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Nahrungs- und Genussmittelindustrie - Wien

Presseinformation - Schokohasen: Der NGO-Check hinkt noch immer!

Kriterien sind weder ausgewogen noch nachvollziehbar
Katharina Koßdorff
Katharina Koßdorff (Foto: Wilke)

 

(Wien, 9.4.2019) „Leider enthält der von den NGOs Südwind und Global 2000 präsentierte Osterhasen-Check auch heuer wieder nicht alle Informationen, die für Konsumenten zur Kaufentscheidung wichtig sind. Schokolade-Hersteller unternehmen große Anstrengungen, mit eigenen Programmen auf soziale und ökologische Aspekte der Produktion von Kakao und Schokolade einzugehen. Diese werden erneut nicht in die Bewertung aufgenommen. „Seriöse Konsumenteninformation schaut anders aus", kritisiert Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, die kürzlich erfolgte Beurteilung von Schoko-Osterhasen.

Tatsache ist: Seit vielen Jahren unternehmen die Hersteller von Schokolade und kakaohaltigen Produkten vielfältige Anstrengungen, um die Bedingungen der Kakaoherstellung nachhaltig zu verbessern. In den meisten Fällen handelt es sich um Kooperationen mit nationalen Regierungen in Form von Public-Private-Partnerships oder internationalen Organisationen, die sich für faire Produktionsbedingungen einsetzen. Dabei wurden in den letzten 10 Jahren Beträge in der Größenordnung von über 100 Mio. Dollar (ca. 90 Mio. €) investiert.

Das Programm „Cocoa Life“ von Mondelēz International (Milka) etwa hat seit dem Launch 2012 bis Ende 2017 121.000 Kakaobauern (Ziel sind rund 200.000 bis 2022) in über 1.000 Gemeinschaften in Ghana, der Elfenbeinküste, in Indonesien und Indien erreicht und durch gezielte Schulungen dabei unterstützt, ertragreicher zu wirtschaften und damit zu höheren Einkommen verholfen. Unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass in den indonesischen Gemeinden, die an Cocoa Life teilnehmen, das Jahreseinkommen von Bauern um 37 Prozent und der Kakaoertrag um 10 Prozent angestiegen sind. Mehr als eine Million Bäume konnten als Teil der globalen Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels gepflanzt werden. Es werden bereits 35% des Mondelēz International Bedarfs mit Kakao aus nachhaltigem Anbau gedeckt (nach 21% im Jahr 2016). Bis 2022 werden insgesamt mindestens 400 Millionen US-Dollar in das Programm investiert.

Auch Nestlé hat mit seinem Cocoa Plan schon viel erreicht. Dieser vereint die Aktivitäten von Nestlé zur Förderung einer nachhaltigen Kakao-Versorgungskette unter einem Dach.

Der Cocoa Plan besteht aus drei zentralen Säulen:

  • Unterstützung der Bauern (Training, Bereitstellung ertragsstarker Pflanzen, technische Unterstützung und Prämien)
  • Verbesserung der sozialen Bedingungen (Prävention von Kinderarbeit, Bau von Schulen; Förderung von Frauen sowie Unterstützung bei der Wasser- und Sanitärversorgung)
  • Aufbau einer transparenten und sicheren Lieferkette (langfristige Partnerschaften, Rückverfolgbarkeit des Kakaos bis zur Kooperative und Schutz der Umwelt in den Anbauregionen, zB wurden 2,8 Mio. Schattenbäume gepflanzt.)

2018 wurden von Nestlé rund 400.000 Tonnen Kakao verarbeitet, etwa 10 Prozent der weltweiten Ernte. Dabei wurden bereits 175.000 Tonnen Kakao über den Nestlé Cocoa Plan bezogen. Bis 2020 soll diese Menge auf 230.000 Tonnen erhöht werden. Derzeit stammen insgesamt rund 49% des Kakaos aus verantwortungsvollem Anbau bzw. sind rückverfolgbar. 

 

Die detaillierte Presseinformation finden Sie hier.