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Finanzdienstleister - Wien

Standes- und Ausübungsregeln

Gewerbliche Vermögensberater, Wertpapiervermittler und Ehrenschiedsgerichtsordnung

Mit der Einführung von einheitlichen Standes- und Ausübungsregeln sowie einer Ehrenschiedsgerichtsordnung für die Gewerblichen Vermögensberater und die Wertpapiervermittler wurde ein langjähriges Ziel der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister nun in die Realität umgesetzt. Im Rahmen eines zweijährigen Evaluierungsprozesses wurden die Ausübungsregeln ausgearbeitet — mit dem Ziel dem redlichen Standesbewusstsein der jeweiligen Berufsgruppe Rechnung zu tragen.

"Die Standesregeln sind ein großer Erfolg für unsere Branche. Sie sind als imagebildende Maßnahme zu bewerten, welche die Integrität und Seriosität der Finanzdienstleister hervorhebt und gleichzeitig den Qualitätsanforderungen im Sinne des Konsumentenschutzes entspricht," "betont Fachgruppenobmann KommR Siegfried Prietl.

Qualitätsauszeichnung und Wettbewerbsvorteil

Darüber hinaus sind die Standesregeln als Qualitätsauszeichnung zu werten. Sie dienen primär dazu, beim Konsumenten Vertrauen aufzubauen und den Wert der Finanzdienstleistung respektive der Finanzberatung stärker ins Bewusstsein der allgemeinen Öffentlichkeit zu bringen. Mitgliedsunternehmen können sich durch die Anerkennung der standesrechtlichen Bestimmungen vom Mitbewerb abheben und damit einen klaren Wettbewerbsvorteil erzielen.

Wie erfolgt der Beitritt zu den Standesregeln?

Der Beitritt zu den Standesregeln basiert auf freiwilliger Basis und ist ab sofort jederzeit mittels der Beitrittserklärung möglich.

Mit dem Beitritt, der Ihnen von der Wiener Fachgruppe schriftlich bestätigt wird, erhalten Sie eine Urkunde, das Gütesiegel in elektronischer Form sowie zwei Aufkleber mit dem Gütesiegel und je eine Anstecknadel und ein Pin mit Kleidermagnet.

Welche Verpflichtungen bringen die Standesregeln mit sich?

Mit dem freiwilligen Beitritt zu den Standes- und Ausübungsregeln akzeptieren Mitglieder damit die Bestimmungen des Ehrenschiedsgerichts sowie die Verpflichtung

  • zur Verschwiegenheit
  • der schriftlichen Dokumentation der Verbesserungen im Zuge einer Änderung von bestehenden Produkten
  • zur Weiterbildung im Ausmaß von 60 Stunden innerhalb von drei Jahren, wobei die 40 Stunden Weiterbildung für den Wertpapiervermittler zur Gänze angerechnet werden.

Welche Vorteile bringen die Standesregeln?

Wer den Standesregeln beitritt, kann folgende werbeunterstützenden Maßnahmen nützen:

  • Verwendung des Gütesiegels
    - auf Geschäftspapieren
    - auf der Firmen-Website
    - als Aufkleber auf dem Firmenfahrzeug
    - als Anstecknadel / Pin mit Kleidermagnet
  • Aufnahme in die Liste derjenigen Mitglieder, welche die Standesregeln freiwillig anerkennen
  • Verwendung der Bezeichnung „Freiwillig zu den Standes- und Ausübungsregeln für die Gewerbliche Vermögensberatung und die Wertpapiervermittler beigetreten.“

Diese werbeunterstützenden Maßnahmen können bei Missachtung der Regeln durch das Ehrenschiedsgericht entzogen werden. Die angeführten Maßnahmen dürfen erst nach Bestätigung des Beitritts durch die Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister verwendet werden.

Was bedeutet die Ehrenschiedsordnung?

Aufgabe des Ehrenschiedsgerichtes ist die Wahrung und Hebung der Ehre und des Ansehens der Mitglieder. Die Ehrenschiedsordnung ist eine so genannte Prozessordnung, in der dargelegt wird, wie mit Mitgliedern verfahren wird, die sich den Standesregeln unterworfen, diese aber missachtet haben. Die Zuständigkeit des Ehrenschiedsgerichts beschränkt sich auf die Bewertung des Gewerberechts und Standesverhaltens. Die Ehrenschiedsordnung ist kein Schiedsgericht zwischen zwei Parteien, sondern sie konzentriert sich jeweils nur auf jene Mitglieder, denen standeswidriges Verhalten vorgeworfen wird. Nicht Gegenstand des Ehrenschiedsgerichts sind Zivilrechtssachen.

Welche Konsequenzen drohen, wenn jemand verurteilt wird?

Das Ehrenschiedsgericht kann folgende Strafen, auch in Kombination, verhängen:

  • Verwarnung
  • Geldbuße
  • Empfehlung an die zuständige Behörde, die Zuverlässigkeit an Hand der vorgelegten Fakten zu überprüfen
  • Entzug der Privilegien, die durch den freiwilligen Beitritt zu den Standesregeln gewährt werden. Diese Maßnahme kann auch befristet werden.