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Coronavirus – Informationen für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie

Info-Service zu Covid-19 für betroffene Firmen

Die Bundesregierung hat Ende April die Lockerungs-VO kundgemacht. Mit dieser Verordnung wurden die Öffnungsschritte ab Mai geregelt. Zu dieser Verordnung ist nun eine zusätzliche Anpassung gültig ab 29. Mai erlassen worden.

Hier finden Sie einen Überblick der Regelungen der Dienstleistungsbranchen der UBIT (Unternehmensberatung, Bilanzbuchhaltungsberufe, Informationstechnologie):

Empfang von Kunden in der eigenen Betriebstätte

Kunden dürfen im eigenen Unternehmen empfangen werden. Hierbei sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Mindestabstand von 1 Meter
  • Pflicht für Kunden und UnternehmerIn/Mitarbeiter zum Tragen mechanischer Schutzvorrichtungen (z. B. Mund-Nasen-Schutz Masken); diese Pflicht kann für die UnternehmerIn/Mitarbeiter entfallen, wenn zwischen diesen und den Kunden eine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist (z. B. Acrylglastrennwand), die einen gleichen Schutz gewährleistet.
  • Gleichzeitiger Aufenthalt von maximal so vielen Kunden, dass pro Kunde 10 m² zur Verfügung stehen. Ist der Kundenbereich kleiner als 10 m², so darf jeweils nur ein Kunde die Betriebsstätte betreten. Die Berechnung der Gesamtfläche bezieht sich auf alle Räumlichkeiten/Bereiche, die den Kunden zugänglich sind.

Verhalten innerhalb des eigenen Betriebs (Ort der beruflichen Tätigkeit) 

  • Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, sofern nicht durch geeignete technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann (wie etwa durch das Bilden von festen Teams, das Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden).
  • Die Verpflichtung zum Tragen von einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung ist über Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig.
  • Verpflichtend sind Schutzvorrichtungen für jene Bereiche (z. B. Kundenbereich), in denen die Verpflichtung aufgrund anderer Bestimmungen besteht.

Veranstaltungen (inkl. Schulungen sowie Aus- und Fortbildungen)

Eine wichtige Änderung ist, dass für Veranstaltungen sowie Aus- und Fortbildungen nun einheitliche Regeln gelten. Als Veranstaltungen gelten insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen und Sportveranstaltungen, aber auch Kongresse, Schulungen sowie Aus- und Fortbildungen.

Wie viele Personen sind maximal erlaubt?

  • Ab 1. Juni sind grundsätzlich Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen zulässig. Danach kommt es zu folgender weiterer Öffnung:
 In geschlossenen Räumen bei zugewiesenen und gekennzeichneten SitzplätzenIm Freiluftbereich bei zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen
Ab 1. Juli 2020:bis zu 250 Personenbis zu 500 Personen
Ab 1. August 2020:bis zu 500 Personenbis zu 750 Personen
Ab 1. August 2020:bis zu 1000 Personen mit Bewilligung der für den Veranstaltungsort örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehördebis zu 1250 Personen mit Bewilligung der für den Veranstaltungsort örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde
  • Hinweis: Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, sind
    in diese Höchstzahlen jeweils nicht einzurechnen.
  • Hinweis: Die frühere Beschränkung auf 1 Kunde pro 10 m² im Kundenbereich wurde für Veranstaltungen aufgehoben.

Welche Sicherheitsvorkehrungen sind bei Veranstaltungen einzuhalten?

  • Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist
    • ein Mindestabstand von 1 Meter einzuhalten. Dies gilt nicht für Personen aus einem gemeinsamen Haushalt oder aus einer gemeinsamen Besuchergruppe.
    • Kann dieser Abstand auf Grund der Sitzordnung nicht eingehalten werden, muss jeweils ein Sitzplatz dazwischen freibleiben (oder es sind sonstige geeignete Schutzmaßahmen einzuhalten).
    • Beim Betreten von Veranstaltungsorten in geschlossenen Räumen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Wenn die Besucher dann auf ihrem zugewiesenen Platz sitzen, müssen sie keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen.
    • Wenn aber der Mindestabstand von 1 Meter beim Sitzen nicht eingehalten werden kann, ist auch auf dem zugewiesen Sitzplatz ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen (oder es sind sonstige geeignete Schutzmaßnahme einzuhalten).
  • Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze ist
    • ein Mindestabstand von 1 Meter einzuhalten. Dies gilt nicht für Personen aus einem gemeinsamen Haushalt.
    • in geschlossenen Räumen in jedem Fall ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • Jeder Veranstalter von Veranstaltungen mit über 100 Personen hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dieses umzusetzen.

Was gilt für die Ausgabe von Speisen und Getränken an Besucher?

  • Hierfür gelten dieselben Bestimmungen wie für das Gastgewerbe.
  • Für z.B. Mittagsbuffets oder Kaffeepausen bedeutet dies insbesondere:
    • Getränke und Speisen dürfen nicht in der Nähe der Ausgabestelle konsumiert werden.
    • Die Ausgabestelle ist so einzurichten, dass zwischen den Besuchergruppen 1 Meter Abstand (oder eine andere Maßnahme zur räumlichen Trennung) besteht.
    • Eine Besuchergruppe besteht aus maximal 4 erwachsenen Personen oder nur aus Personen aus einem gemeinsamen Haushalt.
    • In geschlossenen Räumen muss jeder Besucher durch einen Mitarbeiter zu seinem Platz gebracht werden.
    • Mitarbeiter haben eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende Schutzvorrichtung zu tragen.
    • Selbstbedienung ist nur erlaubt, wenn die Getränke und Speisen entweder von einem Mitarbeiter oder in getrennten, abgedeckten Portionen ausgegeben werden.

Beratungsleistungen

  • Im Falle einer Beratung innerhalb des eigenen Betriebs, gelten die Beschränkungen für den Empfang von Kunden:
    • ein Kunde je 10 m² im Kundenbereich
    • Pflicht zum Tragen von eines Mund-Nasen-Schutzes für Kunden bzw. geeignete Schutzvorrichtungen für die UnternehmerIn/Mitarbeiter
    • Mindestabstand 1 Meter
  • Im Falle einer Beratung im Auftrag des Kunden beim Kundenbetrieb
    • ist der Kunde für die Einhaltung der erforderlichen Bestimmungen für sich und seine Mitarbeiter entsprechend dem Ort der beruflichen Tätigkeit verpflichtet (Mindestabstand zwischen allen Mitarbeiter 1 Meter)
    • ist als externer Dienstleister auf den erforderlichen Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen achten.
    • ist für Kundenbereiche für solche beruflichen Treffen das Tragen von mechanischen Schutzvorrichtungen vorzusehen.
  • Hinweis: Für Beratungsleistungen die als Veranstaltungen organisiert sind (z.B. Schulungen, Coachings, Aus- und Fortbildungen), gelten stattdessen die Bestimmungen für Veranstaltungen! Siehe oben.

Fahrgemeinschaften

Die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur zulässig, wenn dabei ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird und in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Dies gilt insbesondere auch für Aus- und Weiterbildungsfahrten sowie für Reisebusse.

Link Covid-19 Lockerungs-VO (gültig ab 28. Mai 2020)

Muster Aushang

Empfehlungen des BM für Inneres zum Bürobetrieb


Die WKÖ aktualisiert laufend alle Informationen unter www.wko.at/corona