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Rekord: Betriebe beschäftigen so viele Ältere wie noch nie

Informationen der Bundessparte Industrie

Dass die österreichische Industrie ältere Arbeitskräfte gering schätzt, ist ein Mythos: Unsere Betriebe beschäftigen so viel Menschen über 55 Jahre wie nie zuvor. Ende Juli waren es 465.340 Personen. Allein im Vergleich zum Vorjahr wurden über 38.930 Ältere mehr beschäftigt. Weil am von der Regierung festgesetzten Stichtag 30. Juni 2017 weit mehr ältere Arbeitskräfte beschäftigt wurden als im Bonus-Malus-System vorgegeben, tritt das umstrittene Strafzahlungs-System nicht in Kraft.

Erhebliche Malus-Zahlungen geplant

Zur Erinnerung: Am 30. Oktober 2015 waren beim Arbeitsmarkt- und Konjunkturgipfel neben anderen Maßnahmen eine Stärkung der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die Bewusstseinsbildung zur Beschäftigung Älterer und ein Bonus-/Malus-System beschlossen worden. Um die Beschäftigungszahlen älterer Personen (ab 55 Jahren) anzuheben, wurden drei Zielwerte festgelegt: Zum Stichtag 30. Juni 2017 mussten

  • 73,60 % der 55- bis 59-jährigen Männer,
  • 33,10 % der 60- bis 64-jährigen Männer und
  • 60,10 % der 55- bis 59-jährigen Frauen

in Österreich erwerbstätig sein. Sollte auch nur einer dieser Zielwerte nicht erreicht werden, wäre mit 1. Jänner 2018 ein hochproblematisches Bonus-Malus-System in Kraft getreten. Betriebe, die weniger über 55-Jährige beschäftigen als der Durchschnitt ihrer Branche, hätten einen Malus-Betrag zu zahlen gehabt. Rund 9.200 Betrieben hätten damit Zahlungen von durchschnittlich 6.000 Euro gedroht.

Belastung von 60 Mio Euro abgewehrt

Das System trat jedoch nicht in Kraft, weil Österreichs Unternehmen zwischenzeitlich soviel ältere Arbeitnehmer wie noch nie beschäftigen. Dafür, dass Österreichs Wirtschaft die festgesetzten Beschäftigungsziele für über 55-Jährige bei weitem übertroffen hat, gebührt ihr Dank und Anerkennung.  In Summe konnte so eine Belastung von 60 Mio. Euro für Österreichs Unternehmen abgewendet werden.

Die von der WKO ausverhandelte Verlängerung der Mittel aus der Beschäftigungsinitiative 50+ und die Aufstockung des Budgets für die Eingliederungsbeihilfe erleichtern es den Unternehmen künftig, verstärkt auf qualifizierte ältere Arbeitskräfte zu setzen.  Die WKÖ fordert nun, dass die Mittel für Eingliederungsbeihilfen an über 50-jährige Arbeitslose bereits am Beginn ihrer Arbeitslosigkeit - und nicht erst nach sechs Monaten - gewährt werden.

Mag. Thomas Stegmüller
thomas.stegmueller@wko.at