Michael Pemberger produziert in Schiefling am Wörthersee einzigartige Geschenke.
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„Es muss sehr persönlich sein“

Das Zirbenholz aus den Nockbergen, der Laser­gravierer aus den USA. „Mehr braucht es nicht für einzigartige Geschenke“, erzählt Michael Pemberger.

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Aktualisiert am 28.09.2023

Von Erwin Figge
Chefredakteur „Kärntner Wirtschaft“


Etwas Eigenes auf selbstständiger Basis aufzuziehen faszinierte den jungen Mann aus Schiefling am Wörthersee schon lange. Und weil zwischen dem Bachelor und dem Master Corona kam, grübelte er darüber, schaute sich auf Märkten um und hörte in das Land hinein. Um dann aus der Idee ein eigenes Unternehmen zu starten. Die elterliche Garage war rasch adaptiert und mit Holzplatten ausgekleidet, nur mit dem Gerät für die Lasergravur spießte es sich: „Direktimport aus den USA mitten im Lockdown“, erinnert sich der Einsteiger, „da lernst dann Geduld.“

Bis zum Eintreffen des Geräts hatte der Schieflinger somit genügend Zeit, am Angebot zu feilen. Als wichtigstes Standbein sieht er das Herstellen hoch individualisierter Geschenks- und Erinnerungsartikel. Zirbenholz ist der wichtigste Werkstoff, im Prinzip ließen sich aber auch keramische Materialien mit der Lasergravur bearbeiten. Bilder, Logos, Schriftzüge, Sinnsprüche – alles, was sich digitalisieren lässt, wird zu einem Produkt ganz nach Firmenwunsch verarbeitet. Vor allem in der Tourismuswirtschaft ortet er einen großen Bedarf an „Give aways“, also kleinen Aufmerksamkeiten für die Gäste zu Beginn oder am Ende des Aufenthaltes.  Zirbenherzen mit Gästenamen stellt er etwa für einen befreundeten Hotelier her und auch Souvenirgeschäfte beliefert er. Abseits des Tourismus hat er private Abnehmer im Auge – vom Jausenbrettl mit den Unterschriften der Arbeitskollegen bis hin zu Erinnerungs­stücken für Hund und Katz. „Das Geschäft lebt davon, dass die Artikel sehr persönlich gehalten und direkt auf den Beschenkten zugeschnitten sind.“

Handgemachte Geschenksartikel 

Etwas zu unternehmen hatte der Absolvent der Villacher Tourismusschule schon immer vor. Als Student der Wirtschaftsinformatik – der Master steht kurz bevor – jobbte er ein Jahr als Junior-Berater in einer Unternehmensberatung. Corona brachte Zeit, sich umzusehen, und das tat der 26-Jährige auf verschiedensten Märkten in der Region. Da fand er die Lücke, die er nun ausfüllen will. „Was ich zu sehen bekam, war bei den Geschenksartikeln viel Massenware, oft aus dem Fernen Osten. Oder hochwertige Handwerksarbeit, die natürlich ihren Preis hat. Genau zwischen diesen beiden Polen habe ich mich positioniert.“
Der Absatz der lasergravierten Unikate könnte besser nicht laufen. Schon denkt Pemberger da­rüber nach, zu den individuellen Anfertigungen Märkte als zusätzlichen Vertriebsweg zu beschi­cken. Die Feuerprobe auf dem Veldener Adventmarkt hat er bereits bestanden, heuer soll es ein eigener, größerer Stand werden.



Dieser Artikel erschien in Ausgabe 12 der „Kärntner Wirtschaft“.