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5. E-Rechnungs-Kongress ab sofort als Video on Demand

Alle Vorträge online abrufbar

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Bereits zum fünften Mal lud AUSTIRAPRO, die Wirtschaftskammer Österreich und das BMF zum E-Rechnungs-Kongress ins Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien. Das Programm stand ganz im Zeichen der (strukturierten) E-Rechnung und E-Beschaffung, denn – so waren sich alle Sprecher des Tages einig – die Digitalisierung der Wirtschaft darf nicht bei der E-Rechnung enden.

Unter Österreichs Unternehmen blieb der Einsatz der strukturierten E-Rechnung im B2B-Bereich trotz der seit 2014 verpflichtenden E-Rechnung an den Bund bisher hinter den Erwartungen zurück, wie die aktuellen Zahlen der E-Business-Erhebung der WKÖ aus dem September 2015 zeigen*.

So erhalten 83 Prozent aller Unternehmen in Österreich elektronische Rechnungen – ein Drittel dieser Unternehmen erhält sogar mehr als die Hälfte aller Rechnungen elektronisch – und fast ebenso viele Unternehmen (79 Prozent) stellen auch E-Rechnungen aus. Dabei wird die E-Rechnung vom Großteil der Unternehmen auch sehr geschätzt: 35 Prozent ziehen die elektronische Zustellung von Rechnungen sogar vor, nur ein Viertel mag die Rechnung lieber auf Papier als elektronisch.

Doch in den allermeisten Fällen ist die E-Rechnung nach wie vor eine Rechnung im PDF-Format. Dadurch entgehen den Rechnungsempfängern – aber auch den Ausstellern –alle Vorteile, die eine E-Rechnung auf Basis strukturierter Daten bei der Weiterbearbeitung und Archivierung ermöglicht.

Elektronische Beschaffung: Vorteile für KMU und die Verwaltung

Mit Praxisbeispielen zum elektronischen Dokumenteneingang und zur effizienten Warenbeschaffung auf Basis strukturierter elektronischer Daten traten Robert Knöbl (3e Handels- und Dienstleistungs AG) und Harald Bruckner (Hotel Neue Post Zell/See) beim E-Rechnungs-Kongress den Beweis an, welchen Nutzen strukturierte elektronische Prozesse auch für kleine und mittlere Unternehmen bringen.

Da die Umstellung auf elektronische Verfahren jedoch nicht bei der elektronischen Rechnung stehen bleibt, bot der zweite Teil des Kongresses einen Ausblick auf aktuelle Gesetzgebungsvorhaben: Bis zum Jahr 2018 wird die elektronische Beschaffung im öffentlichen Auftragswesen (E-Procurement) aufgrund von EU-Richtlinien schrittweise zur Pflicht. Michael Kröswang (Breitenfeld Rechtsanwälte) skizzierte die Schlüsselrolle der E-Rechnung im Beschaffungswesen.

Emir Prcic (ANKÖ eVergabe) und Christiane Toppler (vemap) zeigten, wie die elektronische Angebotsabgabe mittels E-Procurement-Systemen in der Praxis abläuft und worauf Unternehmen achten müssen. Zuletzt lieferte Astrid Pummer (Wirtschaftsdelegierte Lissabon) einen Erfahrungsbericht aus Portugal, wo schon seit 2009 E-Procurement im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe verpflichtend ist, und wo sich zeigt, dass die erheblichen Einsparungen für den öffentlichen Bereich keine leeren Versprechungen sind.

Alle Vorträge des Kongresses sind ab sofort zum Nachschauen als Video on Demand zu finden.

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