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Überstunden - Höchstgrenzen

Erhöhter Arbeitsbedarf - Vor-/ Abschlussarbeiten - 10-Stunden-Grenze

Überstundenarbeit ist grundsätzlich nur bei Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfes erlaubt. Dabei sind die gesetzlich festgelegten Höchstgrenzen zu beachten.

Die Tagesarbeitszeit darf grundsätzlich 10 Stunden und die Wochenarbeitszeit 50 Stunden nicht überschreiten. Das Arbeitszeitgesetz sieht aber verschiedene Ausnahmen vor (beispielsweise für die Schichtarbeit).

Vorsicht!

Für Lenker gelten spezielle und zumeist sehr komplexe Regelungen.

Erhöhter Arbeitsbedarf

Bei Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfes kann die Arbeitszeit

  • um die Dauer von fünf Überstunden in der einzelnen Woche und darüber hinaus
  • um höchstens 60 Überstunden innerhalb eines Kalenderjahres

verlängert werden.

Wöchentlich sind nicht mehr als zehn Überstunden zulässig. Die Tagesarbeitszeit darf zehn Stunden nicht übersteigen.

Beispiel:
Normalarbeitszeit:   Montag bis Freitag  8 Stunden täglich
Überstunden:   Montag bis Freitag  1 Überstunde täglich.

Vorsicht!
Der Kollektivvertrag kann in bestimmten Branchen zusätzliche Überstunden zulassen. Davon haben be die Kollektivverträge für das Hotel- und Gastgewerbe oder das Kleintransportgewerbe Gebrauch gemacht.


Vor- und Abschlussarbeiten

Für die Vornahme von Vor- und Abschlussarbeiten kann die Arbeitszeit um eine halbe Stunde, höchstens bis zu zehn Stunden täglich, ausgedehnt werden.

Vor- und Abschlussarbeiten sind

  • Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung, soweit sich diese Arbeiten während des regelmäßigen Betriebes nicht ohne Unterbrechung oder erhebliche Störung ausführen lassen,
  • Arbeiten von denen die Wiederaufnahme oder Aufrechterhaltung des vollen Betriebes arbeitstechnisch abhängt,
  • Arbeiten zur abschließenden Kundenbedienung einschließlich der damit zusammenhängenden notwendigen Aufräumungsarbeiten.

Die Arbeitszeit darf in diesen Fällen über zehn Stunden täglich verlängert werden, wenn

  • eine Vertretung des Arbeitnehmers durch andere Arbeitnehmer nicht möglich ist und
  • dem Arbeitgeber die Heranziehung betriebsfremder Personen nicht zugemutet werden kann.
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