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Von selbstfahrenden Autos und schlauen Laternen

Vieles, das gestern noch nach Science Fiction geklungen hat, ist heute Realität. Beim Club-IT am 23. Oktober 2018 ging es um die intelligente Straße von morgen.

Das Thema autonome Autos ist schon seit geraumer Zeit in aller Munde. Zuletzt sorgten Unfälle in den USA,  wo das (teil-) autonome Fahren schon erlaubt ist, für negative Schlagzeilen. „Nach oben schwimmen in den Medien natürlich die unangenehmen Dinge“, sagte auch Albert Gerlach, der als Moderator wie gewohnt durch den Abend im Festsaal des Wifi Wien leitete. Umso genauer müsse man sich deshalb anschauen, was noch passieren muss, damit selbstfahrende Autos in Zukunft im Verkehr funktionieren.

Der Weg zur vollen Automatisierung

Genau das macht Hermann Felbinger von AVL List. Er zeigte sich als erster Vortragender gegenüber dem Publikum überzeugt: „Wir können die Effizienz, die Bequemlichkeit und auch die Sicherheit im Verkehr entscheidend verbessern.“ Der in der Steiermark ansässigen Weltkonzern AVL List beschäftigt mittlerweile mehrere hundert Mitarbeiter im Bereich autonome Mobilität. „Auf der A2 haben wir einen eigenen Streckenabschnitt zur Verfügung, auf dem wir neue Entwicklungen testen können“, so Felbinger. Einzelne Features wie die adaptive Geschwindigkeitsanpassung haben es bereits von der Forschung in den Serienbetrieb geschafft. Bis zum Auto ohne Lenker – „volle Automatisierung, da wollen wir hin“ – sei es aber noch ein weiter Weg.

Sicherheit als notwendige Voraussetzung für höhere Automatisierung

Entwicklungsbedarf gibt es u.a. im Bereich Sicherheit. Mit diesem Thema setzt sich Eric Schmidt von der TTTech Auto AG auseinander. „Wir müssen es schaffen, dass die Systeme um den Faktor 10 – besser noch um den Faktor 100 – sicherer unterwegs sind als der durchschnittliche Autofahrer“, erklärte der Experte in seinem Vortrag. Ansonsten würden die Konsumenten – vor allem im eher technologieskeptischen Europa – ihre Vorbehalte gegenüber automatisiert fahrenden Fahrzeugen kaum ablegen. Besonders relevant ist dabei eine sichere und hoch-verfügbare Ausführungsplattform für die vielfältigen Softwarefunktionen. MotionWise, die von TTTech Auto entwickelte Plattform für automatisiertes Fahren, orchestriert diese Software Ausführung auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen und unterstützt den deterministischen Echtzeit-Datenaustausch und die Beherrschung der Fehler, denn: „Wir können schon akzeptieren, dass ein Desktop-Computer einmal abstürzt. Aber bei einem automatisiert fahrenden Auto – in voller Fahrt – da gelten andere Maßstäbe.“

Die Laterne der Zukunft

Alexander Meissner leistet mit seiner Firma Fonatsch ebenfalls schon heute einen Beitrag zum modernen Verkehr von morgen. Das eigentliche Kerngeschäft der Firma sind klassische Straßenlaternen. Vor etwa 2 Jahren beschloss man, das Handlungsfeld des Unternehmens zu erweitern – Meissner: „man muss immer versuchen, über den Tellerrand zu schauen“  – , indem man ein multifunktionales Tragewerk entwickelte. Dieses bietet nicht nur bedarfsgerechte Beleuchtung, sondern verfügt auch über einen Hochdruckvernebelung zur Kühlung, eine autonome Stromversorgung und einen Zugang zum öffentlichen W-Lan. Video- und Radarüberwachung können ebenso integriert werden, wie Ladenstationen für E-Autos, Drohnen oder ein Modul für Verkehrsdichtemessung. „Das Interesse ist auch auf internationaler Ebene groß. Es gibt sogar schon konkrete Anfragen aus China“, berichtete Meissner. Auf einer Teststraße in Melk sind bereits mehrere dieser Laternen im Einsatz. Die Laterne der Zukunft gibt es also schon heute.

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