th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Gesund und motiviert: Erfolg beginnt bei den Mitarbeitenden

Der Club UB beleuchtet den Zusammenhang zwischen strategischem Personalmanagement und betrieblichem Gesundheitsmanagement

Am 3. Oktober lud die Fachgruppe UBIT Wien in den großen Saal der Wirtschaftskammer Wien am Stubenring, um unter dem Motto „Rethink Strategy?!“ einen aktuellen Einblick in die Personal- und Gesundheitsmanagement-Strategien zweier erfolgreicher österreichischer Unternehmen zu geben. Nach den einführenden Worten von Mag. Martin Puaschitz bat Mag. Peter Stepanek das Publikum zu einem virtuellen Brainstorming zum Thema „Strategie“. Die so entstandene Cloud gab die Schlüsselbegriffe für den weiteren Abend vor: „Zukunft, Erfolg, Planung“, alles unter dem Aspekt von Personal und Gesundheit.

Tradition mit Strategie

Um Erfolg und Gesundheit drehte sich auch der erste Impulsvortrag von Mag. Eva Hipfinger, der von Mag. Claudia Schwingenschlögl, Sprecherin der Experts Group Human Resource Management Wien, anmoderiert wurde. Mag. Hipfinger ist Personalverantwortliche bei Josef Manner, einem traditionsreichen Süßwarenunternehmen mit etwa 720 Mitarbeitern. Angesichts drohender Überalterung bei den Mitarbeitern und steigenden Krankenstandsraten entschied man sich 2013, die betriebliche Gesundheit am Standort Wolkersdorf in den Mittelpunkt einer von einem externen Unternehmen durchgeführten Fördermaßnahme zu stellen – um so auch für die neuen Herausforderungen der Industrie 4.0 fit zu werden. 

Nach ABI Plus Befragung und Implementierung einer Steuergruppe wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt, das von der Verbesserung der Arbeitsbedingungen über Gesundheitsangebote bis zu Workshops für Führungskräfte reichte. Die Maßnahme war erfolgreich, die Krankenstandszeiten sanken, eine Fortsetzung am Standort Wien soll folgen. Laut Mag. Hipfinger zeigte sich, dass strategisches Personalmanagement und betriebliches Gesundheitsmanagement viele Überschneidungen aufwiesen: So konnte durch eine altersgerechtere Arbeitsgestaltung – Stichworte: Arbeitszeit, Mikropausen, Mentoring – auch die Effektivität älterer Mitarbeiter gesteigert werden; bei Manner sind auch Job-Applikanten von 50 plus willkommen.

Ausgezeichneter Umgang mit Gesundheit und Alter

Mag. Gerda Ruppi-Lang, Sprecherin des Arbeitskreises Betriebliches Gesundheitsmanagement, stellte den zweiten „Impulsgeber“ vor: Mario Wintschnig, Head of Health and Age der Zumtobel Group war aus Vorarlberg angereist, um das betriebliche Gesundheitsmanagement-Programm vorzustellen, das gerade erst von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz ausgezeichnet wurde. Ziel seines Departments: die Gesundheit aller Altersgruppen im Unternehmen durch Maßnahmen gezielt zu fördern und die Arbeitskraft länger zu erhalten, die Produktivität zu steigern und das gewaltige Einsparpotential gezielt zu nutzen. 

Um diese Ziele zu erreichen wird mit „Glühen für die Sache“ u.a. an den Ursachen für Krankenstände und Ausfälle geforscht und systematisch gegengesteuert. Das umfasst physiotherapeutische Beratung an der Arbeitsstätte, sanfte Wiedereingliederung nach krankheitsbedingter Abwesenheit vom Job, aber auch Vermittlungsmaßnahmen zwischen den Generationen, die Auswirkung auf das Betriebsklima haben. „Das Unternehmen profitiert von sinkenden Krankenstandszeiten und höherer Produktivität, die Mitarbeiter von ihrer Gesundheit, die ihnen ja auch in der Freizeit und später im Ruhestand bleibt!“, erläutert Wintschnig. Einzelmaßnahmen sind ein guter Beginn, wer strategisch ansetzen will, kann sich u.a. im WIFI-Wien zum BGM-Manager ausbilden lassen.

In der anschließenden Frage-und-Antwort-Runde kommt auch aus dem Publikum viel Lob für die Initiativen der Unternehmen. Mitarbeiter nicht verheizen sondern wertschätzend behandeln ist im betrieblichen Gesundheitsmanagement wie auch im strategischen Personalmanagement oberste Prämisse.

Die Präsentationsunterlagen finden Sie im Downloadbereich.


Zur Langversion ( 1 Std. 30 Minuten)

Fotogalerie