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DMF-Verbot

EU verbietet Schimmelverhütungsmittel Dimethylfumarat

Mit Wirkung vom 1.5.2009 hat die EU Kommission den als Biozid eingesetzten Stoff Dimethylfumarat (CAS-Nr. 624-49-7) in Verbraucherprodukten verboten. Dieses Verbot gilt für alle Produkte, die einen Gehalt von mehr als 0,1 mg/kg aufweisen.

Diese Entscheidung wurde im Amtsblatt der Europäischen Union am 20.3.2009 bekannt gemacht. Dieses Biozid ist in der EU schon seit vielen Jahren verboten, wird allerdings in einigen anderen Ländern zur Schimmelbekämpfung von Konsumgütern, die aus Leder hergestellt sind, verwendet und könnte somit in Importprodukten vorhanden sein.

Betroffen sind grundsätzlich alle auf dem Seeweg transportierten Warengruppen, besonders aber alle Arten von Lederprodukten (Schuhe, Lederwaren, Bekleidung, Accessoires, Möbel).

Anlass für dieses Verbot waren einige allergische Reaktionen bei Verbrauchern, die mit Konsumgütern, welche mit dem Biozid Dimethylfumarat (DMF) behandelt wurden, in Berührung gekommen sind.

Aus Österreich ist bisher kein einziger Fall bekannt. Üblicherweise wird diese Chemikalie DMF in kleinen Beuteln abgepackt und der Ware beigelegt, wobei diese dann auch die Bezeichnung DMF tragen und den Sinn haben, die Schimmelbildung bei Lagerung oder Transport bei Feuchtbedingungen zu verhindern.

Das DMF verdunstet, imprägniert das Leder und schützt so gegen Schimmel. Wenn Ihren Waren, die nicht in der EU produziert wurden, solche Beutel mit der Aufschrift DMF beigepackt sind, raten wir, diese so rasch wie möglich zu entfernen und zu entsorgen.

Die Beutel mit dem reinen Inhalt und der Aufschrift SILICAGEL sind davon nicht betroffen.

Laut Auskunft von Experten ist jedoch nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass DMF den SILICAGEL-Beuteln beigegeben wurde und als solches nicht deklariert wurde. Dieses lässt sich allerdings nur durch eine kostspielige Analyse feststellen.

Um daher ganz sicher zu gehen, empfehlen wir, alle beigepackten Säckchen sicherheitshalber zu entfernen, da - auch wenn DMF enthalten gewesen sein sollte - die Chance besteht, somit eine Kontamination über den Grenzwert von 0,1 mg/kg zu vermeiden. Dies ist allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Wir empfehlen Ihnen in Zukunft bei allen Bestellungen den Passus aufzunehmen, dass die gelieferte Ware die Anforderungen an die Entscheidung der Kommission vom 17.3.2009 (2009/251/EG) erfüllt und kein DMF in einer höheren Konzentration als 0,1 mg/kg enthält. 

Sicherlich ist es auch gut, sich von seinen Vorlieferanten so eine Bescheinigung für die bereits gelieferte Ware aushändigen zu lassen, da nur der Produzent wissen kann, was in der Ware enthalten ist. Da DMF schon seit vielen Jahren in der EU nicht zugelassen ist, dürften ausschließlich EU-Importe betroffen sein.