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Qualitätssicherung der Personenbetreuung

Verpflichtend vorgesehene Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Eine transparente Leistungsvereinbarung und -dokumentation bilden die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Arbeit zur vollsten Zufriedenheit der Kunden. Die Standesregeln definieren darüber hinaus klare ethische Grenzen für die Branche.


Folgende Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind zwingend vorgesehen:

  • Die Grundlage der Arbeit von Personenbetreuern bildet ein schriftlicher Betreuungsvertrag, in dem alle zu erbringenden Leistungen erfasst sind.
  • Der Betreuungsvertrag muss auch Handlungsleitlinien für den Alltag und für den Notfall umfassen. In diesen sind einerseits alle vertraglich vereinbarten Leistungen aufzuführen, damit auch im Falle einer Vertretung alle wesentlichen Informationen zugänglich sind. Andererseits muss in ihnen klar geregelt sein, wie sich der Personenbetreuer im Fall einer Verschlechterung des Zustands seines Klienten zu verhalten hat. Dies betrifft insbesondere die Verständigung oder Beiziehung von Angehörigen, Ärzten oder Einrichtungen sowie die Ergreifung von Erste-Hilfe-Maßnahmen.
  • Personenbetreuer sind zur ausreichenden und regelmäßigen Dokumentation aller ihrer Dienstleistungen verpflichtet.  Diese ist in schriftlicher Form beiden Vertragspartnern zugänglich zu machen.
  • Die verpflichtende Führung eines Haushaltsbuchs durch die Betreuungskraft, in dem alle getätigten Ausgaben zu verzeichnen sind, gewährleistet die finanzielle Transparenz. Dieses ist ebenso wie die Belegsammlung für einen Zeitraum von zwei Jahren aufzubewahren. 

Die Standesregeln  

Die Standesregeln sind in der Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über "Standes- und Ausübungsregeln für Leistungen der Personenbetreuung“ geregelt (BGBl. II 2007/278).

§ 3 der genannten Verordnung besagt, dass die Personenbetreuer ihren Beruf gewissenhaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen Personenbetreuers auszuüben haben und verpflichtet sind, jedes standeswidrige Verhalten zu unterlassen.  

Personenbetreuer sind gem. § 4 dieser Verordnung verpflichtet:

  • ihre Leistungen wahrheitsgetreu anzubieten
  • keine Leistungen zu erbringen, ohne hierzu beauftragt worden zu sein
  • keine Zahlungen entgegennehmen, ohne dazu ermächtigt worden zu sein
  • ihnen anvertraute Gegenstände nicht eigenmächtig zurückbehalten
  • keine Empfehlungen ungeeigneter Personen als Betreuer abzugeben