Sparte Industrie

Der Unternehmenssektor finanziert zwei Drittel der F&E

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13.03.2023

Das Volumen der im Jahr 2022 durch den Unternehmenssektor, die Forschungsprämie und das Ausland finanzierten F&E wird 9,4  Milliarden Euro erreichen.

Laut Globalschätzung der Statistik Austria wird der Unternehmenssektor im Jahr 2022 voraussichtlich 6,2 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung ausgeben – damit wäre das Vorkrisenniveau überschritten (2019: 6,0 Mrd. Euro). Werden die Ausschüttungen durch die Forschungsprämie in der Höhe von rund einer Milliarde Euro noch hinzugerechnet, dann finanziert der Unternehmenssektor mehr als die Hälfte der für 2022 prognostizierten F&E-Ausgaben in Österreich von insgesamt 14,2 Mrd. Euro. Zudem werden 2,2 Mrd. Euro aus dem Ausland finanziert, vorwiegend von Unternehmen, deren Tochterunternehmen in Österreich forschen. Summa summarum finanziert der Unternehmenssektor zwei Drittel der durchgeführten Forschung und experimentellen Entwicklung in Österreich (9,4 Mrd. Euro).

Neben dem Unternehmenssektor finanzieren der Bund, die Bundesländer und sonstige Akteure (z.B. Kammern, Sozialversicherungsträger) rund ein Drittel der F&E. Insgesamt sollen sich die F&E-Ausgaben 2022 auf voraussichtlich 14,2 Mrd. Euro belaufen, das wäre eine Forschungsquote von 3,26% (Anteil am BIP). Allerdings betont die Statistik Austria, dass diese Schätzungen aufgrund der aktuellen Situationen - wie der Covid-Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine - mit Unsicherheiten behaftet sind.

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© Statistik Austria Quelle: Statistik Austria, Globalschätzung: Bruttoinlandsausgaben für F&E

Die Coronapandemie ebenso wie die digitale und grüne Transformation stellen Industrieunternehmen vor enorme Herausforderungen. Insbesondere für Industrieunternehmen gilt es das „klassische F&E-Portfolio“ zu stärken, das die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) anbietet, Technologieoffenheit ist dabei für die heimischen Akteure essentiell. Laut FFG verzeichnete man 2021 ein Plus von rund 40 Prozent bei Anträgen in den Basisprogrammen sowie stark überzeichnete Ausschreibungen. Fazit: 292 Mio. Euro an positiv bewerteten Projektanträgen konnten nicht finanziert werden. Gerade in schwierigen Zeiten ist F&E und Innovation essenziell für künftiges Wachstum. Impulse dazu müssen jetzt mehr denn je gesetzt werden.

Autorin:

Mag. Sandra Lengauer
E-Mail: sandra.lengauer@wko.at