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Weihe unseres „Schustermichels“

Der erste Auftritt unserer Glocke

Unser Wiener Schuhmuseum ist um eine Attraktion reicher:

Ab sofort können wir mit Stolz und Freude den Besuchern einen kleinen Nachguss der legendären Glocke „Schustermichel“ präsentieren!

 

Das sind die imposanten Daten unseres Schustermichels, den Sie ab sofort in unserem Wiener Schuhmuseum besuchen können:

  • Bronzeglocke
  • Gewicht ca. 73 kg
  • Durchmesser: 478 mm


Berufsschullehrer Raimund Neubauer hat nicht „nur“ eine besondere Beziehung zum Schuhmacherhandwerk, er liebt es auch in seiner Freizeit mit Holz zu arbeiten.

Wir freuen uns sehr, dass er uns für den kleinen Schustermichel einen wunderschönen Glockenstuhl angefertigt hat. Herzlichen Dank, lieber Raimund!

 

Der Original-Schustermichel tut seinen Dienst in der Pfarre Mariahilf, wir freuen uns sehr, dass wir Pfarrer Pater Mag. Andreas Kunkel gewinnen konnten, den „kleinen Schustermichel“ am 3. Oktober 2014 zu weihen.

Zu dieser Veranstaltung konnten wir über 70 Gäste begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass Frau Spartenobfrau Innungsmeisterin Mag. Maria Smodics-Neumann und Spartengeschäftsführerin Mag. Michaela Schuster unserer Einladung gefolgt sind.

Besonders gefreut haben wir uns, dass wir Frau Mag. Michaela Schuster als Patin für unseren kleinen Schustermichel gewinnen konnten.

 

Unsere Gäste waren beeindruckt von der Schönheit und dem sonoren Klang unserer Glocke. Es blieb auch Zeit zu plaudern und viele nutzten die Gelegenheit das Museum wieder, oder teilweise erstmals, zu besichtigen. Unser Museumsteam ließ es sich nicht nehmen, die Exponate mit fachlicher Kompetenz und Charme zu erläutern. Auch das Buffet war ausgezeichnet, so verbrachten unsere Gäste bei angenehmem Ambiente einen wunderbaren Nachmittag.

 

Jetzt zu den Eckdaten des „Schustermichels“:

Das Original wurde von Michael Sailler (1658 – 1726), Schuhmacher und Betreiber eines „Wirtsgeschäftes“ in unmittelbarer Nähe der Mariahilfer Kirche, im Jahr 1720 gespendet.

Gewicht 4.445 kg bei einem Durchmesser von 193 cm.

Es gibt eine Besonderheit: es befindet sich auf der Glocke eine Kartusche mit dem Zunftzeichen des Schuhmacherhandwerks!

 

Sie fragen sich sicher, warum der „Schustermichel“ gerade diesen Namen trägt, das ist seine Legende (Ende des 17. Jahrhunderts):

 

An einem Herbstabend, als die meisten Gäste das Lokal bereits verlassen hatten, kam ein Gast in das „Wirtsgeschäft“, der noch mitten in der Nacht zum Gnadenbild der Kirche zu kommen begehrte und dafür ein Beutel mit Gold anbot. Der Wirt erreichte tatsächlich, dass Der Kirchendiener ihm noch nachts die Kirche öffnete, wo der Fremde vor dem Gnadenbilde seine Andacht verrichtete.

Am nächsten Morgen, ehe er den Gasthof des Schustermichels verließ, übergab er dem Wirt eine Kassette und bat ihn, sie ihm drei Monate lang zu verwahren. Sei er nach Ablauf dieser Zeit nicht zurückgekehrt, so möge er die Kassette öffnen. Ihr Inhalt werde ihm Aufschluss geben, was er zu tun habe. Der Wirt musste ihm schwören, so zu handeln, worauf der Fremde abreiste.

Nach Ablauf der drei Monate öffnete der Wirt die Kassette und fand sie mit Gold gefüllt. Auch ein Schreiben lag darin, das ihm auftrug, die Kassette und einen verschlossenen Brief der Pfarre Mariahilf zu übergeben. Der habgierige Wirt vernichtete die beiden Briefe und behielt die Kassette samt dem Gold für sich.

Seither wurde er von Gewissensbissen verfolgt. Der schwer erkrankte Schustermichel vermachte den Großteil seines Vermögens der Mariahilfer Kirche. Ein besonderer Betrag war zum Guss einer großen Glocke bestimmt.

 

Hier noch eine ganz außergewöhnliche Anekdote:

Der Schustermichel grüßt die Pummerin.

Am 26. April 1952 kam es zum Triumphzug der neu gegossenen Pummerin nach Wien, den mehr als eine Million Menschen begleitet haben.

Der Weg führte über die Mariahilfer Straße, wo der Tross an der Mariahilfer Kirche um 15:00 Uhr innehielt. Der „Schustermichel“ rief mit seiner dumpfen Stimme einen Willkommensgruß.

  

Möchten Sie unseren kleinen Schustermichel in natura bewundern?

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Öffnungszeiten des Wiener Schuhmuseum:

1x im Monat, am 2. Dienstag des Monats, von 16 bis 19 Uhr