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Club IT: Quanteninformationstechnologie

Thema am 18.2.2020: Quanteninformationstechnologie

Das zentrale Thema am Dienstagabend beim Club IT im WIFI Wien lautete Quanteninformationstechnologie. Georg Gesek, CEO der Novarion Systems GmbH aus Wien, erläuterte dabei die bisherige Entwicklung der Materie, um anschließend einen Blick in die Zukunft dieser Informationstechnologie zu wagen. Auch teilte er mit den Zuhörern seine Expertise sowie seine Einschätzung der künftigen Trends in diesem Bereich.

Mitbestimmungsrecht wahrnehmen bei WKO-Wahlen

Mag. Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien, übernahm die Begrüßung des gut gefüllten Saals: „Das Thema scheint Interesse geweckt zu haben“, freute sich der Experte für IT-Security. Er wies die Besucher auf die diesjährigen WKO-Wahlen hin und rief sie auf, ihr Mitbestimmungsrecht wahrzunehmen. Damit könnten die langjährigen Forderungen der UBIT, welche sich zum Teil im derzeitigen Regierungsprogramm wiederfinden, mit Hilfe der entsprechenden Vertreter auch endlich umgesetzt werden. Puaschitz gab das Wort an Albert Gerlach, Moderator des Abends und stellvertretender Berufsgruppensprecher IT der Fachgruppe UBIT Wien, weiter. Es war bereits der 50. Club IT und damit ein besonderes Jubiläum für Albert Gerlach: „Wenn es nach mir geht, kann es so weitergehen“, so die einleitenden Worte des Moderators.

Quanteninformationstechnologie – ein Wort mit 30 Buchstaben

Von der Länge des Wortes könne man beinahe auf die Komplexität der Materie schließen. Georg Gesek erklärte, dass der Begriff das Wort „Information“ beinhalte – und dass das ganze Universum aus Information bestehe und schaffte damit gleich zu Beginn den Konnex zur Physik. „Der Mensch hat das klassische Informationsdenken: Dinge sind entweder so oder so. In der Quanteninformationstechnik kann eine Sache allerdings gleichzeitig so und so sein.“
„In den nächsten 10 Jahren wird es Quantencomputer geben, die jeder verwenden kann“
Derzeit kostet ein funktionsfähiger Quantencomputer mit noch sehr eingeschränktem Anwendungsspektrum 15 Millionen Euro. Der Unternehmer zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass sich in den nächsten 10 Jahren die Preise und Zugänglichkeit zu diesen Maschinen derart verändern werden, dass sie dann für entsprechend anspruchsvolle Anwendungen in Rechenzentren in großer Menge eingesetzt werden können.. Aus seiner Sicht solle man bereits jetzt andenken, sich mit der Programmierung von Quantencomputern auseinanderzusetzen – und ortete in diesem Bereich viel Job-Potential für die nahe Zukunft.

So sieht die Zukunft aus

Für Georg Gesek liegt das größte Optimierungspotential dieser Technologie in den derzeit noch ungenauen „Qubits“, welche die Grundlage der Technologie darstellen. Daher ist dies auch eines der Projekte an denen er derzeit arbeite.

„Wichtig wäre, nicht nur die großen IT-Unternehmen von den optimierten Quantencomputern profitieren zu lassen, sondern die Systeme und Informationen auch kleineren und neueren Unternehmen preislich erschwinglich und zugänglich zu machen“
Georg Gesek

Mit Quantencomputern könne man Moleküle simulieren, was vor allem in der Pharmaindustrie unglaublich bahnbrechend sei. „Der Grund, wieso wir noch keinen Impfstoff für das Corona Virus haben, ist der, dass Pharmafirmen bisher noch keinen Zugriff auf diese Computer haben“, erklärte Gesek. Im Zuge seines Vortrages wurde klar, dass Georg Gesek sich bereits intensiv mit der Frage beschäftigt hat, wie man die Technologie künftig für das Allgemeinwohl und für Projekte und NGOs wie das „Global Mind Project“ einsetzen könne und nicht, wie man damit am meisten Profit erzielt.
Im Anschluss an den Vortrag beantwortete der erfahrene Unternehmer zahlreiche Fragen seitens des Publikums. Wie gewohnt gab es nach der Veranstaltung die Möglichkeit zum Netzwerken und Köstlichkeiten vom Buffet zu genießen.

Bildergalerie © Florian Wieser