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Club UB: „Green Controlling – Controlling entlang der Triple Bottom Line“

Rückblick auf den Club UB vom 21.5.2019 und Downloads

Das zentrale Thema des Club UB am Dienstagabend im WIFI Wien drehte sich um Nachhaltigkeit und wie wichtig diese derzeit und zukünftig für die Unternehmensstrategie wird. Die Vortragenden Alexandra Adler, Sprecherin der Wiener Expertsgroup CSR Consultants, und Nachhaltigskeitsexperte Gunnar Heunisch erläuterten die Grundlagen der nachhaltigen Unternehmensführung und präsentierten Bespiele von Green Controlling aus der Praxis.

Nach der Begrüßung durch Mag. Claudia M. Strohmaier, Vorsitzende der Berufsgruppe Unternehmensberatung in der Wirtschaftskammer Wien, übernahm Obmannstellvertreter FH-Prof. Mag. Peter Stepanek, das Wort. Er gab eine kurze Einführung in das Thema Nachhaltigkeit und zeigte anhand der Triple Bottom Line, dass für Unternehmen nunmehr nicht einzig der Profit im Vordergrund stünde. „Die Verbindung von CSR-Themen zu den Finanzzielen in Form einer integrierten Planung von Unternehmen wird benötigt“, so Mag. Stepanek.

Vom Umgang mit Risiken

Alexandra Adler ist Expertin auf dem Gebiet Corporate Social Responsibiliy (CSR) und hat als solche wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche und Umweltrisiken im Blick. Der World Economic Forum Global Risk Report 2019 zeigt etwa auf, dass vier der fünf größten Bedrohungen umweltbezogene Risiken darstellen. „Das Unternehmen kann jedoch selbst als ein Risikofaktor gesehen werden, denn es hat durch sein Handeln und Wirtschaften Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft – negative wie positive.“, merkte Adler an und erläuterte welche Schnittpunkte hier entstünden.

„Zukunftsorientierte Unternehmen gehen auf ihre Stakeholder ein. Dabei muss besonders auf Veränderungen Rücksicht genommen werden, wie beispielsweise neue Kundenbedürfnisse, sowie gesellschaftliche Veränderungen oder jene, die sich aufgrund der Ressourcenknappheit ergeben.“ Für jedes Unternehmen seien die relevanten Stakeholder und Lösungsansätze individuell und müssten auch so in der jeweiligen Unternehmensstrategie behandelt werden.

Beyond CSR-Management

Das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz in Österreich, welches die verpflichtende Berichterstattung von nicht-finanziellen Kennzahlen im Unternehmen behandelt, betrifft bisher nur einen Bruchteil der Unternehmen. Dennoch riet Adler den Unternehmerinnen und Unternehmern sich ihren individuellen Nachhaltigkeitsthemen zu stellen, um die tatsächlichen Auswirkungen zu erkennen und den gesellschaftlichen Nutzen sichtbar und damit steuerbar zu machen.

Gelebte Nachhaltigkeit als Teil der Strategie

In seiner Funktion als Zentralleiter Qualitäts- und Umweltmanagement bei einem deutschen Logistikunternehmen namens Friedrich Zufall GmbH legt Internerberater Gunnar Heunisch besonderen Wert auf Green Controlling und ist daher ein Experte auf diesem Gebiet. Die „gelebte Nachhaltigkeit“ als Teil der Unternehmensstrategie in seinem Unternehmen ist ein gutes Bespiel dafür, dass Nachhaltigkeitskennzahlen mit der Unternehmensstrategie verknüpft werden müssen: „Regelmäßige Daten sind eine grundlegende Notwendigkeit des Controlling-Regelkreises und daher auch unumgänglich im Green Controlling“, erklärte der Experte.

Zehn Thesen zum Green Controlling

Anhand von den zehn Thesen zum Green Controlling zeigt der Nachhaltigskeitsexperte die größten Hürden auf, die es auf dem Weg hin zu Green Controlling zu überspringen gilt. Oft seien es Gewohnheiten oder Vorurteile, die der Experte seinen Kunden erst ausreden müsse. Als Beispiel nannte er eine Studie, die belegt, dass mehr als 90 Prozent aller Autofahrten kürzer als 50 km sind. Die geringe Reichweite, die Elektroautos aufzeigen, sei daher keine Ausrede für Unternehmen, um nicht zumindest teilweise auf Elektroautos umzusteigen.

Zum Abschluss beantwortete das Podium Fragen vom Publikum. Wie gewohnt hatte man anschließend die Möglichkeit zu Networking und Köstlichkeiten vom Buffet zu genießen. 

Bildergalerie © Florian Wieser

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