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Social Business und Social Entrepreneurship im Club UB

Ein Blick in die USA und nach Kanada zeigt: Österreich hat im Bereich Social Entrepreneurship noch einiges aufzuholen.

Social Business und Social Entrepreneurship waren das Thema beim Club UB am 21.03.2017 im Großen Saal der WK Wien. In fünf Referaten wurden die Definition von Social Business und der Beratungsbedarf dieser Unternehmen sowie zwei Social-Business-Projekte aus Österreich präsentiert.

Soziale Mission unternehmerisch verfolgen

Der stellvertretende Fachgruppenobmann Peter Stepanek und Nicole Krejci vom FH Campus Wien nahmen sich in ihrem Impulsreferat die Definition von Social Business vor. Ein Social Business verfolgt auf unternehmerische und innovative Weise eine soziale Mission, die im Geschäftsmodell verankert ist. Die Social Entrepreneure bilden eine Brücke zwischen dem Profit- und Nonprofit-Bereich. Dabei ist es zulässig, dass im Rahmen eines Social Business auch Gewinne erzielt werden, solange diese entweder in die soziale Mission investiert werden oder den Unternehmerlohn des Social Entrepreneurs darstellen. 

Beispiele in Österreich

Ein Beispiel für ein heimisches Social Business ist das Generationen-Kaffeehaus Vollpension in der Schleifmühlgasse. Geschäftsführerin Hannah Lux und ihre Partner haben das Motto „Bei Oma schmeckt’s am besten“ zum Geschäftsmodell gemacht. In der Vollpension backen SeniorInnen die Kuchen und haben Kontakt im Service. Die Vollpension leistet somit gleichzeitig einen Beitrag gegen Vereinsamung und Altersarmut. Das Social Business ist wirtschaftlich stabil und erzielt den Großteil der Einkünfte im Cafe. Das Konzept ist national und international auf großes Interesse gestoßen.

Noch in seinen Anfängen ist das von Christian Penz geführte Handwerks- und Designprojekt Bockwerk, das AsylwerberInnen und Asylberechtigte beschäftigt. Diese kommen dadurch zu Beschäftigung, besseren Aussichten für den späteren Eintritt in den Arbeitsmarkt und lernen nebenbei auch Deutsch. Über die Arbeit kommen andererseits Einheimische in Kontakt mit den Zuwanderern, was wiederum gegen Fremdenfeindlichkeit wirkt. Gleichzeitig ermöglicht Bockwerk heimischen Architekten und Designern die Realisierung von Projekten.

Beidseitiger Nutzen mit Pro-bono-Engagements

Eine Möglichkeit, eine soziale Mission zu verfolgen, ohne eigene Projekte auf die Beine zu stellen, sind Pro-bono-Engagements bei Social Businesses. Michael Hagelmüller präsentierte in seinem Vortrag, wie Ashoka Austria potenzielle UnterstützerInnen an Social Entrepreneure vermittelt. Viele Social Businesses sind gerade in der Startphase auf Pro-bono-Leistungen, auch von UnternehmensberaterInnen, angewiesen.

Die unentgeltliche Beratung stellt aber – aus Sicht von Ashoka - eine Win-Win-Situation für beide Seiten dar. So wäre es für UnterstützerInnen möglich, frühzeitig neue Trends zu erkennen und unkonventionelle Kommunikationskanäle und neue Zielgruppen kennenzulernen. Zudem böten die oftmals unkonventionellen Organisationsmodelle von Social Entrepreneuren neue Aspekte und Inputs, die gerade für die Arbeit der UnternehmensberaterInnen von großem Interesse sein können. Aber auch für die Pro-bono-Kultur gilt: In Österreich gibt es noch viel aufzuholen.


 

Social Business und Social Entrepreneurship im Club UB

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