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Unternehmensberater im Aufsichtsrat 

Club UB vom 10.4 zum Thema "Unternehmensberater im Aufsichtsrat – die ideale Kombination?"

Beim Club UB ging es diesmal um ein Betätigungsfeld, das in den Köpfen vieler UnternehmensberaterInnen noch nicht präsent ist, obwohl sie dafür grundsätzlich sehr gute Voraussetzungen mitbringen würden.

Sind UnternehmensberaterInnen die idealen Aufsichtsräte? Um diese Frage zu klären, hatte man sich für den Club UB im Prunksaal der Wirtschaftskammer eine hochkarätige Gästerunde eingeladen. Mit Mag. Dr. Wilhelm Rasinger, Dr. Andrea Pollak, DI Peter Praxmarer und Dr. Gerhard Wüest saßen vier selbstständige UnternehmensberaterInnen auf der Bühne, die neben ihrem „Brotberuf“ auch ein Aufsichtsratsmandat bzw. mehrere Aufsichtsratsmandate in renommierten Unternehmen unterschiedlichster Größe bekleiden.

Vom operativen Geschäft in die Kontrollfunktion

Dementsprechend entwickelte sich – nach einer kurzweiligen Einleitung von Mag. Claudia Strohmaier – rasch ein spannendes Gespräch mit durchaus unterschiedlichsten Standpunkten. Bei der ersten von Moderatorin Mag. Claudia Schwingenschlögl aufgeworfenen Frage, wie man denn überhaupt Aufsichtsrat bzw. Aufsichtsrätin wird, waren sich die Diskutanten allerdings noch einig: Das wichtigste ist ein gutes persönliches Netzwerk. „Im Hinblick auf Professionalität und Schärfung des Kompetenzprofils hat sich viel getan, aber man muss zum richtigen Zeitpunkt auch die richtigen Leute kennen“, sagte etwa Dr. Andrea Pollak, die bisher in unterschiedlichen (Familien-)Unternehmen als Beirätin und später Aufsichtsrätin tätig ist. Dass es sich dabei um kein österreichisches Spezifikum handelt, bestätigte DI Peter Praxmarer, der in seiner langen Karriere u.a. in Kanada arbeitete: „Es ist eine Tätigkeit, bei der Loyalität und Vertrauen eine große Rolle spielen.“

Differenzierter waren die Antworten auf die Frage, ob UnternehmensberaterInnen auch gute AufsichtsrätInnen seien? „Dass eine gewisse Überschneidung da ist, ergibt sich ja schon aus dem Wort „Rat“, das in beiden Aufgaben enthalten ist“, sagte etwa Dr. Gerhard Wüest, der sein erstes Aufsichtsratsmandat in einem Unternehmen erhielt, für das er zuvor ein wirksames Sanierungskonzept erarbeitet hatte. „Die Ratfunktion müssen wir beherrschen, das ist unser tägliches Brot.“ Das schwierigere sei die Aufsichtsrolle – die mache jedoch ca. 70 Prozent der Arbeit aus. Wichtig sei es vor allem auch, die entsprechenden Social Skills mitzubringen, ergänzte Mag. Dr. Wilhelm Rasinger, Aufsichtsrat in drei börsennotierten Unternehmen: „Es ist notwendig zum Vorstand eine konstruktiv kritische Distanz zu haben.“

Diskussionen bis spät in den Abend

Dass das Aufgabenfeld des Aufsichtsrats für viele UnternehmensberaterInnen sehr interessant zu sein scheint, zeigte sich auch an den vielen Fragen aus dem Publikum, die an die DiskussionsteilnehmerInnen gestellt wurden. Diese reichten von: „Wie gehe ich mit einem schwierigen Eigentümer um?“ bis zu „Wie hoch ist das durchschnittliche Honorar eines Aufsichtsrats?“. Mag. Claudia Schwingenschlögl gelang es als geschickte Moderatorin dafür zu sorgen, dass am Ende trotzdem beinahe alle Fragen beantwortet waren. Das hinderte die BesucherInnen und Diskutanten freilich nicht, auch nach dem Ende des offiziellen Teils beim gewohnt reichhaltigen Buffet noch bis spät in den Abend weiter zu diskutieren. 


Zum kompletten Video.

Club UB - Unternehmensberater/innen im Aufsichtsrat



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