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Recommender Systems

Veranstaltungsrückblick Club IT vom 15.09.2015

Amazon, Spotify, Youtube oder Netflix – Viele der erfolgreichsten Unternehmen haben eine Gemeinsamkeit: Ihr Herzstück ist ein Recommender System, das auf Basis des Userverhaltens personalisierte Empfehlungen liefert. Wie die Technik funktioniert und wie sie sich in Zukunft weiterentwickeln wird, erläuterte Francesco Ricci von der Freien Universität Bozen in einem gut besuchten Club IT.

„Wir haben es derzeit mit einer Explosion von Wahlmöglichkeiten zu tun.“, erklärt Ricci einleitend. „Das betrifft nicht nur Kaufentscheidungen, sondern alle möglichen Aspekte des Lebens. Neurowissenschaftler gehen davon aus, dass das menschliche Gehirn die Kapazitäten zum Verarbeiten der verfügbaren Informationen und Auswahloptionen allerdings gar nicht hat.“ Daher seien Empfehlungssysteme nicht nur geschäftsfördernd, sondern sogar dringend notwendig. 

Drei Schritte zum optimalen Empfehlungssystem

Francesco Ricci teilt den Weg zu einem sinnvollen Empfehlungssystem in drei Schritte ein.

  • Der erste Schritt besteht darin, Vorliebe und Geschmack des Users zu erheben. Hier kann entweder das Interesse des Users an bestimmten Produkten ausreichend sein – das ist bei Webshops der Fall – oder die Plattform bietet ein Abstimmungssystem an, durch welches noch genauer Musik- oder Filmgeschmack berechnet werden kann.
  • Im zweiten Schritt geht es darum, ein Schema zu entwickeln, womit gewissermaßen die Zukunft vorhergesagt werden kann. Dieser Prozess wird vor allem durch genügend Datenmaterial ermöglicht. Inwieweit dann Empfehlungen auf Basis dieser Daten erstellt werden, ist je nach Ansatz unterschiedlich. Je nach eingesetzter Technik wird innerhalb dieses Prozesses entweder nach ähnlichen Usern gesucht, deren Verhalten verglichen und hochgerechnet oder es steht der Inhalt im Vordergrund.
  • Der dritte und letzte Schritt ist es, die Empfehlungen für den User ansprechend zu präsentieren. Ricci sieht in den Empfehlungen und der Präsentation derer eine Interaktion mit dem User. Denn eine Auswahloption konkurriert immer mit den anderen, daher sei es wichtig, genau darauf zu achten welche Items angeboten werden.

Bilder vom Club IT (Fotos:Barbara Loschan)

Context-aware computing als Thema der Zukunft

Obwohl Empfehlungssysteme schon gar nicht mehr wegzudenken sind, gibt es hier noch eine Vielzahl von Optimierungsmöglichkeiten. „Die Zukunft von Recommender Systems liegt im context-aware computing und damit der kontextbasierten Herangehensweise an Problemstellungen.“ Dabei gilt es, nicht nur das konkrete Userverhalten, sondern auch deren individuelle physische, soziale, demographische sowie geographischen Kontexte in den Empfehlungsprozess einzubinden. Beispielsweise kann man so herausfinden, welche Bedingungen das Abstimmungsverhalten auf eine ähnliche Art und Weise verändern und so noch exaktere Empfehlungen auf den konkreten persönlichen Lebensumstand liefern. Die Möglichkeiten, um Empfehlungssysteme sinnvoll zu programmieren und zu implementieren und damit die Usererfahrung zu optimieren seien jedenfalls vielfältig, so Ricci abschließend.

Präsentation (PDF 20 MB)