder Hilfskräfte heranzuziehen
  • Der Betreuer trägt das Risiko des Verdienstentganges bei Nichterbringung der Betreuungsleistungen (z.B. Betreuer wird krank).

     

Tipp: Bei selbständiger Tätigkeit gibt es keine Bestimmungen über Arbeitszeit und Freizeit, weil die erbrachte Leistung im Vordergrund steht. Wir empfehlen daher, gleich zu Betreuungsbeginn eine entsprechende Regelung zu vereinbaren.