th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

WIFO-Konjunkturtest

Produktion auf historischem Tiefstand, trotzdem leichter Optimismus in Wiener Industrie sprübar

In der Wiener Industrie sind die Folgen der Corona-Pandemie weiter deutlich spürbar, die Unternehmen blicken jedoch mit etwas mehr Zuversicht in die Zukunft, das ergibt der aktuelle der Konjunkturtest des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO).  Die  aktuelle Lagebeurteilung ist weiter gesunken, lediglich im Jänner 1996 lag dieser Wert noch tiefer. Allerdings haben sich die unternehmerischen Erwartungen gegenüber dem Frühjahr deutlich verbessert, auch wenn sie sich nach wie vor im negativen Bereich befinden.

Wie schwierig die letzten Monate waren, zeigt sich vor allem in der Entwicklung der Produktion. In den vergangenen drei Monaten konnten nur acht Prozent der Unternehmen die Produktion steigern, knapp 60 Prozent mussten sie drosseln. Das bedeutet einen historischen Tiefststand seit Beginn der Erhebung. Durchwachsen sind auch die Auftragseingänge im letzten Quartal. Zwar melden zwölf Prozent der Betriebe einen höheren Auftragsbestand als noch im Frühjahr, 66 Prozent melden jedoch einen Rückgang. Nur 45 Prozent der Unternehmen empfinden die aktuelle Auftragslage als ausreichend. Zur Einordnung: Dieser Wert liegt sogar knapp unter dem Niveau der Finanzkrise 2009.

Wenig Aufträge aus dem Ausland

Sogar noch deutlicher, um 14 Prozentpunkte, gesunken ist die Zufriedenheit mit der Exportauftragslage. Nur 39 Prozent der Unternehmen geben an, über ausreichend Aufträge aus dem Ausland zu verfügen, der Tiefstwert in der Finanzkrise lag zum Vergleich bei 35 Prozent.

Stark gesunken ist der Anteil der Firmen, die Probleme bei der Produktion melden. 51 Prozent der Unternehmen können ohne Schwierigkeiten produzieren. Das ist zwar immer noch ein relativ niedriger Wert, im Vergleich zum Frühjahr allerdings ist dies eine Verbesserung um 18 Prozentpunkte. Das größte Hindernis bei der Produktion ist wenig überraschend eine unzureichende Nachfrage. Das geben knapp ein Drittel der Unternehmen an. Kaum mehr ins Gewicht fallen hingegen Mangel an Arbeitskräften sowie Finanzierungsprobleme.

Geschäftslage wird negativ beurteilt

Die derzeitige Geschäftslage wird stark negativ beurteilt und hat sich gegenüber dem April auch noch weiter verschlechtert. In der Umfrage hat kein einziges Wiener Industrieunternehmen den aktuellen Geschäftsverlauf mit gut bewertet. 48 Prozent der Unternehmen schätzen die Geschäftslage als befriedigend ein, 52 Prozent bewerten sie als negativ. Trotzdem fallen die Erwartungen der Unternehmen in der Wiener Industrie für die kommenden Monate deutlich weniger pessimistisch als in der letzten Umfrage aus. 20 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Zunahme der Produktion, 23 Prozent mit einer Abnahme. Der Saldo liegt zwar immer noch bei einem negativ Wert von minus drei, im April lag er aber noch bei minus 43 Prozent.
Trotz vieler negativer Zahlen, zeigt der Gesamtindex des WIFO Konjunkturtests eine Verbesserung und damit eine vorsichtig optimistische Stimmung in der Wiener Industrie.