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Nahrungs- und Genussmittelindustrie - Wien

Presseinformation: Erneut medialer Zuckermythos entlarvt: Zucker ist keine Droge

Wie jede Urban Legend wird Falsches durch Wiederholung nicht wahr: Zucker ist notwendiger Energielieferant des Körpers und keine Droge.
Katharina Koßdorff
Katharina Koßdorff (Foto: Wilke)

(Wien, 3.4.2019) „Sachliche und seriöse Aufklärung über Lebensmittel ist wichtig, damit sich Konsumenten ausgewogen ernähren können. Gerade ums Essen und Trinken ranken sich vielen Mythen. Zucker macht ‚süchtig‘ ist etwa einer der Mythen, die immer wieder strapaziert werden. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Wir wollen daher erneut mit fundierten Fakten zur Versachlichung der Ernährungsdebatte beitragen", so Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie.

Was Konsumentinnen und Konsumenten über Zucker wissen sollten – ein Faktencheck:

  • Zucker macht nicht süchtig: Dass Menschen eine grundsätzliche Präferenz für einen süßen Geschmack haben, ist genetisch bedingt und hat das Überleben der Menschheit gesichert. Eine „Zuckersucht" gibt es jedoch nicht. Zucker macht auch nicht abhängig. Für Suchtmittel als solche gibt es klare internationale Kriterien (ICD-10 Systematik - International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems): Anders als bei Opiaten, Kokain oder Tranquilizern ist Zucker demnach eindeutig keine Substanz mit Suchtpotenzial. Die Behauptung, Zucker sei eine „Droge" oder mache abhängig, ist daher schlichtweg falsch.

  • Gegen das Märchen vom „versteckten Zucker": Das Etikett informiert klar über alle Nährstoffe. Seit den 1970er Jahren geben die Hersteller auf der Verpackung an, wie viel Fett oder Zucker in den Produkten enthalten ist. Wird Zucker bei der Herstellung eines Lebensmittels verwendet, ist er in der Zutatenliste angegeben. Dort ist er als „Zucker" oder mit seinem spezifischen Namen je nach Art des Zuckers (zB Fruktose für Fruchtzucker) deklariert. Darüber hinaus informiert die sogenannte Nährwerttabelle über die Menge an Kohlenhydraten und davon die Gesamtmenge an natürlich vorhandenem und beigefügtem Zucker. Dieser Wert umfasst alle Arten von Zucker, die in Lebensmitteln vorhanden sind, also neben der Saccharose etwa auch Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fruktose), Malzzucker (Maltose) oder Milchzucker (Laktose).

  • Zucker per se macht weder dick noch zuckerkrank: Übergewicht und Adipositas sind in der modernen Gesellschaft häufig. Laut Österreichischem Ernährungsbericht 2017 sind bereits 41 % der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig bzw. adipös. Daran ist aber freilich nie ein einzelnes Lebensmittel oder ein einzelner Bestandteil der Ernährung „schuld", sondern vielmehr ist es ein multikausales Zusammenspiel vieler Faktoren: einseitige und unausgewogene Ernährung, Stress, genetische Disposition, Schlaf- und vor allem Bewegungsmangel. Die volkstümliche Bezeichnung „Zuckerkrankheit" leitet sich von einem Hauptsymptom ab: Es wird zu viel Zucker (Glukose) im Blut und Urin nachgewiesen. Dem Zucker per se für Diabetes die Schuld zu geben, ist fachlich falsch. Laut International Diabetes Federation sind die Risikofaktoren für Diabetes mellitus Typ 2 neben der Ernährung, Übergewicht, Adipositas und ernährungsbedingten Erkrankungen wie Bluthochdruck, vor allem Bewegungsmangel und soziale, psychologische und genetische Faktoren.

 

Die detaillierte Presseinformation finden Sie hier.