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27. Wiener Tourismuspreis geht an das Jüdische Museum Wien

Zwei Standorte vereinen Vergangenheit und Gegenwart - Ehrung durch WK Wien Vize-Präsident Josef Bitzinger und Tourismusobmann Markus Grießler

Der Tourismuspreis der Wiener Wirtschaft wurde heuer am 14. November an das „Jüdische Museum Wien“, ein Museum der Wien Holding, verliehen. Im Rahmen des Wiener Tourismus-Abends, der als einer der wichtigsten Treffpunkte der Wiener Tourismusbranche gilt, überreichte Josef Bitzinger, Vize-Präsident der Wirtschaftskammer Wien, gemeinsam mit Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, die Auszeichnung. Diese wurde von Dr. Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums, entgegengenommen. 

Fotocredit © WKW-Fotograf Florian Wieser
v.l.n.r.: Markus Grießler (Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft), Danielle Spera (Direktorin Jüdisches Museum Wien), Johanna Rachinger (Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek), Josef Bitzinger (Vize-Präsident der WKW)

Das Jüdische Museum Wien – Fixpunkt für zahlreiche Wien-Besucher

„Das Jüdische Museum Wien ist ein Fixpunkt im Besuchsprogramm vieler Gäste aus aller Welt. Es vereint  Vergangenheit und Gegenwart und lädt Menschen aller Kulturen und Generationen zum Dialog ein. Als wichtiger Ort der Begegnung leistet es einen wertvollen Beitrag zur Bedeutung Wiens im Herzen Europas“, ist Markus Grießler überzeugt. 

„Wien ist eine der beliebtesten Tourismusstädte der Welt. Ein Rekordjahr folgt dem Nächsten. 14,3 Millionen Nächtigungen konnten die Wiener Tourismusbetriebe letztes Jahr verzeichnen. Wien hat ein breites Angebot an touristischen Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und erfolgreichen Unternehmen in der Tourismuswirtschaft – aber ich finde die Jury hat heuer – mit dem Jüdischen Museum Wien - einen besonders würdigen Sieger gekürt“, sagt Josef Bitzinger, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien. 

Das Jüdische Museum Wien – zwei Standorte – eine bewegte Geschichte

1895 wurde in Wien weltweit das erste jüdische Museum gegründet, das allerdings direkt nach dem „Anschluss“ von den Nationalsozialisten 1938 geschlossen wurde. Es dauerte bis 1988, ehe unter dem damaligen Bürgermeister Dr. Helmut Zilk, der Entschluss zu einer Neugründung des Jüdischen Museums fiel. Bereits fünf Jahre danach wurde am 18. November 1993 das „Jüdische Museum der Stadt Wien“ schließlich im Palais Eskeles eröffnet. Nach einer großen Umgestaltung konnte im Jahr 1995 hier die erste Dauerausstellung besichtigt werden. Im Jahr 2000 wurde das Museum am Judenplatz eröffnet und zeitgleich das von der britischen Künstlerin Rachel Whiteread gestaltete Mahnmal für die 65.000 österreichisch-jüdischen Opfer der Schoa auf dem Platz enthüllt. 

Neupositionierung des Museums seit 2010

Am 1. Juli 2010 übernahm Dr. Danielle Spera das Amt der Direktorin des Jüdischen Museums und begann mit der Neupositionierung des Hauses. 2011 wurde das Palais Eskeles komplett renoviert und umgestaltet. Die neue permanente  Ausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“, die mehr als 800 Jahre Wiener jüdischer Geschichte erzählt, wurde 2013 eröffnet.  Die Medien-installation „ZEIT.ORT.WORT“ bietet den Besucherinnen und Besuchern einen Stadtplan mit Adressen und Hintergrundinformationen zu jüdischen Institutionen. Das ebenfalls neu geordnete Schaudepot des Museums stellt die Sammlungen vor und eine 3D-Animation macht die 1938 zerstörten Synagogen Wiens virtuell zugänglich. Ein Multi-Media-Guide versorgt Interessierte mit zusätzlichen Perspektiven. Außerdem verbindet die APP „Zwischen den Häusern“ das Palais Eskeles mit dem zweiten Standort, dem Museum Judenplatz, und bietet touristische Pfade im historischen Kern von Wien an. 

Aktuelle Wechselausstellungen

Wechselausstellungen, wie aktuell „Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938“ bzw. „Das Wohnzimmer der Familie Glück“ im Palais Eskeles und „Wiener Synagogen. Ein Memory“ im Museum Judenplatz, bieten zusätzlich interessante Einblicke in das jüdische Leben.

Das Jüdische Museum Wien präsentiert sich heute an seinen beiden Standorten, dem Palais Eskeles und dem Museum Judenplatz, als offenes Haus mit innovativen Einblicken in seine Sammlungen und einem abwechslungsreichen Jahresprogramm. Es stellt eine wertvolle Bereicherung für das touristische Angebot Wiens dar. 

Über den Tourismuspreis

Bereits zum 27. Mal stiftet die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Wiener Tourismuswirtschaft. Ausgezeichnet werden Personen und Institutionen, die durch außergewöhnliche Aktionen dem Wiener Tourismus neue Impulse verleihen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen etwa das Schloss Schönbrunn, die Original Sacher-Torte, die Wiener Sängerknaben, der Stephansdom, das Belvedere, die „Albertina“, das „Goldene Quartier“ oder der „Wiener Prater“.


Fotogalerie des Tourismusabends