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WKÖ-Kopf zu Automobilgipfel: Transformation der Branche ermöglichen

Automotiver Bereich mit wesentlichem Beitrag zu Wertschöpfung und Beschäftigung – Wirtschaft befürwortet technologieoffenen Weg

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Aktualisiert am 04.08.2023

"Der heutige Automobilgipfel ist ein weiterer Schritt, denn insbesondere die Fahrzeugindustrie und der Logistiksektor stehen im Hinblick auf die klimapolitischen Festlegungen vor einer gigantischen Transformationsaufgabe. Angesichts der Größenordnung dieser Transformation und der Diversität der Anwendungsformen wird es zur Zielerreichung im Verkehr alle denkbaren klimaneutralen Antriebsformen und die eine oder andere Zwischenlösung brauchen. Die Wirtschaft befürwortet daher einen technologieoffenen Weg als wichtig und richtig“, betont heute, Mittwoch, Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Im Bereich der individuellen Mobilität wird der batterieelektrische Antrieb forciert. Das wirft aber eine Reihe von Ressourcen- und Infrastrukturfragen auf. Im Hinblick auf Langstreckennutzungen mit hohen Tonnagen im LKW-Verkehr, in der Schiff- und Luftfahrt gilt es Alternativen wie z.B. Wasserstoff, e-Fuels, Biotreibstoffe, LNG etc. zu forcieren und in einem technologieoffenen Ansatz weiterzuentwickeln, so Kopf. 

Besondere Bedeutung werde in Hinblick auf die Transformation der Wirtschaft, die Erarbeitung einer Wasserstoffimportstrategie und den Aufbau Energiepartnerschaften haben: "Wasserstoffimporte sind zentral, um den Bedarf zu decken. Die geopolitische Lage und die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden sind. Das gleiche gilt für E-Fuels. Hier besteht massiver Handlungsbedarf. Deutschland zeigt es vor: Mit dem Programm H2Global wird an konkreten Projekten gearbeitet, um Wasserstoff nach Deutschland zu bringen“, unterstrich der WKÖ-Generalsekretär der zudem auf nötige verstärkte Anstrengungen im F&E-Bereich verwies, damit Umstellungen der Produktion hin zu alternativen Antrieben unterstützt werden können. Bundesminister Kocher habe im Rahmen der Transformationsoffensive hierzu bereits einen ersten wichtigen Schritt gemacht.

"Österreich hat mit dem automotiven Bereich, seinen KMU und vielen Innovationen ein Stärkefeld, das einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in Österreich leistet. Umso wichtiger ist es daher, vorhandene Schwerpunkte auszubauen und gleichzeitig Alternativen zu ermöglichen. Denn nur so kann es gelingen, in diesem für die Transformation so wesentlichen Bereich, Beschäftigung zu halten bzw auszubauen und Investitionen zu ermöglichen“, so Kopf anschließend.
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