th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Das Glas Wasser

Darf ein Gastronom Geld für ein Glas Wasser verlangen?

Diese Frage erhitzt immer wieder die Gemüter

Dort, wo das Glas Wasser üblicherweise als Beigabe eines anderen Produkts serviert wird, z.B. Kaffee mit einem Glas Wasser, da stellt sich diese Frage nicht. Durch Bezahlung des Kaffees wird auch das Wasser abgegolten. Und kollabierenden Touristen und Wienern kann man das kostenlose Glas Wasser auch nicht verweigern – das wäre wohl eine unzulässige Unterlassung einer Hilfeleistung.

Aber sonst ? Wie soll sich ein Wirt gegenüber seinen Gästen verhalten, die ein Mittagsmenü um wenig Geld mit einem Glas Leitungswasser bestellen? Aus der Sicht des Wirtes kann das schon ärgerlich sein – sein Arbeitsaufwand unterscheidet sich kaum. Der Weg von der Schank ist mit einem Glas Wasser genauso weit wie mit einem Cola oder Bier und das Glas muss hinterher auf jeden Fall gereinigt werden.

  • Rein rechtlich gibt es drei Möglichkeiten:
  • Leitungswasser wird nicht serviert, denn es liegt im Ermessen des Gastronomen, welche Produkte er führt
  • Leitungswasser wird kostenlos serviert
  • Für Leitungswasser wird Geld verlangt. Um die Bestimmungen der ordnungsgemäßen Preisauszeichnung einzuhalten, wäre das Glas Wasser in der Getränkekarte auszuweisen.

Es liegt in der unternehmerischen Freiheit des Wirtes für welche Möglichkeit er sich entscheidet. Für die überwältigende Mehrheit der Branche bleibt das Glas Wasser trotz allem kostenlos, denn Kundenfreundlichkeit hat auch etwas für sich. Zufriedene Kunden konsumieren mehr und gute Verkäufer können dem Kunden auch ein "stilles Mineral“ schmackhaft. machen.

Aus dem Umstand, dass das Glas Wasser in der Regel kostenlos ist, wird man ableiten können, dass denjenigen, der Geld für das Glas Wasser verlangt, eine besondere Aufklärungspflicht gegenüber dem Kunden trifft. Ist das Wasser nämlich nicht in der Getränkekarte ausgewiesen und weist der Kellner bei der Bestellung auch nicht darauf hin, dass Wasser zu bezahlen ist, so wird der Kunde davon ausgehen können, dass es kostenlos ist.

Die Haltung der Kunden in dieser Frage wird die zukünftige Entwicklung sicherlich wesentlich beeinflussen.

Stand: