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Club UB International: Brexit – Deal or no deal?

Rückblick auf den Club UB vom 16.5.2019 und Downloads

Beim insgesamt dritten Abend des Club UB International am 16.05.2019 drehte sich alles um die Verlängerung des Brexit-Verfahrens bis Ende Oktober 2019. Welche Optionen allen Betroffenen zur Verfügung stehen und wie der Brexit die österreichischen Export- und Beratungsunternehmen beeinflussen wird, galt es im Laufe des Abends im Rahmen mehrerer Impulsvorträge und einer anschließenden Podiumsdiskussion zu klären. Die Vortragenden beleuchteten die Auswirkungen des Brexits – sowohl aus österreichischer, britischer sowie europäischer Perspektive.

Mag. Claudia M. Strohmaier, CMC, Sprecherin der Berufsgruppe der Unternehmensberater, begrüßte zu Beginn alle TeilnehmerInnen und wechselte schon nach wenigen Sätzen in die englische Sprache, um die Moderatorin des Abends, MMag. Dana Lipkova, MAIS, MIM (DLI-Consulting e.U.), vorzustellen.

Ein ewig währender Diskurs – „Comedy or tragedy?“

Die Keynote des Abends übernahm Jeremy Webster, Director der ICMCI und Managing Director bei Silver Pebble Consulting. Der Unternehmensberater aus Aylesbury erklärte den Brexit zunächst aus britischer Perspektive und merkte an, dass die Befürworter eines Austritts aus der Europäischen Union individuelle Beweggründe haben und diese Einstellung weniger gesamtpolitisch motiviert sei. Jedoch sei eines klar: „Je länger wir über den Brexit diskutieren, umso stärker schweißt es die Briten zusammen. Weniger in ihrer Meinung dem Brexit gegenüber, sondern eher in ihrer Haltung gegenüber anderen EU-Staaten“, so Webster. Auch wenn seit Beginn des Jahres sogar erstmals mehr Menschen im Vereinigten Königreich dem Ausscheiden aus der EU kritisch gegenüberstehen, als jene, die dieser Entscheidung zustimmen. Ob der Brexit als „comedy“ oder „tragedy“ zu deuten ist, ließe sich nicht genau beantworten, denn wir stünden noch lang nicht am Ende der Geschichte, schloss Webster seinen Impulsvortrag ab.

Vorbereitung ist alles

Im Hinblick auf österreichische Exportunternehmen gäbe es viele negative Auswirkungen, die aus dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs hervorgehen, jedoch stelle dieser im direkten Sinne kein Desaster dar. Viel schlimmer sei die lang andauernde Unsicherheit über den weiteren Verlauf und verschiedenste indirekte Effekte, so Mag. Lisa Rilasciati, MAIS, Stabsabteilung EU-Koordination bei der WKO. Diese entstünden beispielsweise durch intensive Handelsbeziehungen mit Deutschland – da die Deutschen wirtschaftlich viel stärker mit Großbritannien verflochten sind. Parallel zu den Brexit-Verhandlungen haben sowohl die Europäische Kommission als auch Österreich auf Ebene des Bundes und der Länder die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, so Dr. Hatto Käfer, wirtschaftspolitischer Berater für den Binnenmarkt der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich. Vor allem in Fragen, die den Bürger direkt betreffen und des grenzüberschreitenden Verkehrs hat die EU-entsprechende legislative und organisatorische Maßnahmen gesetzt.

Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft

Käfer prognostizierte auch nach einem Austritt eine enge Zusammenarbeit des Vereinigten Königreichs mit der EU, die in Zukunft nur auf andere, noch auszuhandelnde Art und Weise stattfinden werde. Laut Webster werden zunehmende Digitalisierungsprozesse mögliche Kommunikationsbarrieren auflösen und für fortbestehende Handelsbeziehungen mit Partnern aus dem Vereinigten Königreich sorgen. Zwar würden die Exporte nach Großbritannien teurer werden, jedoch sei seit Beginn der Brexit-Verhandlungen kein Rückgang an Transaktionen zu verzeichnen.

Zum Abschluss gab es beim Buffet wie immer für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und um sich über das Thema des Abends auszutauschen.

Bildergalerie © Michael Gruber

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