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Kurzdefinition

Für Wiener Handelsagenten

Das österreichische Handelsvertretergesetz definiert den Handelsvertreter (=Handelsagenten) wie folgt:

§1 Abs. 1 HVertrG „Als selbständiger Handelsvertreter gilt derjenige, der von einem anderen (Unternehmer) mit der Vermittlung und dem Abschluss von Geschäften, ausgenommen über unbewegliche Sachen, in dessen Namen und für dessen Rechnung ständig betraut ist und diese Tätigkeit selbständig und gewerbsmäßig ausübt.“

Das Unternehmen des Handelsagenten ist nicht an eine bestimmte Unternehmungsform (Einzelfirma, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft) gebunden. Der Handelsagent ist nur im B2B-Geschäft tätig, das heißt er macht keine Geschäfte mit Privatkunden.

Ständige Betrauung mit Vermittlungstätigkeit

Ein Unternehmen (Geschäftsherr) betraut ein anderes Unternehmen (nämlich das des Handelsagenten) ständig (also nicht einmalig oder gelegentlich) damit Geschäftsabschlüsse zu vermitteln und das betraute Unternehmen übt diese Tätigkeit selbständig und gewerbsmäßig aus. Ausdrücklich ausgenommen ist die Vermittlung von Immobiliengeschäften.
Durch die ständige Betrauung ist der Handelsagent zur fortlaufenden Kundenbetreuung und Auffindung neuer Kunden verpflichtet.

Auf fremden Namen und fremde Rechnung

Das Bedingnis der Vermittlung bedeutet, dass der Handelsagent auf fremde Rechnung, fremden Namen und fremdes Risiko arbeitet. Der HA kauft die Ware nicht beim Erzeuger und verkauft sie an den Kunden weiter, sondern er bewirkt die Bestellung des Kunden beim Erzeuger. Dadurch trägt der Handelsagent kein aus diesem Geschäft entstehendes Risiko (wie z.B. Schadenersatz für die Folgen einer Nichtlieferung oder das Risiko der Nichtbezahlung einer Lieferung) ausgenommen jenes des teilweisen oder vollständigen Provisionentgangs.

Wenn der Lieferant den Auftrag bestätigt, die Ware an den Kunden liefert und berechnet, entsteht dadurch grundsätzlich die Verpflichtung zur Zahlung der vereinbarten Provision (meist ein Prozentsatz des Rechnungsbetrags). Es kann auch vereinbart werden, dass die Provision erst nach Eingang des Rechnungsbetrages bezahlt wird. Kann der mit dem Kunden vereinbarte Erlös nicht eingebracht werden, entfällt in diesem Umfang auch der Provisionsanspruch bzw. muss bereits bezahlte Provision zurückerstattet werden.